Augmented Reality App des Forschungszentrums für Nutzerzentrierte Technologien der FH Vorarlberg macht es ab 15. Juni für die Öffentlichkeit möglich.

Szenarien einer Rheinüberflutung erleben

Augmented Reality App des Forschungszentrums für Nutzerzentrierte Technologien der FH Vorarlberg macht es ab 15. Juni für die Öffentlichkeit möglich.

ForscherInnen der FH Vorarlberg haben für das RHESI Projekt eine App entwickelt, die mittels Augmented Reality eine wirklichkeitstreue Abbildung der Umgebung im Einzugsgebiet des Rheins ermöglicht. Konkret kann mit dieser App simuliert werden, wie die Umgebung bei einer möglichen Überflutung durch den Rhein betroffen wäre, wenn keine Hochwasserschutzbauten realisiert werden. 

Rheinmodell auf 4.700 m2
Ein wasserbauliches Modell, das zwei Streckenabschnitte des Rheins darstellt, wurde in einer 4.700 m2 großen Halle in Dornbirn maßstabsgetreu nachgebaut. Ab 15. Juni 2019 ist diese öffentlich zugänglich. Die BesucherInnen können die Halle durchwandern. Sie erhalten ein Tablet, das durch Bildanalyse und integrierten Bewegungssensoren ein internes Modell der Umgebung aufbaut. Dadurch wird alles wirklichkeitsgetreu abgebildet.

Überflutungs-Checker
Die Besonderheit ist der Überflutungs-Checker, der beispielsweise Anrainern ermöglicht, sich ein Bild der möglichen Flutkatastrophe und deren Auswirkungen auf ihr Eigentum zu machen.

Augmented Reality
Technologien zur Erweiterung der Realität (AR-Augmented Reality) werden verwendet, um eine Vorstellung zu bekommen, wie eine vertraute Umgebung aussieht, wenn man darin neue Objekte platziert oder verändert. Für die AR-Anwendung bei der Vermittlung des geplanten Hochwasserschutzprojekts Rhesi wird eine Luftbildaufnahme, die ausschnittweise die Erdoberfläche samt allen darauf befindlichen Objekten (Bebauung, Straßen, Bewuchs, Gewässer usw.) darstellt, in den Objektraum des digitalen Geländemodells transformiert.

Ein Tablet mit integrierter Kamera auf der Rückseite zeichnet fortlaufend die Umgebung auf und stellt das Bild verzögerungsfrei und flächendeckend auf dem Bildschirm dar. Dadurch entsteht der Eindruck, dass man durch das Gerät hindurch schauen kann.

Modellversuche öffentlich
Die Versuche dienen der Optimierung des RHESI Projekts bzw. der Projektkosten und konzentrieren sich auf die beiden Projektabschnitte Widnau bis Höchst – die sogenannte ’Engstelle’ – und Oberriet bis Koblach mit der Frutzmündung. Die Modellversuche werden in Dornbirn in der Hochschulstraße 3 durchgeführt und sind am 15. Juni öffentlich zugänglich. Infos unter www.rhesi.org

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