Integrierte Qualitätssicherung im 3D-Druck

Ein Versuchsaufbau an der FH Vorarlberg integriert einen Laser-Linienscanner in einen herkömmlichen FDM-3D-Drucker. Jede Schicht wird damit dreidimensional vermessen und mit der entsprechenden Schicht des Soll-3D-Modells verglichen. Falls Abweichungen auftreten, können diese durch Parameteränderungen am Drucker (z.B. Temperatur, Geschwindigkeit oder Extrusionsvorschub) noch während des Drucks behoben werden. Wenn keine automatischen Korrekturen mehr möglich sind, dann erfolgt ein Abbruch des Druckvorgangs und es werden Fehlerbehebungs-Tipps zur manuellen Behebung ausgegeben. Schlussendlich kann jedem Teil sein eigenes Prüfprotokoll angehängt werden, was wiederum für Geschäftsmodelle der dezentralen Fertigung wichtig wird: Nur wer die gewünschten Teile in der geforderten Qualität herstellen kann, darf diese auch verkaufen. Eine erste Veröffentlichung der Ergebnisse ist auf der IFM²E (International Forum of Mechanical and Mechatronic Engineering) im März 2021 in Jyväskylä (Finnland) geplant.


Projekt „Neue Geschäftsmodelle mit 3D-Druck (ABH081)
Additive Fertigung, auch bekannt als 3D-Druck, hat das Potenzial internationale Wertschöpfungs- und Lieferketten grundlegend zu verändern. Neue Geschäftsmodelle zeichnen sich mit Chancen für die Grenzregion Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein ab. Im neu gestarteten und von Interreg geförderten Projekt geht es darum, lokale Klein- und Mittelbetriebe dabei zu unterstützen, sich an dem neu entstehenden, globalen Markt erfolgreich zu beteiligen.

Neben der FH Vorarlberg, die den Lead im Arbeitspaket „Druckprozessüberwachung & Qualitätssicherung“ hat, beschäftigt sich die DHBW Lörrach mit dem „Transfer lizenzierter Datenpakete“ und die ZHAW mit der „Wirtschaftlichen Logik der Geschäftsmodelle“.


Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier

 

Kontakt

Tobias Werner, BSc
Laborbetreuer

+435572 792 7308
tobias.werner@fhv.at

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