„Hochleveln“ kann man sich nicht nur bei Spielen, sondern auch bei Ausbildungen. Michael Mätzler aus Koblach hat dies mit seinem Masterstudium Mechatronics an der FH Vorarlberg geschafft.

Mit 14 hat sich Michael Mätzler für eine technische Ausbildung entschieden: „Ich bin in der HTL in den Zweig Elektronik und technische Informatik gegangen. Nach der Matura war klar, dass ich im Bereich Elektronik bleiben möchte und habe mich an der FH Vorarlberg für den Studiengang Elektrotechnik Dual beworben.“

Der duale Studiengang verbindet ein Hochschulstudium mit einer praktischen Ausbildung in einem Unternehmen. „Das erste Studienjahr ist komplett an der FH Vorarlberg. In dieser Zeit lernt man die Grundlagen. Als HTL-Absolvent hat man einen gewissen Startvorteil und es können bestimmte Fächer angerechnet werden“, erzählt Mätzler. Nach diesem Einstiegsjahr bewerben sich die Studierenden bei einem der 50 Partnerunternehmen von Elektrotechnik Dual. Dieses Unternehmen übernimmt dann Teile der praktischen Ausbildung. Dazu wechseln die Studierenden im 3-Monats-Zyklus zwischen der FH Vorarlberg und dem Unternehmen. Bei Michael Mätzler war das Ausbildungsunternehmen ThyssenKrupp Presta in Liechtenstein. „Ich konnte in meinen Praxisphasen zum Beispiel Roboter programmieren und neue Produktionsprozesse entwickeln. Meine Bachelorarbeit war dann eine Sicherheitsschaltung für Elektroautos.“ Mit diesen realen Projekten lernen die Studierenden das theoretische Wissen praktisch anzuwenden - direkt in der betrieblichen Praxis.

Dazu kommen Teamerfahrungen und Projektmanagement. Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Franz Geiger sieht darin einen der großen Vorteile des dualen Studienmodells: „Theorie und Praxis sind bei uns optimal verbunden. Die Studierenden lernen sozusagen in Echtzeit und unter realen Bedingungen Projekte umzusetzen. Trotzdem haben sie keine Doppelbelastung, wie es beispielsweise in berufsbegleitenden Ausbildungen der Fall ist. Und was noch dazu kommt: Unsere Studierenden sind ab dem dritten Semester bei ihrem Ausbildungsunternehmen angestellt und bekommen ein monatliches Gehalt. Dadurch ist dieses Studium auch für jene Personen möglich, die bereits auf ein eigenes Einkommen angewiesen sind."

Drittes Level angegangen
Im Herbst dieses Jahres hat Michael Mätzler sein Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen. Nach der HTL war somit das zweite Level erreicht. Doch das war für den 23-Jährigen noch nicht genug. „Im Laufe des Bachelorstudiums merkt man, dass es noch viel mehr zu lernen gibt. Und auch, in welche Richtung es einen zieht. Mich hat die Mechatronik fasziniert.“ Seit Oktober studiert Mätzler deshalb im Masterstudiengang Mechatronics, ebenfalls in Dornbirn. „Ich wollte an der FH Vorarlberg bleiben, da wir hier wirklich eine hervorragende Ausstattung haben. Das wurde mir so richtig bewusst, als ich in meinem Auslandssemester in Finnland war. Die Hochschule dort konnte bei weitem nicht mit der FH Vorarlberg mithalten.“

Mit dem Bachelorabschluss stehen den Studierenden an der FH Vorarlberg verschiedene weiterführende Masterprogramme offen. Darüber hinaus gibt es in den einzelnen Studiengängen die Möglichkeit, Fächer und Vertiefungsrichtungen von anderen Fachrichtungen zu wählen. Dadurch wird eine höchstmögliche Individualität der Ausbildungen gewährleistet. Die Studierenden können nach Interessen und beruflichen Aspekten ihr persönliches Portfolio erarbeiten.

Michael Mätzler ist mit seinem Masterstudium Mechatronics bereits auf dem dritten Level der technischen Ausbildungen angelangt und es werden ihm nach seinem Abschluss viele Türen offenstehen. „Mal sehen, was dann noch kommt.“ Mehr Infos zum Studium Elektrotechnik Dual und Mechatronics.

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