Georg Wehinger studiert im 4. Semester Mechatronik an der FH Vorarlberg.

Georg Wehinger studiert „Mechatronik“ an der FH Vorarlberg.

Der Oberländer hat sich immer schon für Technik interessiert. Nach einer Lehre als Konstrukteur absolvierte er anschließend den Aufbaulehrgang an der HTL Bregenz. Nach 8 Monaten im Berufsleben war ihm aber klar, dass er noch mehr lernen möchte. Nun studiert der 25-jährige Bürser im Bachelorstudiengang Mechatronik an der FH Vorarlberg.

Kleine Gruppen
Mechatronik ist vielfältig und schafft die mechanischen Strukturen für Geräte, Apparate und Anlagen. Studierende im Bachelorstudiengang Mechatronik erlernen, diese Elemente zu entwickeln, zu konstruieren und effizient einzusetzen. „Ich kann die FH Vorarlberg nur weiterempfehlen. Das Studium ist fordernd, aber wir arbeiten an so vielen tollen Projekten, die wir selber aussuchen können. Die Dozierenden sind sehr offen und helfen immer, wenn Probleme da sind“, erklärt Wehinger. Aber auch das Studieren in kleinen Gruppen und die persönliche Atmosphäre haben ihn überzeugt: „Man ist nicht nur irgendeine Nummer.“

Projektarbeiten sind ein wichtiger Bestandteil des Studiums. Die Studierenden wenden Methoden des Projektmanagements an und können technische Projekte strukturieren, planen, steuern und umsetzen. Die Projektthemen kommen möglichst nah oder direkt aus der betrieblichen Praxis. „Wir haben zu dritt eine Quellüberwachung für Alpbetriebe und Bergbauern entwickelt. Mit verschiedenen Sensoren kann der Füllstand, die Überlaufmenge sowie Temperaturen ermittelt werden. Diese sind dann online auf einer Webseite einsehbar. Der Grundgedanke ist Wasserengpässe frühzeitig zu erkennen, Quellerträge zu analysieren und den Wasserhaushalt dadurch effizienter zu gestalten“, erzählt der Mechatronik-Student.

Derzeit ist Georg Wehinger, wie alle Studierenden der FH Vorarlberg, auf Grund des Coronavirus in einer neuen Situation. Das Studium findet ausschließlich in Form von Distance Learning statt: „Die Situation ist für alle neu - sowohl für die Studierenden, als auch die Dozierenden: Wir bekommen Lernpakete und haben teilweise Onlinevorlesungen. Laborübungen, die in den Labors an der FH stattfinden sollten, wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Gesamtsituation ist sehr fordernd für uns Studierende, aber die Studiengangsleitung und die Dozierenden bemühen sich sehr und versuchen uns trotz dieser Ausnahmesituation den Lehrstoff zu vermitteln. Ich bin mit der Lernsituation nicht ganz zufrieden, aber in dieser Zeit muss jeder sein Opfer bringen.“

Vielseitige Perspektiven
Die Mechatronik ist eine relativ junge Ingenieurwissenschaft, die auf den klassischen Fächern Mechanik, Elektronik und Informatik aufbaut und diese interdisziplinär verknüpft. MaschinenbauerInnen arbeiten an der Produktentwicklung und Konstruktion. Sie modellieren und simulieren mechanische Strukturen und optimieren Prozesse. Die beruflichen Tätigkeitsfelder und Karrieremöglichkeiten sind vielfältig. Georg Wehinger ist jetzt im 4. Semester, er weiß aber schon ganz genau in welche Richtung es beruflich gehen soll: „Ich möchte später in die Entwicklung gehen und Prototypen entwickeln.“

Typische Anwendungsgebiete der Mechatronik sind Automatisierungstechnik, Robotik, Fahrzeugtechnik, Mikrotechnik oder Medizintechnik. Auf die AbsolventInnen warten spannende Jobs in vielen Branchen. Die FH Vorarlberg punktet mit den Open Labs, die es Studierenden ermöglicht, auch außerhalb der Öffnungszeiten an eigenen Projekten zu arbeiten.

Mehr Informationen zum Studiengang: hier

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