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Designsymposium und DIYcamp 2011

Gestaltungsprofis mit neuem Rollenverständnis

Do-It-Yourself verändert Kreativberufe und schafft neue Geschäftsmodell

Welchen Stellenwert wird die industrielle Produktion einnehmen, wenn das Phänomen des selber machens weiter um sich greift? Beim siebten Designsymposium am 18.+19. November 2011 zeigten Experten an der FH Vorarlberg eindrucksvolle Beispiele, was Profis und was Amateure leisten und wie sie sich gegenseitig ergänzen können.

Mit Anleitungen aus WIKIs, 3D-Druckern oder quelloffener Software wird es immer einfacher, auch hochkomplexe Produkte selber zu fertigen. Auch in der Mediengestaltung lässt sich fast alles selber machen. Vorlagen und Anleitungen finden sich im Netz, nicht nur für Visitkarten und Webseiten. Arbeits- und Produktionsweisen der Kreativberufe verändern sich, worauf auch die Aus- und Weiterbildung reagieren muss.

 

Designsymposium zeigt Spannungsfeld

Der Videojournalist Martin Schilt berichtete zunächst über den Videoguide des Schweizer Fernsehens, damit Zuschauer bessere selbst gemachte Reportagen einsenden können. Sein Appell richtete sich jedoch an die mehr als hundert anwesenden MediengestalterInnen, ihr Handwerk gut zu lernen und viel Praxis zu sammeln. Denn nur so entstehen auch Reportagen, die durch Dramaturgie und Bildsprache überzeugen.

 

Grafikdesigne Gerwin Schmidt aus München malte schwarz: Mit "Do-It-Yourself" killed the "Gebrauchsgrafiker" skizzierte er neue Berufsbilder, weg vom Pixelschieber, hin zum Konzeptionisten. Das erreichen nur jene, die ständig an sich selbst arbeiten, täglich üben und ihren Beruf und die Position in der Gesellschaft und Wirtschaft hinterfragen.


Peter Troxler aus Rotterdam präsentierte eine Vision der Unabhängigkeit von Konzernen, wenn wir selbst gestalten und produzieren. Er berichtete von den weltweit mehr als 100 FabLabs, die die Infrastruktur dafür bereitstellen, selbst baut er eines in Luzern auf. Abends stellte er das  Buch “Open Design Now” im designforum Vorarlberg vor, worin die derzeit wohl radikalste Entwicklung in der Kreativwirtschaft beschrieben wird: das Design und die Baupläne völlig offen zu legen und darauf neue Geschäftsmodelle aufzubauen.

 

DIYcamp mit veganer und molekularer Küche

Das Ziel eines Barcamps ist es, sich mit anderen Menschen offen über Themen auszutauschen und voneinander zu lernen. Die Profis und Vortragenden sind die Teilnehmer selbst. Passend zum Thema „Do-It-Yourself“ wurden Sessions und DIY-Stationen aller Art angeboten. Unter anderem gab es Stationen für einen 3D-Drucker, einen Personal Video Recorder, eine Rock-Schneiderei und eine Fahrradreparaturwerkstatt. Mehr als 70 TeilnehmerInnen besuchten Workshops etwa zu eLearning, OpenCar, Open Source Design oder Trimediale Medienformate.

Zu der Frage ob „Do-It-Yourself“ weiterhin Zukunft hat, meint Andreas Künz, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FH Vorarlberg, dass es vor allem auch durch das Internet sehr einfach ist, Wissen und Informationen zu verbreiten und sich in kürzester Zeit selbst anzueignen. Sich auszutauschen und voneinander zu lernen ist eine schöne Erfahrung.

Ein Team vom Barcamp Liechtenstein servierte eine köstliche Suppe mit regionalen Zutaten, dazu gab es molekulare Drinks mit gewöhnungsbedürftiger Konsistenz. Für alle Neuigierigen, die die spannenden Vorträge und Workshops des Designsymposiums und Barcamps verpasst haben, stellten InterMedia Studierende im Fach Mediensoziologie Dokumentationen auf unterschiedlichen Kanälen zusammen, siehe zum Beispiel die Facebook Seite „barcamp dornbirn“.
Das Department für Gestaltung und mediale Kommunikation ist offen für Vorschläge für das nächste Designsymposium, welches wieder in Kooperation mit dem designforum Vorarlberg umgesetzt werden soll.

Fotogalerie: http://on.netculture.at/gallery2/main.php?g2_itemId=10567

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