Die FH Vorarlberg kooperiert schon seit einigen Jahren mit zahlreichen Vorarlberger Schulen. Neben den allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) arbeitet die FH Vorarlberg auch sehr intensiv mit den Höheren Technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalten (kurz HTL) in Vorarlberg zusammen. Seit 2015 kommen die SchülerInnen der HTLs zu wissenschaftlichen Workshops an die FH Vorarlberg.

Eine Zusammenarbeit zwischen der FH Vorarlberg und den drei Vorarlberger HTLs besteht schon lange. Im Jahr 2014 wurde diese jedoch weiter intensiviert. Seither gibt es jährliche Koordinationstreffen, um die bestehenden und künftigen Projekte zu besprechen. Gemeinsames Ziel ist die Ausbildung technikinteressierter junger Menschen – diese soll optimal abgestimmt sein. "Bei diesen Treffen bekommen wir einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen in der jeweiligen Institution. So bleiben wir in gutem, regelmäßigem Kontakt und haben klare Ansprechpersonen für Anliegen und Ideen", erklärt Dr. Johannes Steinschaden, Mechatronik-Studiengangsleiter an der FH Vorarlberg.

Intensiver Austausch
Während des Jahres finden zahlreiche SchülerInnenprojekte und Workshops statt. Es gibt beispielsweise Vorlesungseinheiten zum Thema "Quantenphysik" in den Hörsälen der FH Vorarlberg. Auch Workshops in den Laboren der FH Vorarlberg werden direkt in den Unterricht eingebaut: "Trotz sehr guter Ausstattung der HTLs in Vorarlberg, können wir in unserem Robotik- oder Elektroniklabor oft zusätzliche Komponenten und Highlights bieten", erläutert Dr. Claudia Franceschini, Schulkoordinatorin der FH Vorarlberg. Die Hochschule nimmt außerdem an Netzwerkabenden, Jobmessen und am Elektronikforum der HTLs teil.

Wissenschaftliche Workshops
Wie alle MaturantInnen müssen auch die SchülerInnen der HTL Bregenz, Dornbirn und Rankweil eine wissenschaftliche Arbeit - eine sogenannte Diplomarbeit mit technischem Fokus - in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen schreiben. Um sie optimal darauf vorzubereiten, besuchen seit 2015 auch die HTL-SchülerInnen der 4. Klassen wissenschaftliche Workshops an der FH Vorarlberg. In diesen Workshops lernen sie, wie sie am besten an ihr Thema herangehen: Was ist wichtig? Wie sollte eine wissenschaftliche Arbeit aufgebaut sein? Wie wird richtig zitiert? Aber auch wie wichtig der Zeitplan und ein gutes Projektmanagement beim Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit ist. In der Bibliothek der Hochschule wird ihnen anschließend gezeigt, wo und wie sie die richtige Literatur für ihre Arbeit finden. Der Service der Bibliothek der FH Vorarlberg steht generell für alle SchülerInnen kostenlos zur Verfügung. Insgesamt 330 SchülerInnen der drei HTLs in Vorarlberg nehmen in diesem Jahr an den Workshops teil. Von März bis April besuchten bereits 1.000 AHS-SchülerInnen die vorwissenschaftlichen Workshops.

Solche und viele andere Maßnahmen sollen junge Menschen für eine Weiterbildung in Technik und Wissenschaft begeistern und ihnen die hervorragenden Möglichkeiten an der FH Vorarlberg näherbringen. Wie man an den heurigen BewerberInnenzahlen sieht auch mit Erfolg: Noch nie war das Interesse an einem Studium an der FH Vorarlberg so groß wie in diesem Jahr. Mit 1.126 zugangsberechtigten Bewerbungen konnte die Steigerung der vergangenen Jahre nochmals getoppt werden. Und gerade in den technischen Studiengängen wurden hervorragende Bewerbungsquoten erreicht. Allein für den Bachelorstudiengang Informatik gingen für kommenden Herbst 81 Bewerbungen auf bislang 35 Anfängerstudienplätze ein. Die FH Vorarlberg schafft deshalb kurzfristig 30 zusätzliche Studienplätze und startet im Herbst 2018 mit 65 Studierenden im Bachelorstudiengang Informatik. "Gemeinsam erreichen wir mehr" ist das Motto der FH Vorarlberg - in Zeiten eines großen Fachkräftemangels umso wichtiger. 

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