Dem Mikroplastik auf der Spur

Analyse von Mikroplastik in Lebensmitteln mit Ramanmikroskopie

Im Forschungszentrum Mikrotechnik an der FH Vorarlberg kommt ein konfokales Ramanmikroskop (WITec alpha300 R) zum Einsatz. Konfokal bedeutet, dass zwei Lichtkegel denselben Brennpunkt haben. Das Ramanmikroskop ermöglicht es den Forschenden chemische Bindungen von organischen Proben oder Kristallstrukturen zu analysieren. Anwendungen finden sich neben der Mikrotechnik auch im Bereich der Lebenswissenschaften oder bei der Analyse von Lebensmitteln, Pharmazeutika oder Textilien. Eine aktuelle Anwendungsmöglichkeit stellt die Analyse von Mikroplastik dar.

In einer Studie wurden dazu verschieden Plastikpartikel auf einem Objektträger gesammelt. Unter einem gewöhnlichen Lichtmikroskop (siehe oben rechts) können diese mit dem bloßen Auge nicht voneinander unterschieden werden. Bei der Ramanspektroskopie werden die Partikel hingegen mit Laserlicht angeregt (siehe oben links) und das Spektrum des rückgestreuten Lichts detektiert. Der Ramaneffekt (die unelastische Streuung von Licht an Molekülen) ermöglicht die eindeutige Identifizierung der Plastikpartikel anhand ihres spektralen Fingerabdrucks (siehe unten links). Bei der bildgebenden Ramanmikroskopie wird die Probe abgerastert und für jeden Punkt ein Spektrum aufgenommen. Daraus lässt sich dann ein Falschfarbenbild ableiten, das zeigt wo sich die jeweiligen Plastiksorten befinden (siehe unten rechts). Dadurch wird z.B. ersichtlich, dass das Objekt rechts oben im Bild eigentlich aus zwei Partikeln besteht, nämlich aus PET (grün) und PTFE (gelb), oder dass das Haar eigentlich eine Polyamid Faser ist.

 

 

Dem Mikroplastik auf der Spur
Eine aktuelle Anwendungsmöglichkeit stellt die Analyse von Mikroplastik dar.

Kontakt für interessierte Unternehmen:

Dr. Matthias DOMKE
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Forschungszentrum Mikrotechnik
Fachhochschule Vorarlberg GmbH
University of Applied Sciences
CAMPUS V, Hochschulstraße 1
6850 Dornbirn, Austria
Telephone: +43 5572 792 7212
Fax: +43 5572 792 9501
matthias.domke@fhv.at
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