Der diesjährige Vorarlberger Techniktag 2020 am 21. Jänner stand unter dem Zeichen der Elektromobilität und deckte ein breites Spektrum von Themen ab – von der technischen Umsetzung neuer Antriebsstrangkonzepte bis hin zum elektrischen Fliegen.

Peter Kepplinger bei seinem Vortrag an der FH Vorarlberg

Peter Kepplinger ging in seinem Vortrag  auf die Frage ein, inwieweit das dezentrale Laden von batterieelektrischen Fahrzeugen die untersten Netzebenen belasten kann.Eine zentrale Frage für die Zukunft des elektrischen Energiesystems, da die Möglichkeit des dezentralen Ladens zuhause als wesentlicher Treiber für die Akzeptanz der Elektromobilität betrachtet wird. Der Vortrag gab dazu Einblick in die Forschungsarbeit am Forschungszentrum Energie, die im Laufe der letzten Jahre im Josef-Ressel Zentrum für angewandtes wissenschaftliches Rechnen in Energie, Finanzwirtschaft und Logistik entstanden sind. Die darin entwickelten Steuerungen zum Lastmanagement für dezentrale Ladeinfrastruktur wurden in Netzsimulationen getestet. Anhand dieser Netzsimulation konnten somit die Auswirkungen ungesteuertem Ladens von Elektroautos mit den entwickelten Steuerungen verglichen werden.

Die präsentierten Ergebnissen zeigen, dass sich entstehenden Strom- und Spannungsprobleme im Netz zu einem beachtlichen Teil durch autonome Steuerungsansätze vermeiden lassen würden. Bei geringem Kommunikationsaufwand stellen diese Ansätze damit eine einfache, mittelfristige Lösung  auch bei hohen Durchdringungsraten durch Elektrofahrzeuge im Verteilnetz dar. Doch neben der systemtechnischen Lösung spielen in der Umsetzung laut Kepplinger begleitende regulatorische Maßnahmen eine wesentliche Rolle.

 

Weitere Meldungen der FH Vorarlberg