Johanna Fritz studiert „Gesundheits- und Krankenpflege“ an der FH Vorarlberg, weil sie den Kontakt zu Menschen liebt.

Johanna Fritz absolviert während ihres Studiums insgesamt neun Berufspraktika (Foto: Pritzi).

Wenn man Johanna Fritz fragt, warum sie sich für das Studium „Gesundheits- und Krankenpflege“ entschieden hat und nicht für ein Medizinstudium, dann antwortet sie: „Weil die Patienten mit einer Krankenschwester ganz anders reden als mit einer Ärztin. Als Krankenschwester kommt man viel näher an den Menschen heran.“ Diese Erfahrung hat die sympathische Klostertalerin gleich bei ihrem ersten Praktikum im Jänner am Krankenhaus Feldkirch gemacht. „Die Patienten freuen sich, wenn man sagt, dass man Praktikantin ist und erzählen einem gleich eine Menge persönlicher Dinge.“

Der persönliche Kontakt zu Menschen war einer der Hauptgründe für die 20-Jährige, sich für den Bachelorstudiengang „Gesundheits- und Krankenpflege“ zu bewerben. Seit Herbst 2018 wird diese neue Ausbildung an der FH Vorarlberg angeboten. Der Studiengang verbindet Theorie und Praxis in einem ausgewogenen und aufeinander abgestimmten Mix. Johanna Fritz erklärt dies anhand eines Beispiels: „Wir haben in der Vorlesung das Thema EKG durchgenommen und im Praxistraining das Anlegen des EKGs an den Mitstudierenden geübt. Im Praktikum im Krankenhaus bin ich dann beim ersten Mal von einer ausgebildeten Pflegekraft begleitet worden. Erst dann durfte ich alleine ein EKG bei einem Patienten schreiben.“

Dieser nahtlose Übergang von Theorie und Praxis erfolgt im Rahmen einer Ausbildungskooperation mit der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch, der Schule für psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege Rankweil und der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Unterland. Zwei halbe Tage verbringen die Studierenden in deren Praxisräumen. Drei Tage sind sie an der FH Vorarlberg in Dornbirn. Auch dort wechseln sich die Lernmethoden ab: Vorlesungen mit Fallstudien, Projektarbeiten, Planspiele stehen im Stundenplan. „Die Dozentinnen und Dozenten kommen alle aus der Praxis“, berichtet Johanna Fritz.

„Dadurch lernen wir auch in eher trockenen Fächern wie Anatomie oder Hygiene neben der Theorie gleich die praktische Anwendungen. Das macht es so interessant und abwechslungsreich.“ Trotzdem ist der Lernstoff umfangreich und die Klostertalerin nützt die Fahrzeiten im Bus und im Zug für das Lernen. Die Prüfungen im ersten Semester hat sie schon vor dem Praktikum im Jänner erfolgreich abgelegt: „Dadurch habe ich im Praktikum nicht mehr an die Prüfung denken müssen und mich ganz auf das Arbeiten konzentrieren können.“

Insgesamt absolvieren die Studierenden neun Berufspraktika. Im fünften Semester können sie dies in Form eines Auslandspraktikums machen. „Diese Möglichkeit werde ich auf jeden Fall in Betracht ziehen“, blickt die 20-Jährige in die Zukunft. Bis dahin gibt es aber noch viel zu lernen. In insgesamt sechs Semestern erwerben die Studierenden wissenschaftliche, fachliche und persönlichkeitsbildende Kompetenzen für die vielfältigen beruflichen Perspektiven im Gesundheitswesen.

 

 

 

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