Wie kann ein Lernraum der Zukunft aussehen? Welche Wohlfühlfaktoren braucht es? Wie sollte das Klassenzimmer von morgen ausgestattet sein? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt „Lernraum der Zukunft“ der FH Vorarlberg, des Vereins Amazone und des Büros für nachhaltige Kompetenz B-NK. Aber vor allem beschäftigten sich auch die Kinder und Jugendlichen selbst mit diesen Fragen. Insgesamt 16 Vorarlberger Schulen und Kindergärten nahmen am Projekt teil. Mitte Juni wurden die Ergebnisse an der FH Vorarlberg präsentiert.

Kinder und Jugendliche verbringen einen großen Teil ihrer Zeit im Alltag in Institutionen wie Kindergärten und Schulen. Die Planung und Gestaltung dieses Lebensraumes ist etwas, das sie im Regelfall als gegeben und von der Erwachsenenwelt vorgegeben empfinden. Nur selten werden sie direkt mit einbezogen. Dass sich Kinder und Jugendliche beim Lernen wohlfühlen, ist aber grundlegende Voraussetzung für Lernerfolg, ein gutes Klassenklima und die Motivation Neues zu lernen. Aus diesem Grund beschäftigt sich das Forschungszentrum Nutzerzentrierte Technologien der FH Vorarlberg mit diesem Thema. Projektpartner sind der Verein Amazone und das Büro für nachhaltige Kompetenz B-NK. Das Forschungsprojekt soll jungen Menschen vor allem erlebnisorientierte und chancengerechte Zugänge zu Technik und Forschung ermöglichen.

Eigene Bedürfnisse
„Kinder und Jugendliche können sehr davon profitieren, wenn sie selbst ihren Lernraum der Zukunft erstellen, der ihre eigenen Bedürfnisse gut abbildet. Die Entwürfe der Kinder und Jugendlichen haben zugleich das Potenzial, als Grundlage für die Praxis zu fungieren“, erklärt die Projektkoordinatorin der FH Vorarlberg Mag. Isabella Hämmerle. Das Projekt entwickelt gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen, neue Methoden zur technologischen und raumgestalterischen Entwicklung eines altersgerechten Lernraums. Sie haben dabei die Möglichkeit einen vollständigen Entwurfsprozess mitzudenken und selbstständig – theoretisch, aber auch praktisch (z.B. durch den Bau von Modellen und Prototypen) – zu erarbeiten. Durch den starken Bezug zu ihrem eigenen Lebenskontext als SchülerIn oder Kindergartenkind entsteht eine zusätzliche Motivation, sich auf diesen Prozess einzulassen und Wissen aufzubauen.

Module, Workshops und Exkursionen
Konkret umfasste die Konzeptionierung des Lernraums der Zukunft planungsrelevante Fachbereiche wie (Innen-)Architektur, Raumgestaltung, Design, Lichtgestaltung oder Freiraumplanung. Aber auch technologische Disziplinen wie Information, User-Interfaces oder Smart Home wurden berücksichtigt.

Kern des Projekts ist die Modulsammlung, mit der die teilnehmenden Bildungseinrichtungen selbstständig arbeiten konnten. Aber auch buchbare Workshops und Exkursionsvorschläge sind dort enthalten. Insgesamt 16 Vorarlberger Schulen und Kindergärten haben sich am Projekt beteiligt. Sie haben mit den Kindern und Jugendlichen Vorschläge für einen Lernraum der Zukunft gestaltet.

Die Ideen wurden im Juni im Rahmen einer Veranstaltung an der FH Vorarlberg präsentiert.

Nach einer Begrüßung durch die Rektorin der FH Vorarlberg Tanja Eiselen und Projektleitung Sabrina Masal vom Verein Amazone konnten die vielfältigen Projektergebnisse angesehen und diskutiert werden.

Detaillierte Informationen: www.lernraumderzukunft.at

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