FH Vorarlberg startet Forschungsprojekt mit Blockchain-Technologie

Österreich zählt zu jenen Ländern, in denen sehr frühzeitig Blockchain-Know-how aufgebaut wurde. Die FH Vorarlberg ist eine jener 21 wissenschaftlichen Einrichtungen, die mit dem kürzlich eröffneten COMET (K1) Zentrum Austrian Blockchain Center (ABC) in Wien kooperiert. Die Institution bündelt die umfassenden interdisziplinären Kompetenzen im Bereich der Grundlagen und der Anwendung von Blockchain-Technologien neu an einer Adresse. Weiters engagieren sich 54 Unternehmen und 17 assoziierte Mitwirkende, darunter 16 internationale Einrichtungen bzw. Unternehmen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern sowie eine Steigerung der heimischen Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen und Lösungen für Zukunftsfragen zu erarbeiten.

Start am 1. April 2019
Die Forschungsschwerpunkte des Zentrums reichen von Industrie 4.0, Internet of Things über den Finanz-, Energie- und Logistikbereich bis hin zu Anwendungen im öffentlichen Bereich und in der Verwaltung. Ziel des ABCs ist die wissenschaftlich fundierte (Weiter)Entwicklung von Anwendungen, die auf Blockchain-Technologien beruhen. Das Projekt startet am 1. April 2019. „Wir laden die regionale Industrie ein, sich bei Interesse an der Blockchain-Technologie bei uns über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu informieren. Die finanzielle Investition der Unternehmen in ein individuelles Projekt wird vom Austrian Blockchain Center jeweils verdoppelt. Unser Schwerpunkt liegt derzeit auf Supply-Chain, jedoch sind wir offen für alle Themenbereiche und stehen gerne auch beratend zur Verfügung“, erläutert Jens Schumacher, Forschungsprofessor an der FH Vorarlberg.

Vielfältige Einsatzbereiche
Ein Beispiel für den Einsatz der Blockchain-Technologie ist die Identifizierung von Counterfeit-Produkten. Bisher sind diese für den Kunden oft nur schwer zu erkennen. Einträge in eine Blockchain ermöglichen die schnelle und sichere Identifikation von Counterfeit-Produkten. Das bringt Vorteile sowohl für den Hersteller als auch für den Kunden. Ein größerer Prüfungsaufwand entfällt, eine einfache Suche in der Blockchain identifiziert den Hersteller eines Produktes eindeutig und weltweit. Dies ist insbesondere bei kritischen Systemen wichtig wie zum Beispiel in der Luftfahrt oder am Bau. Der Einsatz der Blockchain garantiert Transparenz vom Anfang bis zum Ende der Zulieferkette. In der Industrie 4.0 finden sich weitere vielversprechende Anwendungsgebiete, die starke Wachstumsimpulse erwarten lassen. 

Bildunterschrift: Die Blockchain-Technologie bietet außergewöhnliche Möglichkeiten zur Vereinfachung, Automatisierung und Steigerung der Verlässlichkeit in vielen Geschäftsbereichen.

Beitragsbild Blockchain

Kontakt für interessierte Unternehmen:

Prof. (FH) Dr.-Ing. Jens Schumacher
Leiter Forschungszentrum Business Informatics, Hochschullehrer

+43 5572 792 7118
jens.schumacher@fhv.at

S2 06

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