Die FH Vorarlberg hat im Rahmen des Rektorstags am 5. Juni zum ersten Mal den Erwin-Gächter-Förderpreis vergeben. Der Preis ging an den Mechatronik-Studenten Martin Werth. Stifter des Preises sind Hermine Zass-Gächter und Dr. Engelbert Zass. Der Förderpreis ist mit 3.000 Euro dotiert und soll ab sofort jährlich vergeben werden.

 

Dem Dornbirner Ehepaar Hermine Zass-Gächter und Dr. Engelbert Zass ist bewusst, dass Studierende mit wenig finanziellem Rückhalt erschwerte Bedingungen im Studium haben. Aus diesem Grund möchten sie förderungswürdige Studierende finanziell unterstützen und haben den „Erwin-Gächter-Förderpreis“ ins Leben gerufen. Der Förderpreis soll an Studierende der FH Vorarlberg vergeben werden, die einen außergewöhnlichen Lebenslauf aufweisen, hoch motiviert sind und sehr gute Leistungen erbringen, ohne dass ihnen das sozusagen schon in die Wiege gelegt wurde. Bachelor- und Masterstudierende können sich mit einem Motivationsschreiben und ihrem Lebenslauf für den Preis bewerben.

Zweiter Bildungsweg
In diesem Jahr wurde der Preis an den Studenten Martin Werth verliehen. Der Tiroler studiert im ersten Semester im Bachelorstudiengang Mechatronik. Er wurde aus insgesamt 14 BewerberInnen ausgewählt. Ausschlaggebend war sein Werdegang: Nach einer Lehre als Elektroinstallationstechniker und einigen Jahren Berufserfahrung in diesem Bereich absolvierte er die Zusatzprüfung an der FH Vorarlberg und Schloss Hofen, um den Hochschulzugang zu erwerben. Seit September 2017 studiert der 29-Jährige an der FH Vorarlberg Mechatronik. Martin Werth freut sich sehr über diese Anerkennung: „Ich habe eigentlich überhaupt nicht damit gerechnet, für diesen Preis ausgewählt zu werden. Meine aktuelle Situation und den damit verbundenen Aufwand für mein Studium scheint die Jury aber überzeugt zu haben. Ich freue mich sehr über diese Wertschätzung und bin nun motivierter denn je, mein Bestes zu geben. Ich danke der Familie Zass vielmals für diese Unterstützung und freue mich ein Teil des Gedenkens an Erwin Gächter zu sein.“

Werth erhält insgesamt 3.000 Euro Förderbeitrag. Die jeweiligen Teilbeträge werden ihm im zweiten, vierten und sechsten Semester ausbezahlt.

Andenken an Vater
Hermine Zass-Gächter und ihr Mann haben den Preis namentlich ihrem Vater bzw. Schwiegervater Erwin Gächter gewidmet. Erwin Gächter war das zweitjüngste von insgesamt fünf Kindern. Ihm war es durch die damalige familiäre Situation nicht möglich, eine Matura bzw. einen Hochschulabschluss zu absolvieren. „Wir möchten mit dem Förderpreis einen finanziellen Beitrag leisten, der es den ausgewählten Studierenden erleichtern soll, den angestrebten Studienabschluss zu erreichen“, erklärt das Ehepaar Zass die Beweggründe.

„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der Familie Zass und möchten uns dafür herzlich bedanken. So ist es uns möglich, Studierende mit einem besonderen Werdegang zu fördern“, zeigt sich Prof. (FH) Dr. Tanja Eiselen, Rektorin der FH Vorarlberg, erfreut.

Der Erwin-Gächter-Förderpreis wird ab sofort jedes Jahr im Rahmen des Rektorstag an der FH Vorarlberg verliehen.

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