Im untersuchten Handlungsfeld setzen wir valide qualitative wie quantitative Forschungsmethoden ein, wie sie in den Sozialwissenschaften erprobt sind. Zu nennen sind etwa Open Space, World Café, Gruppeninterviews, Fokusgruppen, qualitative Interviews mit Expertinnen und Experten, Dokumentenanalysen, teilnehmende Beobachtungen (qualitative Methoden) sowie standardisierte Umfragen (online oder postalisch), standardisierte Interviews und Beobachtungen oder Kennzahlenerhebungen (quantitative Methoden).


Regionenbezogenes Generationenmanagement (2012 bis 2014)

Im IBH-geförderten Projekt setzten Kolleginnen und Kollegen der FHS St. Gallen, HS Kempten und FH Vorarlberg einen sozialwissenschaftlichen Methodenmix um, mit dem sie Personalaspekte von Klein- und Mittelunternehmen der Bodenseeregion erforschten.

Prof. (FH) Priv.Doz. Dr. Frederic Fredersdorf, Mag. Fabian Rebitzer, Daniela Lorünser sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kooperierenden Hochschulen untersuchten regionenspezifische Aspekte des demografischen Wandels in Unternehmen.

Hierfür haben die Forschenden aktuelle Literatur aufgearbeitet, qualitative Delphi-Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern regionaler Unternehmen und Wirtschaftsorganisationen geführt und explorativ Belegschaften von Unternehmen im Allgäu, in der Ostschweiz und in Vorarlberg befragt. Anhand der Modellregion östlicher Bodenseeraum skizzieren die Ergebnisse der Untersuchung ein Bild des aktuellen Sachstands sowie Risiken und Chancen für regionenübergreifende sowie unternehmensspezifische Aktivitäten, mit denen ein generationenorientiertes strategisches Personalmanagement speziell für KMU gefördert werden kann.

Der Sammelband „Generationenmanagement – Unternehmen durch den demografischen Wandel begleiten.“ ist das Resultat eines IBH-Forschungsprojekts der FHS St. Gallen, der HS Kempten und der FH Vorarlberg.

Fredersdorf, F.; Jüster, M.; Olbert-Bock, S. & Otto, U.: Generationenmanagement – Unternehmen durch den demografischen Wandel begleiten. Lambertus. Freiburg i.B. 2014. 180 Seiten. 24,90 €
 

Das Vorarlberger Lehrlingsmodell (2014/2015)

Im Auftrag der Vorarlberger Wirtschaftskammer wurde eine Umfrage zum Vorarlberger Lehrlingsmodell realisiert. In diesem Modell können sich Lehrlinge parallel, jedoch mit höherem Aufwand, auch auf die Berufsreifeprüfung vorbereiten und diese absolvieren. Wir befragten aktuelle und ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, deren Ausbildende, Schülerinnen und Schüler der neunten Schulstufe sowie deren Eltern, wie sie verschiedene Aspekte des Modells und die Lehre an sich bewerten.

In Kooperation mit der Wirtschaftskammer Vorarlberg wird eine standardisierte Befragung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Ausbildenden im Kontext des Vorarlberger Lehrlingsmodells umgesetzt.

Im Vorarlberger Lehrlingsmodell können junge Menschen mit einem zusätzlichen Ausbildungsjahr zugleich die Matura und einen Lehrabschluss erwerben. Das Erkenntnisinteresse geht dahin, im Jahr 2015 zu hinterfragen, wie verschiedene Zielgruppen dieses Modell wahrnehmen und bewerten.

Schülerinnen und Schüler der 9. Schulstufe / Eltern, deren Kinder in Ausbildung sind / Jugendliche aus dem Vorarlberger Lehrlingsmodell, deren Ausbildende sowie Drop-Outs aus diesem Modell geben über folgende Aspekte Auskunft:

  • wie gut sie die Elemente des Modells kennen,
  • für wie attraktiv sie verschiedene Ausbildungen ansehen,
  • was ihnen bei einer (potentiellen, aktuellen oder ehemaligen) Teilnahme am Lehrlingsmodell wichtig ist,
  • welches die Hauptschwierigkeiten bei dessen Umsetzung sind, und
  • welches Ansehen "Lehre" bei ihnen genießt.

Kontaktperson Forschungszentrum Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

Frederic Fredersdorf

Prof. (FH) PD Dr. Frederic Fredersdorf
Leiter Forschungszentrum
Vorsitzender des Josef-Ressel-Senats in der Christian Doppler Forschungsgesellschaft

 +43 5572 792 5303
 +43 5572 792 9500
frederic.fredersdorf@fhv.at
sowi@fhv.at

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