Innovative, vielversprechende, aber auch disruptive Technologien wie das Internet der Dinge, Sensorsysteme, Big Data und künstliche Intelligenz haben in den letzten Jahren für den öffentlichen Sektor an Bedeutung gewonnen und werden das Gesicht der modernen Verwaltung und die Erbringung ihrer Dienstleistungen maßgeblich beeinflussen. Überall stehen die Kommunen vor den gleichen Chancen und Herausforderungen, denn der Übergang zu einer intelligent vernetzten Stadtverwaltung ist für viele Behörden nicht einfach und unerforschtes Terrain. Unsicherheiten im Umgang mit den neuen Technologien, Bedenken über mögliche Arbeitsplatzverluste, Akzeptanz bei Bevölkerung und Wirtschaft sowie organisatorische und institutionelle Hürden sind Herausforderungen, die eine erfolgreiche Transformation schwierig machen.

Unter den Stichworten "Smart Government" und "Smart City" starten die Kommunen bereits IT- und Digitalisierungsinitiativen zur ganzheitlichen Vernetzung von physischen, digitalen, öffentlichen und privaten Lebensräumen. Doch selbst wenn geografische Nähe und ähnliche sozioökonomische Bedingungen der Kommunen oftmals gegeben sind, werden die meisten dieser Projekte in Isolation durchgeführt. Ein systematischer Erfahrungs- und Wissenstransfer zwischen Kommunen, die vor den gleichen oder ähnlichen Herausforderungen stehen, findet vor allem über Ländergrenzen hinweg kaum statt. In der Folge wird dazu tendiert, das Rad immer wieder neu zu erfinden, was zu unverhältnismäßig hohen Kosten und vermeidbaren Umwegen führt.

Vor diesem Hintergrund haben sich neun Kommunen und vier Universitäten rund um den Bodensee zusammengeschlossen, um mit der "Smart Government Academy Bodensee" eine Plattform für den systematischen Wissens- und Erfahrungsaustausch zu schaffen, die das Thema intelligent vernetzte Verwaltung und deren Dienstleistungen (Smart Government) zum Gegenstand hat. Jede der neun Projektpartnergemeinden beteiligt sich mit mindestens einem Projekt in diesem Bereich, dessen Verlauf von vier Forschungseinrichtungen rund um die Bodenseeregion während der dreijährigen Projektlaufzeit von der Konzeption bis zur Umsetzung begleitet, wissenschaftlich reflektiert und dokumentiert wird. Ziel ist es, sowohl den Projektbeteiligten als auch der Öffentlichkeit einen kompakten Überblick zu geben, unter anderem in Form von Praxisberichten über die Erfahrungen aus den einzelnen Smart Government Projekten.

Fakten

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ProjektnameSmart Government Akademie Bodensee
ProgrammInterreg ABH
ThemaSmart City, Smart Government, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Bildung
Projekt Index-NummerABH88
Projektdauer01.01.2019 — 30.06.2022
Projekt Budget1.107.388,89 EUR
ERDF Finanzierung595.752,64 EUR (EFRE/CH-Mittel)

Partner

Stadt Bregenz, AT (Leadpartner)
Stadt Dornbirn, AT
Stadt Feldkirch, AT
Stadt Friedrichshafen, D
Stadt Konstanz, D

Stadt Ravensburg, D
Stadt Schaffhausen, CH
Stadt St. Gallen, CH
Politische Gemeinde Berg SG, CH
Fachhochschule Vorarlberg GmbH, AT

Universität Konstanz, D
Universität St. Gallen, CH
Zeppelin Universität gemeinnützige GmbH, D

Kontakt

Prof. (FH) Dr.-Ing. Jens Schumacher
Leiter Forschungszentrum Business Informatics, Forschungsprofessor

+43 5572 792 7118
jens.schumacher@fhv.at

S2 06

Details

Mag. Hanno Kalkhofer
Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter

hanno.kalkhofer@fhv.at

Details

Martin Dobler, BSc MSc
Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter

+43 5572 792 7126
martin.dobler@fhv.at

S2 16

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