Wissenstransfer von weltweit führenden Köpfen im Bereich Asian Business an der FH Vorarlberg.

Erstmals fand vom 2. bis 5. Oktober 2019 die Jahrestagung der Euro-Asia Management Studies Association (EAMSA) in Österreich statt. Die viertägige Veranstaltung an der FH Vorarlberg bot Entscheidungsträgern der Bodenseeregion die Möglichkeit, mit Asienexperten in Kontakt zu treten und Erfahrungen auszutauschen. Mehr als 70 Gäste aus Asien und Europa nutzten die Gelegenheit zum Netzwerken. „Die Veranstaltung fand auch in der lokalen Industrie großen Anklang. Die Konferenz ist nur der erste Schritt, das Thema Asien und seine Märkte in der Region zu verankern. Die FH Vorarlberg ist damit eingebunden in ein internationales Wissensnetzwerk“, resümiert Sierk Horn, Professor im Studiengang International Management an der Hochschule.

Regionales Asienforum
Ostasien ist ein attraktiver Markt für die Bodenseeregion - im Handel, in Wertschöpfungsketten oder als Investoren. Die Jahrestagung in Dornbirn setzte sich intensiv mit den Chancen und Risiken in Asien auseinander, aber auch mit den Geschäftsprozessen und den Verhandlungstaktiken dieser erfolgsversprechenden Region. „Es ist der Startschuss für den langfristigen Aufbau eines ‚East Asia Observatory‘ – ein regionales ‚Asienforum‘, gefördert durch die Internationale Bodensee-Hochschule (IBH) – das sich mit Asien als einen dynamischen und attraktiven Wirtschaftsraum beschäftigt“, so Horn. „Die FH Vorarlberg pflegt sehr enge Partnerschaften mit vielen Unternehmen in der Region und bietet mit diesem Netzwerk eine ideale Gelegenheit, Kontakte nach Asien zu knüpfen.“

Für die IBH hat insbesondere die vernetzte Zusammenarbeit in der Bodenseeregion einen hohen Stellenwert: „Die mit unserer Förderung verbundene Kooperation mit den Universitäten Zürich und Liechtenstein sowie der Hochschule Albstadt-Sigmaringen im Rahmen des East Asia Observatory birgt die Chance, den Blick der gesamten Bodenseeregion auf Asien zu schärfen und gemeinsames Handeln zu starten“, hebt Markus Rhomberg, Geschäftsführer der IBH hervor.

Intensive Handelsbeziehungen
Sowohl mit China als auch mit Japan, den weltweit zweit- und drittgrößten Wirtschaftsnationen, bestehen intensive Handelsbeziehungen. China ist mit einem bilateralen Handelsvolumen von 12,55 Milliarden EUR im Jahr 2018 der wichtigste Handelspartner Österreichs in Asien. Die ohnehin starken Handelsbeziehungen mit Japan – gegenwärtig auf Rang zwei nach China – erleben durch das im Februar 2019 in Kraft getretene Freihandelsabkommen (JEFTA) einen weiteren Aufschwung.

Wirtschaftliche Relevanz
Diese Tendenzen spiegeln sich auch in Vorarlberg wider. Im Bereich Außenhandel belegt der Wirtschaftsraum Asien seit 2005 durchgängig den dritten Platz hinter den EU- & EFTA-Mitgliedstaaten, aber vor Nordamerika, wohl auch getrieben durch Chinas WTO-Beitritt 2002. Obwohl es 2018 zu einem Rücklauf im Handel kam, betonen Quantität und Qualität Sino-Vorarlberger Geschäftsbeziehungen die wirtschaftliche Relevanz Chinas für Unternehmen aus dieser Region. Die wirtschaftliche Verflechtung Vorarlbergs mit Japan beruht auf der robusten Nachfrage nach innovativen und hoch qualitativen Produkten.

„Huckepack-Export“
Ein erheblicher Teil des Handels zwischen Vorarlberg und Ostasien fließt durch die Anrainerstaaten – sogenannter „Huckepack Export“. Unternehmen, insbesondere KMUs aus der Region, profitieren von der noch stärkeren Verzahnung der deutschen Industrie mit dem ostasiatischen Wirtschaftsraum. Auch Vorarlberg ist als Ziel von Direktinvestitionen interessant. Gerade Hightech Firmen sind ein begehrtes Akquisitionsziel.

Über die EAMSA 2019 an der FH Vorarlberg
Die Konferenz schärft das Bewusstsein für die Relevanz Ostasiens und erweitert bestehende Netzwerke in der Bodenseeregion. Sie dient als Plattform, die sich weiterhin für die wachsende wirtschaftliche, aber auch geopolitische Bedeutung Ostasiens für die Bodenseeregion auseinandersetzt. Dieser wertvolle Erfahrungsaustausch trägt zur Wettbewerbsfähigkeit der Bodenseeregion bei.

Weiter Informationen unter: www.eamsa.org

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