"Man muss etwas vom Wesen der Bewegung verstehen, um einen Sinn für die Zukunft zu erlangen." Aristoteles

Digitale Transformation. Produktion und Entwicklung im Wandel

Industrie 4.0 ist in aller Munde. Nicht verwunderlich, denn die rasanten Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnik haben die Fertigungsprozesse allerorts massiv verändert. Nahezu überall werden Produktions- und Kommunikationsprozesse digitalisiert und vernetzt. Diese Vernetzung von Personen, Dingen und Maschinen führt zu neuen Lösungen in der industriellen Fertigung.

Die Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet ist heute ein zentrales Thema bei Herstellern von Maschinen und Produktionsanlagen. Sie sind gefordert, die Akteure innerhalb eines Produktionsprozesses zu vernetzen. Darüber hinaus gilt es, jene Daten, die in einem Produktionsprozess gesammelt werden, zu nützen. Zum einen, um damit die Maschinen „intelligenter“ zu machen und dadurch die Produktion zu optimieren (z.B. Ausfallzeiten zu reduzieren); zum andern, um die Entwicklung dieser Produktionsanlagen voranzutreiben. Der VTT 2017 beleuchtet die “Digitale Transformation” sowohl aus der Sicht der Industrie als auch aus der Sicht der Forschung.

Veranstaltungsinfos

Dienstag, 17. Jänner 2017
13:30  -  18:00 Uhr

Veranstaltungsort
FH Vorarlberg
Raum W2 11/12

Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung bis 10. Jänner 2017 unter:
http://veranstaltungen.fhv.at
Teilnahmegebühr kostenlos



Wir laden alle Interessierten, insbesondere die Absolventinnen und Absolventen der technischen Studiengänge der FH Vorarlberg, zu dieser Veranstaltung ein.
Der Gedankenaustausch zwischen der regionalen Industrie und der FH Vorarlberg steht wie jedes Jahr bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt.

Programm

13:30Registrierung
14:00Begrüßung und Eröffnung
Tanja Eiselen, Rektorin der FH Vorarlberg
14:15Keynote
Wilhelm Gantner, Serial Entrepreneur
14:45Driving the Digital Enterprise Handlungsfelder und Positionierung der Digitalisierung im Kontext zu Industrie 4.0
Leonhard Muigg, Siemens AG
15:15Industrie 4.0 - "Mehr Spinner braucht das Land"
Rainer Stetter, ITQ GmbH
15:45Pause
16:15Industrie 4.0 - "Fluch oder Segen". Wo stehe ich als Mensch im "Internet der Dinge"?
Siegmar Thomas, Alphagate GmbH
16:45 Digitale Produkt- und Prozessdaten in Industrie 4.0 Umgebungen
Jens Schumacher, FH Vorarlberg
17:15Smart Data - Intelligente Datennutzung  im Maschinen-/Anlagenbau
Martin Greif, Bachmann Electronic GmbH
17:45 Ausklang im Cafe Schräg


Kontaktperson
Monika Gmeiner
T +43 5572 792 3500
monika.gmeiner@fhv.at

Anfahrt
Wir empfehlen die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da die Anzahl der öffentlichen, kosten pflichtigen Parkplätze beschränkt ist. Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie unter: www.fhv.at/standort

 

 

Kurzfassungen der Vorträge


Leonhard Muigg
Driving the Digital Enterprise - Handlungsfelder und Positionierung der Digitalisierung im Kontext zu Indstrie 4.0
Beim Vortrag wird die Positionierung und der Holistische Ansatz von Siemens zum Thema Industrie 4.0 dargestellt. Weiters werden Anwendungsszenarien und Anwendungsbeispiele aufgezeigt. Dazu wird auch die Wichtigkeit des richtigen Datenmodells und die Abhängigkeit der Integration der richtigen Werkzeuge in die verschiedenen Prozesse. Auch wird darauf eingegangen, dass es beim Thema Digitalisierung auch verschiedene Ebenen der Informationsbereitstellung geben muss.

Rainer Stetter

Industrie 4.0 - "Mehr Spinner braucht das Land"  
Dass sich weltweit sowohl politisch als auch wirtschaftlich vieles bewegt, ist nicht mehr zu leugnen. Die Veränderung wird spürbar und das nicht zuletzt für die Industrie. Ausgerechnet die Kernkompetenzen, das Engineering und Manufacturing und die gesamte Automobilindustrie, werden bedroht. Und die Bedrohung hat einen Namen: Industrie 4.0 oder besser gesagt Internet of Things.
Im Vortrag werden die neuen Herausforderungen und Chancen von Industrie 4.0 aufgezeigt sowie die notwendigen technologischen Maßnahmen und Rahmenbedingungen für die Zukunft anhand von Beispielen näher erläutert.    


Siegmar Thomas
"Industrie 4.0 – Fluch oder Segen" Wo stehe ich als Mensch im "Internet der Dinge"?
Wettbewerbsfähig durch Digitalisierung der Produktion - der Mensch als Ressource.
Welche Informationen sind in Zukunft für den Menschen wichtig und wie werden diese Informationen übermittelt.
Ich möchte wieder funktionieren - die Diagnose und Fehlerbehebung (Heilung) aus bestehenden Informationen.

Jens Schumacher
Digitale Produkt- und Prozessdaten in Industrie 4.0 Umgebungen
Der Echtzeitaustausch von Informationen ist die Grundlage für eine erfolgreiche Steuerung global verteilter Zulieferketten. Die Übertragung von systemorientierten Daten stößt in diesem Kontext zunehmend an Grenzen. Um eine ganzheitliche informationstechnische Durchdringung für die Implementierung von Industrie 4.0 Konzepten zu erreichen sind deshalb standardisierte Datenmodelle erforderlich, mit denen dann die realen Prozesse und Produkte in der Cloud abgebildet werden. Der Vortrag zeigt auf in wie weit die Prozesse der realen Welt in Zukunft mit der virtuellen Welt verschränkt werden und wie durch erweiterte Produkt- und Prozessdatenmodelle eine neue Fokussierung der Produktion von Systeminformationen zu Produkt- und Prozessinformationen erfolgen kann.

Martin Greif
Smart Data - Intelligente Datennutzung im Maschinen- / Anlagenbau
Moderne Automatisierungstechnik löst komplexe Aufgabenstellungen, die weit über die reine Steuerung der Maschine hinausgehen. Dies erfordert eine ganzheitliche Betrachtung und somit auch die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus. In einem evolutionären Ansatz, der besondere Rücksicht auf Time-to-market und initiale Kosten nimmt, wird dargestellt, wie weitestgehend bestehende Daten einer Maschine optimal genutzt werden können. Dabei geht es vorrangig darum diese Daten weltweit zu erfassen, in Informationen überzuführen und gewinnbringend nutzbar zu machen. Zusätzlich wird dabei dem Engineering des Maschinenbauers die reale Nutzung der Anlage zurückgespielt. Aufgrund der Volatilität dieses Themenkomplexes, insbesondere die sich verändernden Anforderungen, sind Zukunftssicherheit und langfristige Erweiterbarkeit auch zentralen Aufgaben.