Migration und die daraus resultierende heterogene Zusammensetzung unserer Bevölkerung stellt nicht nur die Politik vor große Herausforderungen. Auch die Soziale Arbeit ist mit den daraus resultierenden, komplexen sozialen Problematiken konfrontiert.

Vom 8. – 10. Oktober findet zum ersten Mal die ERIS-International Social Work Conference an der FH Vorarlberg statt. ExpertInnen aus 11 Nationen beschäftigen sich mit dem Thema Social Justice and Diversity – Models in Social Work.

Das Thema Migrationsgesellschaft und die daraus resultierenden Gerechtigkeitsfragen sind allgegenwärtig in den Medien, in den Schulen, im öffentlichen Raum: „Die Soziale Arbeit ist seit jeher ein Spiegel der gesellschaftlichen Probleme“, weiß Hochschullehrerin Doris Böhler, die die ERIS-Konferenz organisiert. „Migration hat nicht nur zu verstärktem Rassismus geführt, sie stellt auch viele soziale Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser oder Beratungsstellen vor neue Herausforderungen. Wir haben uns deshalb für das Thema ‚Social Justice and Diversity – Models in Social Work’ für unsere Konferenz entschieden.“

Hochkarätige Keynote-Speaker

  • Prof. Walter Lorenz aus Bozen ist Experte zum Thema Soziale Arbeit im politischen Spannungsfeld.
  • Prof. Martina Tissberger aus Linz spricht zum Thema Soziale Arbeit in Zeiten des Anti-Muslimischen Rassismus.
  • Prof. Nivedita Prasad aus Berlin ist Menschenrechtsexpertin.
  • Prof. Anna Gupta aus London spricht zum Thema Soziale Gerechtigkeit.
  • Prof. Johanna Hefel aus Dornbirn beschäftigt sich mit dem Thema Verlust und Tod in der Migrationsgesellschaft.

Neben den fünf Keynotes werden an den zwei Tagen ExpertInnen aus 10 europäischen Ländern und aus Kanada in 30 Fachvorträgen ihre aktuellen Forschungsergebnisse präsentieren. Vor allem PraktikerInnen und junge WissenschaftlerInnen sind zum internationalen Austausch geladen. Doris Böhler sieht darin eine einmalige Chance: „Für die BesucherInnen bietet die Tagung einen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung und in den fachlichen Diskurs verschiedener europäischer Länder sowie Kanadas. Da Migration die Bevölkerung in allen europäischen Ländern hat heterogener werden lassen, sind auch die daraus resultierenden sozialen Fragestellungen sehr ähnlich. Das heißt, die Soziale Arbeit kann von dem intensiven Austausch miteinander lernen und gemeinsam Lösungen entwickeln.“

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