Der Feldversuch zum optimalen Betrieb von elektrischen Warmwasserspeichern (WWS) zeigt die praktische Anwendung der im FZE entwickelten Optimierungsroutinen und mathematischen Modelle zur Systemidentifikation und Zustandsbestimmung. 16 Haushalts-WWS wurden mit einfacher und nachrüstbarer Mess-, Regelungs- und Steuerungstechnik ausgestattet, die aufgrund einer Kostenfunktion für den kommenden Tag die optimalen Heizzeiten bestimmt und durchführt. Außerdem werden Menge und Zeitpunkt des erwarteten Warmwasserbedarfes, Systemkapazität und Verlustleistung selbstständig bestimmt und in der Optimierung berücksichtigt, wodurch die Effizienz der WWS gesteigert wird. Die gesamte Datenverarbeitung (Speicherung und Optimierung) geschieht lokal im Haushalt. Dadurch wird die Privatsphäre der BewohnerInnen bewahrt, und Zugriff von außen verhindert.

Projektziel

Erste Ergebnisse aus dem Feldversuch zeigen, dass zum Teil erhebliches Einsparungspotential sowohl bezüglich dem Börsenpreis (ein Beispiel für die Kostenfunktion) als auch gegenüber dem Energieverbrauch (was sich in den Speicherverlusten niederschlägt) besteht. Energieeinsparungen im Bereich von 35% und Kostenreduktionen (Börsenpreis) von über 30% sind für 1/3 der WWS möglich. Umgelegt auf 1/3 der in Vorarlberg installierten WWS (ca. 90.000 gesamt) würde das eine Energieeinsparung von ca. 7.000 MWh ausmachen.

Ein großer Dank gilt den teilnehmenden Haushalten für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die Möglichkeit diesen Feldversuch durchzuführen.

Die Entwicklung der Hardware und die Nachrüstung der Speicher wurde noch im Rahmen des FFG Projekts Smart City Rheintal (https://www.fhv.at/forschung/energie/abgeschlossene-forschungsprojekte/ffg-forschungsprojekt-smartcity-rheintal/) durchgeführt. Die eingesetzten Algorithmen wurden zum Teil im Rahmen des Josef-Ressel Zentrums für angewandtes wissenschaftliches Rechnen in Energie, Finanz und Logistik (https://www.fhv.at/forschung/prozess-und-produkt-engineering/josef-ressel-zentrum-fuer-angewandtes-wissenschaftliches-rechnen/) entwickelt.

Kontaktpersonen Forschungszentrum Energie

Prof. (FH) Dr.-Ing. Markus Preißinger
illwerke vkw Stiftungsprofessor für Energieeffizienz, Leiter Forschungszentrum Energie

+43 5572 792 3801
markus.preissinger@fhv.at

E1 03

Details

Helena Gössler

DI Helena Gössler
Assistenz

+43 5572 792 3800
helena.goessler@fhv.at
 Raum E1 02

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