Im April 2019 startete das Unternehmen „Vorarlberg Netz“ das auf zwei Jahre anberaumte Projekt „Netzentwicklung – mission 2030“. Das Projekt dient der Vorbereitung des Stromnetzes für die bevorstehende Energiewende. Gerade im Niederspannungsnetz verlangt der Vormarsch der Elektromobilität, der vermehrte Einsatz von Wärmepumpen und der Ausbau der Photovoltaik nach neuen Konzepten und Technologien.

Das Forschungszentrum Energie an der FH Vorarlberg ist wissenschaftlicher Projektpartner und unter der Projektleitung von Peter Kepplinger zuständig für die Simulation der Verteilnetze unter den zukünftigen Rahmenbedingungen. Dabei werden auf Basis der Simulationen Lösungen des klassischen Netzausbaus ebenso untersucht, wie der Einsatz neuer und vermehrt digitaler Technologien (z.B. die Ansteuerung von Ladeinfrastruktur der Elektromobilität oder regelbare Ortsnetztransformatoren).

Die zeitaufgelöste Simulation von mehr als 150 Verteilnetzen unter verschiedenen Ausbauszenarien und Strategien wird automatisiert ermöglicht, um ein umfassendes Bild über die zu erwarteten Auswirkungen wahrscheinlicher Entwicklungen zu erhalten. Dazu werden verschiedenste zur Verfügung stehende digitale Informationsquellen (wie beispielsweise Solarpotentiale, Netztopologien oder Verbrauchsdaten) miteinander verknüpft und verarbeitet.

Durch die Analyse der Ergebnisse sollen Handlungsempfehlungen für die Netzplanung und den Betrieb abgeleitet werden, die es erlauben weiterhin einen so effizienten und wirtschaftlichen Betrieb der Netze wie bisher sicherzustellen.

Kontakt

Mag. Dr. Peter Kepplinger
Senior Postdoc mit Leitungsfunktion

+43 5572 792 3805
peter.kepplinger@fhv.at

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