Public Health Governance
Universitätslehrgang der Medizinischen Universität Graz
Das neue postgraduale Studium für Public Health Governance setzt neue Schwerpunkte in der Systemsteuerung und -gestaltung des Gesundheitswesen unter Berücksichtigung der Herausforderungen im regionalen und überregionalen Kontext sowie mit neuer innovativer Didaktik.
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| Beginn: | Herbst 2013 |
| Anmeldeschluss: | 30. April 2013 |
| Dauer: | 6 bzw. 4 Semester, berufsbegleitend |
| Abschluss: |
Master of Science in Public Health Governance (M.Sc. PHG) bzw. Akademische/r Fachexperte/in für Public Health Governance |
| Studienort: | Lochau, Dornbirn (A) |
| News: |
Publikation "Entwicklung und Weiterentwicklung der gesundheitswissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung an der Medizinischen Universität Graz" Noack, H. (2012) (Details im Downloadbereich) |
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Zielgruppe
Der Lehrgang richtet sich an interessierte und engagierte Fachkräfte in drei Bereichen:
- Trägerorganisationen von Gesundheits- und Krankenversorgungsleistungen: ambulante Versorger, Krankenhäuser, Pflegedienste, Rehabilitationseinrichtungen, Organisationen und Netzwerke für Gesundheitsförderung, Primärprävention, Gesundheitsinformation, Gesundheitserziehung und -bildung sowie gesundheitsnahe Organisationen.
- Steuerung und Finanzierung: Regierungen und Regierungsämter, wissenschaftliche Fördereinrichtungen, öffentliche und soziale Organisationen zur Förderung der Gesundheit und Weiterentwicklung des Gesundheitssystems, Krankenkassen und EU-Fachstellen.
- Forschung, Bildung und Ausbildung: Universitäten, Fachhochschulen und wissenschaftliche Fachinstitute im universitären und Hochschulbereich, Einrichtungen der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, Aus- und Weiterbildungsstudiengänge im Gesundheitssystem und in gesundheitsnahen Organisationen.
Zielsetzung
Der Universitätslehrgang dient der Entwicklung von Governance-Potenzialen und Governance-Strukturen in der Kranken- und Pflegeversorgung und in der Gesundheitsförderung und primären Prävention. Lehrgangsziele sind
- die Befähigung zur Identifikation und Interpretation von Governance-Problemen, Defiziten und Bedarfslücken
- die Befähigung zur Planung von wirksamen Strategien und Maßnahmen zur Entwicklung nachhaltiger Governance-Potenziale und Strukturen
- die Befähigung zur Umsetzung von Strategien und Maßnahmen nachhaltiger Governance in den Zielbereichen der Kranken- und Pflegeversorgung oder der Gesundheitsförderung und primären Prävention, Systementwicklung und -gestaltung im Gesundheitsbereich.
Lehrinhalte beider Ausbildungsvarianten
- Studienabschnitt A: Grundlagen von Public Health
Modul 1: persönliches Kennenlernen, Einführung in die Multidisziplin Public Health und ihre Herausforderungen.
Modul 2: Wissenschaftliche und methodische Kernkompetenzen in den Gesundheitswissenschaften einschließlich der Versorgungs- und Gesundheitssystemwissenschaften.
Modul 3: Einführung in die politik- und rechtswissenschaftlichen Grundlagen, Funktionen und Formen von Governance.
- Studienabschnitt B: Systeme der Kranken- und Pflegeversorgung
Modul 4: Geschichte der Kranken- und Pflegeversorgung einschließlich der Laien- und Selbstversorgung, Einführung in die verschiedenen Formen und Strukturen von Public Health Governance in der Laien- und Selbstversorgung im häuslichen Kontext, in der ambulanten Versorgung im kommunalen Kontext und in der stationären Versorgung in Krankenhäusern, Kur- und Pflegheimen und Hospizen.
Modul 5: Herausforderungen von Governance im Krankenversorgungs- und Pflegebereich als Grundlage problembasierten Lernens anhand von realen Fällen aus volks- und betriebswirtschaftlicher Perspektive, aus rechts- und politikwissenschaftlicher Perspektive und auf der Grundlage von system- und versorgungswissenschaftlichen Governance-Modellen für den gesamten Versorgungsbereich.
- Studienabschnitt C: Systeme der Gesundheitsförderung und primären Prävention
Modul 6: Geschichte der Gesundheitsförderung und primären Prävention einschließlich Gesundheitserziehung und Gesundheitsbildung, Einführung in die verschiedenen Formen und Strukturen von Public Health Governance in der Gesundheitserziehung und Gesundheitsbildung, in der Gesundheitsförderung in kommunalen, schulischen und betrieblichen Settings, in Krankenhäusern und in der primären Prävention von übertragbaren und nichtübertragbaren Krankheiten.
Modul 7: Herausforderungen von Governance in der Gesundheitsförderung und primären Prävention als Grundlage problembasierten Lernens anhand von realen Fällen aus volks- und betriebswirtschaftlicher Perspektive, aus rechts- und politikwissenschaftlicher Perspektive und auf der Grundlage von system- und versorgungswissenschaftlichen Governance-Modellen für den gesamten Gesundheitsbereich.
- Studienabschnitt D: Governance der Systementwicklung und Koordination im Gesundheitssystem (Masterprogramm)
Modul 8: Wissenschaftlich fundierte, handlungsleitende Systemdiagnose des regionalen und des österreichischen Gesundheitssystems im europäischen Vergleich aus gesundheitswissenschaftlicher, gesundheitsökonomischer und gesundheitspolitischer Sicht. Analyse und Diskussion der Alltags- und Laiensysteme und Entwicklungsbedarf von Governance in der Kranken- und Pflegeversorgung und in der Gesundheitsförderung und primären Prävention.
Modul 9: Intensive problembasierte Fallarbeit in Arbeitsgruppen. Die umfassenden Fallszenarien beziehen sich auf die Governance-Potenziale und Governance-Strukturen in sieben Kernbereichen moderner Gesundheitspolitik:
- Förderung gesunder Lebensstile in der Bevölkerung
- Förderung der Gesundheitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen
- Förderung der Gesundheitsentwicklung von älteren und alten Menschen
- Förderung von Strategien zur Reduzierung der Krankheitslast infolge chronischer Krankheiten
- Förderung einer bedarfsorientierten, qualitätsgerechten und koordinierten Krankenversorgung
- Förderung einer bedarfsorientierten, qualitätsgerechten und koordinierten Pflegeversorgung
- Förderung von Gesundheit in allen Politikbereichen (Health in All Policies)
Aus diesen Kernbereichen wählen die Studierenden drei aus, die sie in Kleingruppen bearbeiten. Jedes dieser Teilsysteme wird einer differenzierten Problemanalyse und -diagnose unterzogen, gefolgt von einer fundierten Planung kapazitätsbildender und gesundheitspolitischer Governance-Prozesse. Daran schließen sich realistische Umsetzungsszenarien an, einschließlich der Entwicklung von Indikatoren und Monitoringsystemen zur evidenzgestützten Steuerung und Ergebnisevaluation.
Ausbildungsvariante "Akademische/r Fachexperte/in"
- Dauer: 4 Semester, berufsbegleitend (Präsenzphase 3 Semester), 60 ECTS
- Zugangsvoraussetzungen: Abschluss einer Berufsausbildung im Gesundheits- oder Bildungswesen und mindestens 3 Jahre Berufserfahrung und
erfolgreiche Absolvierung von Weiterbildungsangeboten.
- Studienabschnitte:
A. Wissenschaftliche Grundlagen von Public Health Governance
B. Systeme der Krankenversorgung und Pflegeversorgung
C. Systeme der Gesundheitsförderung und primären Prävention
Projektstudium: Verfassen der Abschlussarbeit
- Abschluss: Akademische Fachexpertin für Public Health Governance bzw. Akademischer Fachexperte für Public Health Governance; Zeugnis der Medizinischen Universität Graz
Medizinische Universität Graz - Kurzfassung
Ausbildungsvariante "Master of Science in Public Health Governance (M.Sc. PHG)"
- Dauer: 6 Semester, berufsbegleitend (Präsenzphase 4 Semester), 90 ECTS
- Zugangsvoraussetzungen: Abschluss eines international anerkannten, mindestens dreijährigen Hochschulstudiums (Bakkalaureat, Master, Magister, Doktorat) und Berufserfahrung im Gesundheitssystem von mindestens 2 Jahren.
- Studienabschnitte:
A. Wissenschaftliche Grundlagen von Public Health Governance
B. Governance der Krankenversorgung und Pflegeversorgung
C. Governance der Gesundheitsförderung und primären Prävention
D. Governance der Systementwicklung und Koordination im Gesundheitssystem
Projektstudium: Verfassen der Masterarbeit
- Abschluss: Master of Science in Public Health Governance, abgekürzt M.Sc. PHG, Zeugnis der Medizinischen Universität Graz
Medizinische Universität Graz - Kurzfassung
Wissenschaftliche Leitung
em. Univ.-Prof. Dr. Horst Noack Ph.D.
ehemaliger Vorstand des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie an der Medizinischen Universität Graz Präsident der European Public Health Association (EUPHA) und der Österreichischen Gesellschaft für Gesundheitswissenschaften und Public Health (ÖGPH). Mitglied des Fachbeirates des Fond Gesundes Österreich
Organisatorische Leitung
Dr. Günter Diem MPH
niedergelassener Arzt für Allgemeinmedizin, Präsident der Vorarlberger Gesellschaft für Public Health (VGPH)
MMag. Rainer Längle
Volkswirt und Wirtschaftspädagoge, Studienbetriebsleiter des Masterprogramms bzw. akademischen Fachexpertenprogramms.
Lehrgangsgebühren
- Master of Science (M.Sc. PHG): EUR 16.600,00 (vorbehaltlich etwaiger Änderungen)
- Akademisches Fachexpertenprogramm: EUR 11.700,00 (vorbehaltlich etwaiger Änderungen)
- ÖH-Beitrag: EUR 17,50 pro Semester
Die Lehrgangsgebühren sind in zwei Tranchen jeweils vor Beginn des Lehrgangs sowie vor Beginn des 3. Semester zu bezahlen.
Förderungen
- Bildungszuschuss: 1/3 der Lehrgangsgebühr, max. EUR 2.200,00 (Akademiker ausgenommen). Nähere Informationen unter www.bildungszuschuss.at oder T +43 (0)5522 306 1616
- Stipendienprogramm des Fonds Gesundes Österreich - FGÖ
derzeit EUR 6.000,-, wenn die Masterarbeit im Bereich Gesundheitsförderung verfasst wird. Details sind beim FGÖ erhältlich (Vorbehaltlich etwaiger Änderungen!)
- Steuerliche Absetzbarkeit - Details
- Wissenskooperation mit den Raiffeisenbanken. Zinsloses Darlehen für die Dauer des Lehrgangs. Nähere Infos
Lehrgangsorte
Schloss Hofen, Lochau
FH Vorarlberg, Dornbirn
Beginn
Herbst 2013
Anmeldeschluss
30. April 2013
Veranst.-Nr.
40132001
Lehrgang Public Health MPH / Graz
Der Universitätslehrgang Public Health MPH - Management in der Krankenversorgung und Gesundheitsförderung der Medizinischen Universität Graz ist ein Partnerlehrgang des neuen Universitätslehrgangs Public Health Governance M.Sc. PHG.
Nähere Infos und Details
http://public-health.meduni-graz.at/
AKTUELL: Summer School des Lehrgangs in Graz im September 2013: Infos www.medunigraz.at/EbPHsummerschool2013
Links
HEIDI Wiki (Health in Europe: Information and Data Interface)
Anmeldung zum Masterprogramm bzw. Fachexpertenprogramm
Für die Zulassung (beide Ausbildungsvarianten) gelten folgende Voraussetzungen:
- ausgefüllter Anmeldebogen inkl. Dokumente
- Nachweis des akademischen Abschlusses (bei dem Masterprogramm)
- Nachweis von akademischen Weiterbildungsmaßnahmen (beim Fachexpertenprogramm)
- Motivationsschreiben (max. 1 DIN-A4 Seite)
- Empfehlungsschreiben Arbeitgeber (vorzugsweise)
- persönliches Aufnahmehearing mit der Wissenschaftlichen Leitung und Studienbetriebsleitung
Übermittlung der Anmeldedokumente an MMag. Rainer Längle
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Weitere Infos (Terminpläne, Curriculum etc.) sind über die Informationsanforderung erhältlich.
Senden Sie mir bitte weitere Informationen:
Auszug aus den bisherigen Masterarbeiten:

