Seit 2013 realisiert der FB SoWi für inzwischen fünf deutsche Werke der Siemens AG Belegschaftsbefragungen zum Thema "Präsentismus" und "Gesundheit". In 2015 und 2016 werden entsprechende Follow-Up-Studien durchgeführt.

Der Personalchef der Siemens AG für die Werke in den "neuen" deutschen Bundesländern, Herr Dr. André Emmermacher, beauftragt den FB SoWi mit einer Belegschaftsumfrage zum Thema Präsentismus und Gesundheitsverhalten u.a. im Werk Görlitz. Diese Studie wird je einmal in 2013 und 2015 durchgeführt und soll in das regelmäßige QM der Werke übergehen.

Das Instrument zum Gesundheitsmanagement erhebt negative und positive Gesundheitsvariablen, organisationale, personale und soziale Aspekte. Anhand der berechneten "Health Related Lost Productive Time" kann dargestellt werden, wie kostenintensiv Ausfälle aufgrund von Präsentismus sind. Des Weiteren dient die Studie dazu, Prädiktoren von physischen und psychischen Beschwerden wie auch von positiven Gesundheitsvariablen zu bestimmen.

Die Studie wird pseudonymisiert durchgeführt, so dass Dritte keine Rückschlüsse auf die Telnehmenden bekommen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Siemens AG können ihre individuellen Daten mit dem Belegschaftsdurchschnitt vergleichen und daraufhin entscheiden, welche Gesundheitsmaßnahmen sie eventuell ergreifen wollen (z.B. den Betriebsarzt aufsuchen oder an Rückenschulungen teilnehmen). Das Unternehmen kann anhand von Durchschnittswerten Gesundheitsstände über die Jahre verfolgen und daraufhin Gesamtmaßnahmen aufsetzen.

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