Das Projekt „Netzentwicklung – mission 2030“ dient der Vorbereitung des Stromnetzes für die bevorstehende Energiewende. Gerade im Niederspannungsnetz verlangt der Vormarsch der Elektromobilität, der vermehrte Einsatz von Wärmepumpen und der Ausbau der Photovoltaik nach neuen Konzepten und Technologien.

Die Stromnetze sind das Rückgrat der Energieversorgung und innerhalb Vorarlbergs können wir stolz auf dieses Rückgrat sein: wir haben mit die höchste Versorgungssicherheit in ganz Europa. Um dies auch in Zukunft zu gewährleisten, startete vorarlberg netz das Projekt „Netzentwicklung – mission 2030“. In diesem Projekt arbeiten Expertinnen und Experten von April 2019 bis September 2021 in fünf Teilprojekten an Lösungen für die zukünftigen Verteilnetze.

Das Forschungszentrum Energie war als wissenschaftlicher Projektpartner zuständig für die Simulation der Verteilnetze unter den zukünftigen Rahmenbedingungen. Dabei wurden auf Basis zeitreihenbasierter Massensimulationen der Niederspannungsnetze (80% des Netzgebiets Vorarlbergs) Lösungen des klassischen Netzausbaus ebenso untersucht, wie der Einsatz neuer und vermehrt digitaler Technologien.
Weitere Informationen im illwerke vkw Magazin (Seite 4/5)

Projektergebnisse

Um die Verteilnetze für eine voranschreitende Elektrifizierung (Wärmebereitstellung und Mobilität) bei gleichzeitigem Ausbau der erneuerbaren Energien (Photovoltaik) effizient zu ertüchtigen zeigt einen klaren Mehrwert vermehrten Einsatzes von digitalen Lösungen. Als Handlungsempfehlung ist beispielsweise zu nennen, bis 2030 rund 20 Prozent der Trafostationen im Netzgebiet auf intelligente Ortsnetzstationen (iONS) umzurüsten. Aufgrund der Projektergebnisse investiert der Netzdienstleister bis 2030 zusätzlich zu den jährlichen Investitionen für Erneuerung und Instandhaltung rund 100 Millionen Euro in Netzausbau und Digitalisierung, weitere Informationen hierzu im illwerke vkw blog.

  Viele Forschungsideen für eine effiziente Energiewende werden erst umsetzbar, wenn wir in die Digitalisierung der Netzinfrastruktur investieren.

 -Peter Kepplinger, Projektleiter, FH Vorarlberg - University of Applied Sciences-

Publikationen

Lliuyacc-Blas, R., Nyberg, S. O., Ireshika, M. A. S. T., Kolhe, M. L., & Kepplinger, P. (2022, February). PV Hosting Capacity Estimation in Low Voltage Feeders Through Bayesian Statistical Inference. In 2022 12th International Conference on Power, Energy and Electrical Engineering (CPEEE) (pp. 250-255). IEEE.

Ireshika, M. A. S. T., Lliuyacc-Blas, R., & Kepplinger, P. (2021). Voltage-Based Droop Control of Electric Vehicles in Distribution Grids under Different Charging Power Levels. Energies, 14(13), 3905.

Arachchige, S. T. I. M., Schober, L., Lliuyacc, R., Kepplinger, P., & Preissinger, M. (2021). Voltage-Based Autonomous Demand Side Management of Electric Vehicles. In 14. Forschungsforum der österreichischen Fachhochschulen.

Kontaktpersonen Forschungszentrum Energie

Prof. (FH) Dr.-Ing. Markus Preißinger
illwerke vkw Stiftungsprofessor für Energieeffizienz, Forschungsleiter, Leiter FZ Energie

+43 5572 792 3801
markus.preissinger@fhv.at

V7 20

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DI Helena Gössler
Assistenz

+43 5572 792 3800
helena.goessler@fhv.at

V7 21

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Weitere Forschungsarbeiten des Forschungszentrums Energie