Am 17. Oktober fand in der Bibliothek der FH Vorarlberg eine echte Premiere statt. Studierende der InterMedia Textwerkstatt gaben im Rahmen einer Lesung ihre Werke zum Besten.

Mit Kurzgeschichten und Gedichten verzauberten die Studierenden das Publikum. Die ZuhörerInnen durften persönlichen, emotionalen und lustigen Geschichten über das Leben, die Liebe, fantasievolle Reisen und gesellschaftliche Konflikte lauschen. Die Vortragenden überzeugten und berührten mit ihren wortgewandten, ideenreichen, feinfühligen und bildhaften Texten. Durch den Abend führte Julia Tiefenbrunner mit einer charmanten Moderation.

„InterMedia Textwerkstatt goes public“ war ein voller Erfolg und wurde vom Publikum sehr gefeiert. Auch an die musikalische Umrahmung von „Roberts Band“ wird man sich noch lange erinnern. Danke an Robert Lang, Franziska Hehle und Katharina Hehle.

Mehr zu den Texten:

  • Stefanie Sackl offenbarte ihre persönlichen Beweggründe für das Schreiben. „Ich schreibe aus Wut oder Freude. Ich schreibe, um etwas zu hinterlassen. Ich schreibe nicht um zu schreiben. Warum schreibst du?“
  • „Ich bin nicht mehr im Hier und Jetzt.“, schreibt Leon Gau in seinem Text „Das Spiel mit der Psyche“ und beschreibt darin, wie ihn Psychothriller nachts im Bett in ihren Bann ziehen. Die Gedanken eines Psychothriller-Autors bezeichnet er sehr treffend als eine düstere Form der Kreativität.
  • Markus Baumann nimmt uns mit auf eine Reise in eine vergangene Zeit, eine fremde Welt. Der Text handelt von einem Legendenstein, dem Glück im Zenit. Feinfühlig und wortgewandt beschreibt der Autor, wie längst Vergessenes zum Vorschein kommt.
  • Magdalena Sohm bringt in ihrem Text „Eine Frage nach dem Warum“ gesellschaftliche Konflikte auf den Punkt und fragt sich, wieso wir hier denn mitspielen. Doch schließlich geht es darum vorwärts zu kommen. „Stillstand können wir uns nicht leisten.“
  • In ihrem englischen Text „Senses“ ladet Jana Welte ihr Publikum dazu ein, die eigenen Sinne zu schärfen und all die winzigen, verborgenen Details wahrzunehmen. Sie beschreibt detailreich und bildlich, wie ein Tag am College ihre Sinne verzaubert.
  • „Frida und die Sehnsucht“ von Jasmin Fischbacher gibt einen humorvollen Einblick in die lebhafte und emotionale Welt von Alltagsgegenständen. Der Text behandelt Themen wie Liebe, Freiheit, verpasste Gelegenheiten, Träumen und dem Drang, auszubrechen.
  • Tamina Gasser erinnert in ihrem Text „Zeit“ daran, wie unnachgiebig und unaufhaltsam Zeit vergeht, und sie wie dünner Sand durch eine Sanduhr rinnt. Die Autorin ermutigt die Zuhörerinnen dazu, sich einfach zu trauen, sich lebendig zu fühlen und die Zeit zu nutzen. „Denn sie ist alles, was wir haben.“
  • Savina Homann gewährt uns in ihrem Text „Kind sein“ private Einblicke in ihre fröhliche, abenteuerliche und fantasievolle Kindheit. Die Erzählungen ihrer kleinen Weltreisen als Königin auf dem Birnen-Aussichtsturm in Mamas Garten ließen das Publikum schmunzeln und eigene Kindheitserinnerungen hochleben.
  • „Ode an Vati“ ist wohl die schönste Liebeserklärung, die ein Vater von seiner Tochter bekommen kann. Alena Bereuter erzählt in ihrem Text, wie ihr Vater sie gelehrt hat, selbst zu denken, eine Rebellin zu sein, sich nichts gefallen zu lassen und hinter der eigenen Meinung zu stehen.
  • Karin Wille richtet ihre Liebeserklärung in ihrem Text „Heimatliebe“ an ihren Hausberg, der mal laut, mal leise ist und ihr Licht, Schatten und Frieden spendet.
  • Sie hat zwar noch kein Praktikum, erweitert aber anderweitig ihren Horizont. Johanna Lutzmayer bringt mit ihrem Gedicht „Feriengedankenspiel“ das Publikum gleich mehrmals zum Lachen. Sie schreibt von ihren einsamen Spaziergängen während der Ferien in der Fachhochschule und hofft, dass sie bald im Lesen ein neues Hobby findet.
  • Christina Willi öffnet in ihrem Text „Der weiße Flügel“ eine neue Tür und entdeckt dahinter einen alten Freund. Ein weißer Flügel, der sie magisch anzieht und sie direkt in ihre Musik vertiefen lässt.
  • Florian Ramsebner nahm uns in seiner Kurzgeschichte „Alte Erinnerungen“ in Roberts Traumwelt mit. Er beschreibt sehr bildhaft Gerüche, die an eine alte, vergangene Zeit erinnern. Von einer verlorenen Liebe, die Robert auf einer Blumenwiese in seinen Armen hält. Doch als die Farben verblassen und Robert aus seinem Traum gerissen wird, findet er sich in einer dunklen, futuristischen Realität wieder.

Text: Lisa Pfefferkorn
Bilder: Michaela Sohm

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