Bei der Jahrestagung 2017 des Fakultäten- und Fachbereichstags Wirtschaftsingenieurwesen (FFBT WI) am Management Center Innsbruck wurde der Vorstand erneut im Amt bestätigt. Zum siebten Mal in Folge wurde von der Mitgliederversammlung Professor Uwe Dittmann von der Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden gewählt. Gemeinsam mit seinen ebenfalls seit vielen Jahren aktiven Kollegen Professor Gunter Olsowski von der Fachhochschule Vorarlberg, Professor Dr.-Ing. Yvonne Leipnitz-Ponto von der Hochschule Ansbach, sowie Professor Dr.-Ing. Burkhard Schmager von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und Professor Dr. Hermann Englberger von der Hochschule München.

 

Der FFBT WI vereint derzeit 56 Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die einen oder mehrere Studiengänge des Wirtschaftsingenieurwesens anbieten.

Das Wirtschaftsingenieurwesen ist seit vielen Jahren ein Erfolgskonzept. Es ist einer der in Deutschland am meisten nachgefragten Studiengänge. Der Vorstand arbeitet seit vielen Jahren daran, das Wirtschaftsingenieurwesen weiter voranzutreiben, anhand aktueller gesellschaftlicher Veränderungen fortzuentwickeln, die Qualitätsstandards zu definieren und den Bekanntheitsgrad weiter zu steigern.

Wichtige Meilensteine der Vorstandsarbeit sind die gemeinsame Herausgeberschaft des Qualifikationsrahmens Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure (VWI). Ein Leitfaden und Qualitätssicherungsinstrument mit systematischer Formulierung von Lernergebnissen und Eckpfeilern für die Konstruktion von Modulen und Studienfächern. Aktuell arbeitet der FFBT WI an einer englischsprachigen Fassung, die die fachliche Zusammenarbeit mit Hochschulen aus Europa stärken soll und auch international anschlussfähig konzipiert ist. „Den Blick auch über die Grenzen Europas hinaus zu weiten und ein internationales Netzwerk des Wirtschaftsingenieurwesens aufzubauen, das ist der nächste wichtige Schritt, den wir gemeinsam in unserem starken Netzwerk anstreben“, beschreibt Uwe Dittmann den Kurs, den er in der kommenden Amtsperiode zusammen mit seinen Kolleginnnen und Kollegen umsetzen will.

Sie engagieren sich für das erfolgreiche „Konzept Wirtschaftsingenieurwesen“. Es basiert auf einer integrativen Verzahnung von Wirtschaft und Technik. Es bildet die Studierenden interdisziplinär zu flexibel einsetzbaren Generalisten aus, die in Unternehmen an Schnittstellenpositionen eine integrierende Funktion übernehmen. Komplexe Anlagen verkaufen, anspruchsvolle Projekte leiten und technische Fragestellungen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten analysieren – das sind typische Aufgaben von Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieuren in der heutigen Zeit.

Und auch die Zukunft verlangt nach dem Kompetenzprofil, das Wirtschaftsingenieure bieten: Die immer rasantere Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen sowie der stetige Kostendruck führen zu immer komplexeren Systemen und Anwendungen, die wiederum immer größere Projekte bedingen. Um diese Komplexität beherrschen zu können, braucht es entsprechend generalistisch ausgebildete Fachkräfte, die Zusammenhänge der technischen und wirtschaftlichen Aspekte verbunden mit rechtlichen, sozialen, informellen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen erkennen, verstehen und anwenden können. Die zunehmende Verflechtung und Vernetzung von Unternehmen führt zu immer mehr Schnittstellen, die eine integrierte Sichtweise erfordern. Durch die Inter- und Transdisziplinarität sind Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure besonders prädestiniert diese Herausforderungen zu meistern. Sie handeln als Generalisten mit strategischem Weitblick und Kompetenz im Detail.

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