Anhand intelligenter und autonomer verbraucherseitiger Laststeuerung wird an Lösungen gearbeitet, die für bereits installierte elektrische Verbraucher, wie etwa elektrisch beheizte Warmwasserspeicher, optimale (Ent- und) Beladungszeiten bezüglich Energieeffizienz und/oder Strom-Börsenpreis errechnen und umsetzen.

 

Motiviert durch gelungene Simulationen und den erfolgreichen ersten durchgeführten Feldversuch in den Vorjahren, wurde 2016 in Kooperation mit den Vorarlberger Kraftwerken ein größer angelegter Feldversuch konzipiert und umgesetzt, der es den Forschern erlauben soll, ihre Theorien weiter zu untermauern. Dazu wurde in 16 Haushalten jeweils eine entsprechende intelligente Mess- und Steuerungseinheit verbaut. Diese Steuereinheit errechnet die Speicherparameter und kann so mittels Schätzung des zukünftigen Verbrauchs den Verlauf der Speichertemperatur in der Zukunft berechnen. Durch das Wissen um den Börsenpreis für den nächsten Tag, der auf das Gerät übertragen wird, kann eine Optimierungsroutine die bestmöglichen Einschaltzeiten berechnen, um bei möglichst günstigem Börsenstrompreis zu heizen. Der Gewinn für den Kunden als Verbraucher stellt sich dadurch ein, dass nur so viel Warmwasser erzeugt wird, wie auch tatsächlich benötigt wird, was den Wirkungsgrad des Speichers erhöht. Erste Ergebnisse zeigen ein hohes Potential für solche Wirkungsgradsteigerungen und für die Laststeuerung, die durch effektiveres Ausnutzen kostengünstiger Ladeintervalle zustande kommt. Der Feldversuch wird bis Ende 2017 andauern.

Weitere Meldungen der FH Vorarlberg