Das Josef Ressel Zentrum beschäftigt sich allgemein mit den physikalischen Vorgängen und deren möglichen Anwendungen bei der Laserablation (Materialabtrag) von Festkörpern mit ultrakurzen Laserpulsen. Ein Hauptschwerpunkt der Forschungsarbeiten am Josef Ressel Zentrum liegt in der Herstellung von funktionalen Oberflächen.

 

Untersucht wird dabei das gezielte Verändern einer Oberfläche mittels Laser um deren Benetzungsverhalten zu steuern. Beispielsweise kann mit dem Laser eine Oberfläche so verändert werden, dass Wasser abperlt wie bei einer Lotusblüte – sie wird superhydrophob. Mit demselben Laser kann aber auch gerade das Gegenteil erreicht werden. Wasser verteilt sich sofort großflächig auf der gesamten Oberfläche – sie wird superhydrophil. Ein am Josef Ressel Zentrum entwickelter Laserprozess ermöglicht als weiteren Schritt diese Eigenschaften auch beliebig zu kombinieren. Dies ist eindrucksvoll in dem Bild dargestellt. Es zeigt ein aus Wasser bestehendes FH Logo welches auf einer Glasoberfläche liegt. Geformt wird es einzig aus dem großen Benetzungskontrast der Oberfläche.

Der Herstellungsprozess solch funktionaler Oberflächen wurde gemeinsam mit dem Projektpartner Spectra Physics® unter dem Namen „ClearSurfaceTM“ zum Patent angemeldet. Durch ihn eröffnen sich mögliche neue Anwendungen, zum Beispiel im Bereich der Bionik oder der Mikrofluidik.

Infos zum dargestellten Bild: Das Logo bestehend aus Wasser. Es wird lediglich durch das mittels Laser veränderte Benetzungsverhalten der Oberfläche geformt.

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