Vom 18. bis 20. September 2017 fand an der FH Vorarlberg die erste Tagung zur Spurengasanalyse statt. Die gemeinsame Veranstaltung der FH Vorarlberg und der Universität Innsbruck wurde von Rektorin Prof. Dr. Tanja Eiselen (FH Vorarlberg) und Rektor Prof. Dr. Tilmann Märk (Universität Innsbruck) unter Beisein von Landesrätin Dr. Bernadette Mennel feierlich eröffnet.

Der Bedarf des raschen qualitativen Nachweises organischer chemischer Verbindungen bei extrem niedrigen Konzentrationen bietet erhebliche Herausforderungen für die analytische Chemie. Sanfte chemische Ionisation in Verbindung mit massenspektrometrischen Techniken bildet die Schlüsseltechnologie für spannende und zukunftsträchtige Anwendungen - von Atmosphärenchemie bis zu Gesundheitswissenschaften.

Experten aus ganz Europa sowie aus USA und Japan präsentierten bei dieser Tagung den aktuellen Stand der Forschung im Grundlagenbereich sowie den Anwendungsbereichen Umwelt- und Atmosphärenwissenschaft, Landwirtschaft, Medizin und Sicherheit.

Besonders Jungforscherinnen und -forscher (Early Stage Researchers und Doktorratsstudierende) wurde vor Ort die Möglichkeit geboten, ihre Forschungsergebnisse in Vorträgen oder Posterdarstellungen zu präsentieren.

Die Projekte

Auf der internationalen Tagung wurden sehr interessante neue Projekte gezeigt. Unter anderem von Franco Biasioli vom Edmund Mach-Agrarinstitut (Italien). Er zeigte wie anhand von „Düften“ die genetische Herkunft von Pflanzen festgestellt werden kann. Simona Cristescu von der Radboud Universität (Holland) demonstrierte wie Pflanzen mittels flüchtiger chemischer Substanzen Botschaften austauschen und mit der Umgebung interagieren.

Jochen Schubert von der Universitätsmedizin Rostock zeigte die vielfältigen Möglichkeiten der Atemgasanalyse für den Gesundheitsbereich auf. Jonathan Williams und Nijing Wang von der Max Planck Gesellschaft in Mainz gaben einen Überblick über den Einsatz von massenspektrometrischen Messungen zur Erforschung der Atmosphärenchemie und den Einfluss der OH-Reaktivität auf die Luftgüte. Patrick Sears und Peter Hickey vom Defence Science and Technology Laboratory in England demonstrierten wie diese Methoden eingesetzt werden, um die Sicherheit auf Flughäfen und öffentlichen Plätzen zu verbessern. Felix Piel (Ionicon, Innsbruck) präsentierte die ersten Resultate von Autoabgasmessungen, die mit den herkömmlichen Methoden nicht nachgewiesen werden können.

Mehr Informationen finden Sie hier

Weitere Meldungen der FH Vorarlberg