Intensive Programme für Informatik Studierende in Norwegen
Zwei Dozenten und 15 Studierende reisten im Februar nach Trondheim, wo sie auf Gleichgesinnte trafen und gemeinsam Software-Lösungen für internationale Unternehmen erarbeiten. Die Studienreise wurde im Rahmen des Erasmus Life Long Learning Programms von der EU gefördert. Gastgeber war das Sor-Trondelag University College Norwegen, es nahmen das irische IT-Carlow Institute of Technology Carlow, die Hogeschool van Amsterdam und die FH Vorarlberg teil.
Sarah Hofer, im vierten Semester des Masterstudiums Informatik, berichtet: „Es war eine einmalige Möglichkeit, Studenten aus verschiedenen Ländern kennen zu lernen. Norwegen hat mich immer schon interessiert. Meine Befürchtung, dass es sehr kalt sein wird, hat sich bewahrheitet – wir erlebten minus 25 Grad. Das Programmieren in den internationalen Gruppen hat viel Spaß gemacht, und ich lernte einiges dabei.“
Christoph Storm, ebenfalls im vierten Semester, fand die Aufgabe sofort interessant: „Es ging um die Prototypenentwicklung eines „Serious Games“ für den norwegischen Energiekonzern Statoil. Die Arbeit in einem internationalen Team hat mir besonders gefallen. Zusammen mit Studenten aus Holland, Irland und Norwegen war es eine Herausforderung ein „Serious Game“ zu entwickeln und als Prototyp zu programmieren. Neben interessanten Vorlesungen und der Anwendung von „Scrum“ und „Concurrent Design“ kam auch der kulturelle Austausch nicht zu kurz. Es war schon eine besondere Erfahrung zu erleben, dass es in Trondheim durchaus normal ist, bei minus 25°C gemütlich einen Kaffee im Gastgarten zu genießen.“
Dozent Mag. (FH) Andreas Künz hat die Gruppe der FH Vorarlberg begleitet: „Die unterschiedlichen Schwerpunkte der vier teilnehmenden Universitäten sorgten für regen Erfahrungs- und Wissensaustausch innerhalb der interdisziplinären und internationalen Arbeitsgruppen. Da das umfangreiche Gebiet der 3D Computeranimation gerade in Kombination mit interaktiven Lernszenarios eine immer größere Rolle spielt, wird sich die intensive Arbeit der Studierenden während der drei Wochen auf alle Fälle bezahlt machen.“
Prof.(FH) Dipl.-Ing. Dr. Karl-Heinz Weidmann sieht auch in dem Kontakt der Studierenden zur Öl- und Gasbranche in Norwegen einen Vorteil: „In Vorarlberg scheint die Öl- und Gasindustrie fern und die berechtigte Frage nach dem Praxisbezug für die Studierenden der Region drängt sich geradezu auf. Allerdings gibt es mehr Unternehmen in Vorarlberg die einen direkten Bezug zu dieser Branche haben als man glauben möchte, z.B. Bertsch Group, Erne Fittings, Liebherr.“


