Anwendungsorientierte Wirtschafts- und Sozialforschung bezieht sich auf reale wirtschaftliche und gesellschaftliche Phänomene. Institutionen wie z.B. Eurostat (statistisches Amt der Europäischen Union), Statistik Austria (Nationalstatistik Österreichs), D-Statis (Statistisches Bundesamt Deutschlands) oder die Stabsabteilung Statistik der Österreichischen Wirtschaftskammer liefern zu etlichen relevanten Aspekten regionale, nationale und internationale Sekundärdaten. Unsere Förder- oder Auftragsprojekte können ausschließlich oder teilweise darauf ausgerichtet sein, Sekundärdaten systematisch zu analysieren und für Dritte aufzubereiten. Im Rahmen von Projekten der Auftragsforschung bereiten wir zudem organisationsinterne Daten statistisch auf, die ausschließlich von der Auftrag gebenden Instanz übermittelt und genutzt werden.


Ärztliche Koordination (2014/2015)

Im Projekt wurden unter anderem Daten aus Einrichtungen der stationären Vorarlberger Altenpflege über einen Zeitraum von zwölf Monaten analysiert, um Effekte des Einsatzes einer ärztlichen Koordination zu benennen.

Primar Prof. Dr. Gebhard Mathis (Krankenhaus Bludenz) initiiert mit Förderung des Landes Vorarlberg ein Pilotprojekt zur ärztlichen Koordination zwischen Pflegeheim und Krankenhaus. Der FB SoWi evaluiert zwischen Juli 2014 und Dezember 2015 mit Förderung des Landes Vorarlberg den Nutzeffekt dieser Maßnahme.

Mit Bezug zu internationalen Studien zielt das Projekt darauf ab, in drei Experimentaleinrichtungen der stationären Altenpflege eine ärztliche Koordination einzurichten. Erwartet werden patientenbezogene Nutzeffekte, die u.a. auch eine Kostenersparnis bewirken.

Die Evaluation verfolgt viererkenntnisleitende Fragestellungen:

  1. Welche internationalen Daten und Studienergebnisse liegen für die Darstellung eines Good-Practice-Modells vor? - Literaturanalyse
  2. Wie wirkt sich eine ärztliche Koordination in drei Experimentaleinrichtungen aus (in Bezug auf spezifische gesundheitsbezogene Variablen und verglichen mit drei Vergleichseinrichtungen)? - Quantitative Datenerfassung
  3. Inwiefern ergeben sich durch den Einsatz ärztlicher Koordination Kostenersparnisse? - Kalkulation von Opportunitätskosten
  4. Wie bewerten Vorarlberger Gesundheitsexpertinnen und -experten aus relevanten Sektoren das Projekt vor und während der Umsetzung?

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Evaluation des Vorarlberger Modellprojekts „Ärztliche Koordination“ 2014/2015

Gesundheitsökonomie der Brustkrebserkrankung (2014/2015)

Im IBH-geförderten Projekt erhoben Kolleginnen und Kollegen der FHS St. Gallen, HS Ravensburg/Weingarten und FH Vorarlberg unter anderem Daten zur Inzidenz und Behandlung der Brustkrebserkrankung. Das Projekt zielte darauf ab, regionale Parallelen und Unterschiede zu diesem Thema herauszuarbeiten.

In Kooperation mit der FHS St. Gallen und der HS Ravensburg / Weingarten realisiert der FB SoWi zwischen Juli 2014 und Dezember 2015 ein IBH-Projekt zum genannten Thema.

Das Hauptziel des Forschungsprojektes ist es, am Beispiel der Brustkrebserkrankung Best-Practice zu entwickeln hinsichtlich Behandlungspfaden und -kosten sowie verschiedener Geschäftsmodelle. Im Einzelnen werden folgende Phasen umgesetzt:

  1. Analyse der Ausgangssituation (für jedes beteiligte Land)
  2. Vergleich der Kosten und Leistungen für einen selektierten Behandlungspfad in den drei Ländern
  3. Standardisierte Befragungen von Patientinnen mit Brustkrebserkrankung zur Qualitätsbeurteilung stationärer Spitalsaufenthalte
  4. Erarbeiten von Handlungsempfehlungen
  5. Entwickeln von länderübergreifenden, multidisziplinären Betreuungs- und Geschäftsmodellen

Im Projekt wirken mit: Prof. Dr. Wilfried Lux, Prof. Dr. Beate Senn, Prof. Dr. Marco Steiner, Andrea Kobleder (FHS), Prof. Dr. Alxel Olaf Kern, Stefanie Wechsel (HS Ravensburg/Weingarten), Prof. Dr. Frederic Fredersdorf, Fabian Rebitzer (FHV).

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Gesundheitsökonomie der Brustkrebserkrankung

Kontaktperson Forschungszentrum Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

Frederic Fredersdorf

Prof. (FH) PD Dr. Frederic Fredersdorf
Leiter Forschungszentrum
Vorsitzender des Josef-Ressel-Senats in der Christian Doppler Forschungsgesellschaft

 +43 5572 792 5303
 +43 5572 792 9500
frederic.fredersdorf@fhv.at
sowi@fhv.at

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