Bis in die 1990er Jahre wurde der Energieverbrauch in der EU von der Industrie angeführt (35%), aber durch die Verlagerung von Industrien und die Integration effizienter Technologien konnte der Energieverbrauch bis 2010 auf 25% reduziert werden, dann stabilisierte er sich. Der Energieverbrauch in der Industrie basiert fast vollständig auf fossilen Brennstoffen (Odysee-Bericht vom November 2016), mit 35 % Gas, 32 % Elektrizität, 30 % Kohle und Öl, die den Sektor anfällig für externe Effekte machen, insbesondere weil die EU mehr als 90 % des Öls und 66 % des Erdgases importiert.

Der Bericht der Europäischen Kommission vom Februar 2017 "Monitoring progress towards the EU" stellt fest, dass die Energieintensität der Industrie auf EU-Ebene von 2000 bis 2010 um 15 % zurückgegangen ist, aber nach 2013 wieder ein rasches Wachstum zu verzeichnen ist.

Die Länder der EU sollten die Energieintensität reduzieren, um eine unabhängige und kosteneffiziente Industrie zu haben. Die Länder zeigen jedoch erhebliche Unterschiede in ihren Bestrebungen, wobei einige Länder eine Vorreiterrolle übernehmen und andere ihren Fokus auf erneuerbare Energiequellen in der Industrie noch ausbauen müssen.

Der Bericht der Europäischen Kommission "Energy use in the EU industry" fordert eine Harmonisierung und einen geeigneten Mechanismus zur Förderung der erneuerbaren Energien in der Industrie.

Ziele

RESINDUSTRY zielt darauf ab, die Energieunabhängigkeit des EU-Industriesektors zu erhöhen, indem seine Energieintensität durch eine stärkere Integration von erneuerbaren Energien verringert wird. Langfristiges Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu erhöhen, indem sie ihre Energierechnung senkt, ihre Energieunabhängigkeit erhöht und damit ihre Energiekosten von geopolitischen Externalitäten abkoppelt.

Um diese langfristigen strategischen Ziele zu erreichen, bestehen die kurzfristigen Ziele darin, die Investitionen in erneuerbare Energien in der Industrie durch die Verbesserung der politischen Instrumente mit neuen Strategien zur Förderung der erneuerbaren Energien zu unterstützten.

Outputs

  • 7 Aktionspläne, die 8,1 Mio. € Strukturfonds und 2,5 Mio. € nicht-Strukturfonds beeinflussen.
  • 90 Teilnehmer mit erhöhter Kapazität im Bereich RES
  • 83 politische Lernveranstaltungen
  • 10 Best Practices
  • 7 Regionale Bewertungen, einschließlich der strategischen Analyse von RES-Technologien für die regionale Industrie und KPI Berichte.

Fakten

ProjektnameRESINDUSTRY
ProgrammInterreg Europe
ThemaRenewable Energy Sources, Innovation, Policy Instruments
Projekt Index NummerPGI06158
Projektdauer01.08.2019 – 31.01.2023
Projekt Budget1,623,554.00 EUR
ERDF Finanzierung1,380,020.90 EUR

Kontakt

Prof. (FH) Dr.-Ing. Jens Schumacher
Leiter Forschungszentrum Business Informatics, Forschungsprofessor

+43 5572 792 7118
jens.schumacher@fhv.at

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Martin Dobler, BSc MSc
Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter

+43 5572 792 7126
martin.dobler@fhv.at

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