Wertschöpfung und Digitalisierung in der Freizeitwirtschaft

 

Die Digitalisierung hat bereits viele Wirtschaftszweige erreicht und bringt enorme Veränderungen für die Gesellschaft und die Wirtschaft mit. Bisher wurde in der Forschung die Thematik Digitalisierung  und Wertschöpfung in der Freizeitwirtschaft kaum behandelt. Diese Lücke will nun dieses Forschungs-konsortium schließen.

Das Projektteam besteht aus wissenschaftlichen Mitarbeitenden sowie Professorinnen und Professoren der ZHAW School of Management and Law, der HTWG Konstanz und der Fachhochschule Vorarlberg mit Herr Prof. Dr. Frederic Fredersdorf.

Ziel dieser von der Internationalen Bodensee Hochschule geförderten Studie ist es, die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Erlebniskonsum und auf die Freizeitwirtschaft in der Bodenseeregion besser zu verstehen.

Die Freizeitwirtschaft entwickelt sich durch die Digitalisierung von einer Dienstleistungs- hin zu einer Erlebnisökonomie. Unternehmen sollten mit ihren Kunden auf eine möglichst nachhaltige Art in Kontakt treten, sodass das Erlebnis mit dem Unternehmen im Zentrum der Wortschöpfung steht. In diesem Sinne ist jegliche Wertschöpfung im Freizeitbereich eine Co-Creation mit dem Konsumenten. Die verschiedenen Dienstleister der Freizeitwirtschaft haben eine hohe Bedeutung für die europäische Wirtschaft. Durch die Digitalisierung werden erhöhte Zuwächse in den Bereichen Sport und Outdoor, Event Tickets, Hobby und Stationary, Vacation Rentals, Package Holiday, Hotels, Train und Bus Tickets erwartet.

Während digitale Plattformgeschäftsmodelle insbesondere die Bereiche Tourismus (z.B. Airbnb, Holiday Check, Uber, Trip Advisor u.v.m.) und Events bereits radikal verändert haben, stehen die Auswirkungen von erweiterten und virtuellen Realitäten (AR und VR) noch am Anfang.

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich unter anderem mit folgenden Fragestellungen:

  • Durch welche Prozesse schaffen Anbieter und Konsumenten im Freizeitbereich durch Co-Creation gemeinsam Wert?
  • Wie können Anbieter die Kommunikation und Interaktion mit Freizeitnutzern vor diesem Hintergrund optimieren?
  • Wie verändert sich die Erlebniswahrnehmung in Freizeit und Tourismus durch die spezifischen Eigenschaften digitaler Technologien?
  • Welche digitalen Technologien werden die Freizeitwirtschaft am stärksten beeinflussen und wie lässt sich der Einfluss auf das Konsumentenverhalten und die Wertschöpfung in verschiedenen Freizeitbereichen konkret beschreiben?
  • Welche neuen Geschäftsmodelle und Kooperationsformen ergeben sich durch den Einsatz dieser Technologien für die Anbieter?
Digitalisierung in der Freizeitwirtschaft

Kontakt:

Prof. (FH) PD Dr. Frederic Fredersdorf
Leiter Forschungszentrum Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Hochschullehrer

+43 5572 792 5303
frederic.fredersdorf@fhv.at

V5 03

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