Die Umweltagung des Vereins für Ökologie und Umweltforschung fand heuer am 4. und 5. Oktober 2018 unter dem Titel „Effizienz und Big Data in der Energiewirtschaft" in Vandans, Montafon statt.

Abbildung: Demand Side Management

In seinem Vortrag „Smart Boiler = Efficient Boiler“ ging Kepplinger insbesondere auf die intelligente (smarte) Steuerung der elektrisch-betriebenen Warmwasserspeichern (Boiler) ein, um etwa die Integration dezentraler Erzeugungsanlagen wie PV zu unterstützen. Er gab Einblick in die wissenschaftliche Forschung zu diesem Thema und im Speziellen zu den Arbeiten des Forschungszentrums Energie an der FH Vorarlberg, die zeigt, dass die intelligente autonome Steuerung von Speichern gleichzeitig zu einer Effizienzsteigerung führen kann.

Bei verbraucherseitiger Laststeuerung von Speichern wird typischerweise versucht, durch Datenanalyse und Optimierung einen ökonomischen Betrieb zu errechnen und umzusetzen. Die Wirtschaftlichkeit des Speicherbetriebs hängt dabei von der Betreibersicht ab: Zum Beispiel kann der Betrieb versuchen, die Flexibilität am Regelmarkt oder am Spot-Markt wirtschaftlich gewinnbringend zu gestalten, oder der Betrieb des Speichers orientiert sich an der PV-Eigenverbrauchsoptimierung. Ob dies gelingt, hängt davon ab, ob und wie die Steuerung die verfügbaren Daten nützen kann, um das Speicherverhalten zu erfassen und darüber hinaus zu planen. Hierbei stellen Datenanalyse und Data-Mining, sowie datenbasierte Modellbildung die methodischen Grundlagen dar.

 „Jede potentielle Maßnahme zur Unterstützung der Energiewende sollte daran gemessen werden, wie energieeffizient ihre Umsetzung ist“, bringt Peter Kepplinger das Thema Energieeffizienz auf den Punkt und unterstreicht damit gleichzeitig die Bedeutung seines aktuellen Forschungsfeldes.

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