GK 21 - Gemeindekommunikation im 21. Jahrhundert

Innovationsprojekt der LEADER-Regionen Vorderland und Walgau unter federführender Beteiligung der Designforschung im Fachbereich Gestaltung.

Eine lebendige Gemeinschaft lebt von guter Kommunikation. Der Informationsaustausch zwischen BürgerInnen und der Gemeindeverwaltung stellt dabei eine tragende Säule dar. In den Vorarlberger Regionen Walgau und Vorderland wurden in einem zweijährigen LEADER Projekt Maßnahmen erarbeitet, die die bisherigen Gemeindemedien und deren Inhalte um partizipative Elemente ergänzen, mit neuen Formaten und Inhalten attraktivieren und in einer zeitgemäß-adäquater Form in analogen und digitalen Kanälen publizieren.

Jüngere Zielgruppen erreichen
Das Forschungsprojekt GK21 setzt sich u.a. mit den Fragen auseinander, wie jüngere Zielgruppen erreicht werden und welche Informations- bzw. Kommunikationsbedürfnisse bestehen. Darüber hinaus ist das Ziel eine Etablierung von guten Partnerschaften für eine bürgernahe Kommunikation. Nach einer umfangreichen Erhebung zu bestehenden Medien in den Regio - Gemeinden 2017 und einer Auftaktveranstaltung 2018 wurde bald klar, dass die beiden Regionen unterschiedliche Schwerpunkte in der Begleitung suchen. Geht es im Vorderland unter dem Motto ”Digital First” darum, das bestehende Gemeindeblatt Rankweil an die Herausforderungen im Umfeld von Social Media und digitalen Medienkonsum anzupassen, so lag der Schwerpunkt im Walgau auf bürgerschaftlichem Engagement und der Gründung einer Redaktion mit Freiwilligen, die Texte und Bilder produzieren. Dabei gilt es, alte Erzählungen und andere spannende Geschichten zu heben, medial aufzubereiten und zu erzählen. Denn “Content is King” - und wenn dieser attraktiv ist, werden die Gemeindemedien auch gerne gelesen.

Social Media Wall
Was ursprünglich aus der Blogger-Szene kam und sich in der Instagram Community bestens bewährt – Hashtags zur Kennzeichnung der geposteten Inhalte – stellte sich in beiden Regionen als reichhaltige Content-Quelle dar.  So wurde über das Filtern der Hashtags #Walgau und #Vorderland sichtbar, was die Menschen in der Region bewegt und worüber sie gerne erzählen. In einem Pilotversuch stellen nun die Homepages der Regios diese Inhalte gebündelt auf einer Social Media Wall dar. Sichtbarkeit und gesellschaftliche Anerkennung wird so insbesondere auch für jüngere Dialoggruppen möglich. Einzelne Gemeinden haben das Konzept bereits adaptiert.

User Generated Content
Für das Projektteam eröffneten sich mit User Generated Content und partizipativen Ansätzen bidirektionale Kommunikationsformen als weitere mögliche Entwicklungsfelder guter Kommunikation auf Gemeindeebene für die Zukunft. Mit etwas Mut und Neugier kann es gelingen, mit mehr Vielfalt und guter Qualität bei der lokalen Berichterstattung die Identität zur eigenen Region zu stärken.  

Projektdokumentation auf http://gemeindekommunikation.labs.fhv.at

Beitragsbild GK 21 - Gemeindekommunikation im 21. Jahrhundert

Kontakt für interessierte Organisationen:

DI Dr. Roland Alton-Scheidl
Hochschullehrer

+43 5572 792 3115
roland.alton-scheidl@fhv.at
http://roland.alton.at

E1 17

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