Neue Analytikmöglichkeiten durch korrelatives Rasterkraft-, Raman- und Lichtmikroskop

Am Forschungszentrum Mikrotechnik wird das bestehende Raman-Mikroskop (WITec 300 R) zu einem korrelativen Rasterkraft- (AFM), Raman- und Lichtmikroskop (WITec 300 RA) aufgerüstet. Dadurch wird eine wesentliche Verbesserung im Bereich der Materialanalyse an der FHV geschaffen.

Das AFM-Modul erlaubt es den Forscher:innen, Oberflächentopologien und Rauheiten in einem Bereich von 100 µm mit einer Genauigkeit von 1 nm zu bestimmen. Die Erweiterung der Raman-Modalität ermöglicht es u.a. Autofluoreszenz zu umgehen und damit den Anwendungsbereich erheblich auszuweiten. Durch die Kombination dieser Modalitäten in einem System können korrelative Analysen der topographischen, chemischen und optischen Eigenschaften von laserstrukturierten Oberflächen, biomedizinischen Proben, Biosensoren und gealterten Materialen durchgeührt werden.

Das bestehende Raman-Mikroskop wird auch vom Forschungszentrum Forschungszentrum Energie und V-Research genutzt. Wie korrelative Mikroskopiedaten mit Hilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet und wie sie am besten vermittelt werden können, sind hochaktuelle interdisziplinäre Fragestellungen, die in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für Nutzerzentrierte Technologien (UCT), dem Fachbereich Informatik und der Digital Factory Vorarlberg adressiert werden sollen.
Im Bereich Lehre soll die Raman- und Rasterkraft-Mikroskopie den Schüler:Innen und Studierenden in Praktika nähergebracht werden und interessante Bachelor- und Masterarbeitsthemen ermöglichen. Das Gerät erlaubt dabei die Adressierung von weiteren hochaktuellen Fragestellungen u.a. im Bereich Digitalisierung, Umwelt- und Lebenswissenschaften.

Darüber hinaus ergeben sich durch das korrelative Mikroskop auch neue Möglichkeiten für unsere Partner aus Wissenschaft und Industrie. Durch die Erweiterung können wir nun Oberflächenanalysen mit Nanometer-Auflösung und chemische Analysen z.B. von Kunststoffen, Halbleitern, Gläsern, biomedizinischen Proben, Pharmazeutika, Lebensmitteln oder geologischen Proben anbieten.

 

Kontakt für interessierte Unternehmen:

Dr. Matthias Domke, MSc
Laserablation und Optik, Josef Ressel Zentrum

+43 5572 792 7212
matthias.domke@fhv.at

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