Vier bewegte Jahrhunderte
Geschichte Schloss Hofen
1218
Heinrich de Houen, Ministeriale der Grafen von Montfort, erster bezeugter Inhaber des Fronhofes (Curia) "Hofen".
1293
Mit Göswein von Lochen übernimmt ein anderes Dienstmannengeschlecht das Lehen.
Um 1400
Raitenauer scheinen als Lehensinhaber von Lochau-Hofen auf.
1530
Hans Werner III. von Raitenau wird durch König Ferdinand I. mit der Burg Hofen belehnt.
1559
Geburt von Wolf Dietrich von Raitenau in "Lochen", später Fürsterzbischof von Salzburg.
1585
Hans Gaudenz von Raitenau beginnt den Bau des Renaissance-Schlosses (vollendet 1616 von seinem Sohn Hans Werner V.).
1589
Die Raitenauer erhalten die niedere Gerichtsbarkeit auf dem Sitze Hofen.
1647
Der schwedische Feldmarschall Carl Gustav Wrangel benützt Schloss Hofen vor seinem Sturm auf Bregenz kurzfristig als Hauptquartier.
1658
Tod des letzten Raitenauers, Franz Andreas von Raitenau, Vogt der Herrschaft Bregenz 1638 - 1646
1659
Die Reichsgrafen von Königsegg-Rothenfels übernehmen den Besitz. Sie erhalten 1660 auch die Hohe Gerichtsbarkeit im Bereich des Schlosses mit Vorbehalt der landesfürstlichen Hoheit. In weiterer Folge häufiger Wechsel des Lehensinhabers.
1875
Ende des Lehensstatus, das Schloss wird zum Privateigentum erklärt.
1908
Schloss Hofen kommt in den Besitz der Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul aus Zams zur Errichtung eines Heimes für geistig behinderte Kinder. Die Schwestern betreiben in Folge auch eine klösterliche Haushaltungsschule sowie ein Heim für erholungsbedürftige Kinder nach dem Ersten Weltkrieg.
1914 - 1918
Nutzung als Reservelazarett und Erholungsheim für Soldaten des Ersten Weltkriegs. Das Rekonvaleszentenhaus II wurde viele Jahre von Obermedizinalrat Dr. Josef Lipburger betreut. Bereits 1916 fanden auch die ersten Kurse für Kriegsversehrte statt.
1929 - 1936
Ankauf von Schloss Hofen durch das Land Vorarlberg. Es wird dem Kinderrettungsverein zur Verfügung gestellt, der hier die Mädchenabteilung seiner Erziehungsanstalt einrichtet. Diese wird bis 1936 von den Schwestern des hl. Vinzenz geführt.
1942 - 1947
Lazarett und Dienststelle der Deutschen Wehrmacht. Nach Kriegsende Quartier der französischen Besatzung.
1951
Verkauf an zwei Fachgruppen der Kammer der Gewerblichen Wirtschaft. Renovierung und Nutzung als Berufsschule für das Gastgewerbe mit Internat sowie als Hotel im Sommer.
1967
Bezug eines neuen Gebäudes durch die Landesberufsschule für das Gastgewerbe in unmittelbarerer Nachbarschaft des Schlosses.
1972
Rückkauf von Schloss Hofen durch das Land Vorarlberg
1976 - 1981
Sanierung, Renovierung und Adaptierung zu einem modernen Bildungszentrum; Architekt Baurat Dipl.-Ing. Wilhelm Braun, Bregenz.
28. November 1981
Eröffnung als Landes-Bildungszentrum durch Landeshauptmann Dr. Herbert Keßler
1991
Ausgliederung Schloss Hofens in eine gemeinnützige GmbH. Schloss Hofen firmiert als Zentrum für Wissenschaft und Weiterbildung.


