Umfrage bestätigt sehr gutes Image der Fachhochschulen. 84 Prozent der Befragten sind vom hohen Stellenwert der Hochschul-Ausbildung überzeugt.

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Fachhochschulen punkten mit hoher Praxisnähe, ihren Kontakten zu Wirtschaft und Gesellschaft, der Aktualität der Inhalte und dem großen Engagement der Lehrenden. Die zeitlich strukturierte Organisation führt dazu, dass 72 Prozent der Studierenden davon ausgehen, ihr Studium in der Mindestzeit zu beenden – im Gegensatz dazu glauben dies nur 24 Prozent der Studierenden an Universitäten. Dies ergab eine Befragung von 3200 Personen – davon 250 in Vorarlberg -, durchgeführt vom Institut für empirische Sozialforschung (IFES) im Auftrag der Fachhochschulkonferenz Österreich. Damit genießen Fachhochschulen ein sehr gutes Image. 84 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind vom hohen Stellenwert einer Ausbildung auf Hochschulniveau überzeugt.

Fachhochschulen führend
Der allgemeine Eindruck unter den abgefragten Bildungseinrichtungen in Österreich fällt für Fachhochschulen am besten aus. 69 Prozent der Befragten haben einen (sehr) guten Eindruck von Fachhochschulen, gefolgt von Universitäten (65 Prozent, sehr guter und guter Eindruck) und berufsbildenden höheren Schulen (64 Prozent). Stefan Fitz-Rankl, Geschäftsführer der FH Vorarlberg, erläutert: „Die Umfrageergebnisse gelten für Vorarlberg im Besonderen. Wir kooperieren stark mit der heimischen Wirtschaft und Gesellschaft. Das zeigt die intensive Zusammenarbeit mit den neun starken Partnern Liebherr, ThyssenKrupp Presta, inet-logistics, Bachmann Electronics, Blum, illwerke VKW, Zumtobel Group, Hirschmann Automotive und Doppelmayr. Zudem dürfen wir auf 53 Ausbildungspartner in der Elektrotechnik verweisen. Vorarlberg ist ein wirtschaftsstarkes Land und unsere Studierenden profitieren davon und umgekehrt.“ Der Praxisbezug im Studium ist zudem durch die externen Dozierenden, die direkt aus der regionalen Wirtschaft kommen, gegeben. Dies unterscheidet die Fachhochschule deutlich von einer Universität.

Sehr gute Organisation
Die Organisation des Studiums an Fachhochschulen (Aufnahmeverfahren, Absolvierung in einer vorgegebenen Zeit, Begrenzung der Studienplätze) finden 86 Prozent der Befragten (sehr) gut. FH-AbsolventInnen bewerten die Organisation des Studiums wesentlich besser als Universitäts-AbsolventInnen (94 Prozent vs. 68 Prozent). Die Informationen und allgemeinen Rahmenbedingungen des Studiums werden ebenfalls sehr gut bewertet. 82 Prozent der FH-AbsolventInnen fühlen sich sehr gut informiert (vs. Universitäts-AbsolventInnen mit 60 Prozent).

Kontakt zu Unternehmen
Jeder FH-Studierende hat schon im Laufe des Studiums Kontakt zu Unternehmen. Für die Summe aller Vorarlberger Studierenden (Uni und FH) liegt laut IFES dieser Wert bei 73 Prozent. Anna Fitsch, Bachelorstudentin Gesundheits- und Krankenpflege, hat ein Praktikum auf der Station für Innere Medizin im Krankenhaus Bludenz absolviert: „Ich habe einen sehr spannenden Einblick erhalten und wurde von den dort tätigen Pflegepersonen gut beim Erreichen meiner Praktikumsziele unterstützt.“ Mechatronik-Student Martin Werth blickt auf ein Praktikum bei Blum zurück. „Das war sehr wertvoll und hat mir super gefallen“, betont der gelernte Elektriker.

Gefragte Arbeitskräfte
Ein Großteil der AbsolventInnen hat schon bei der Sponsion eine fixe Jobzusage. „Studieren, wo die Jobs sind“ ist nicht nur ein Slogan an der FH Vorarlberg, sondern Realität. „Vor allem auch, weil die anderen nach unseren Erfahrungswerten innerhalb von acht Wochen nach der Sponsion auch eine Jobzusage haben. In Summe haben also 98,5 Prozent aller Absolventinnen und Absolventen der FH Vorarlberg spätestens zwei Monate nach der Sponsion eine Arbeitsstelle. Das ist ein absoluter Rekordwert”, betont Fitz-Rankl.

Modern und innovativ
Der hohe Beschäftigungsgrad ist ein Zeichen der Akzeptanz durch die Vorarlberger und die regionale Wirtschaft. Die IFES-Studie bestätigt eine gute Bewertung durch die Studierenden: 74 Prozent bzw. drei von vier Absolventinnen und Absolventen der Vorarlberger Befragten würden sich wieder für ein Studium an einer Fachhochschule entscheiden. Das abgefragte Eigenschaftsprofil von Fachhochschulen und Universitäten fällt deutlich zugunsten der Fachhochschulen aus. Sie gelten als modern und innovativ, zielgerichtet, arbeitsmarktrelevant und bieten gute Berufsaussichten. Die FH Vorarlberg orientiert sich dabei am Bedarf der Wirtschaft. So wurde im Herbst 2018 der international ausgerichtete Master-Studiengang International Management & Leadership sowie der Bachelorstudiengang Gesundheit- und Krankenpflege eingeführt. Im September 2019 startet erstmals das zukunftsorientierte Bachelorstudium Digital Innovation.

Die Studie ist downloadbar auf der Homepage der FHK: www.fhk.ac.at/

 

 

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