Vorträge und Diskussion über zukünftige Chancen und Herausforderungen

Im Rahmen der Eventserie „FORWARD – gemeinsam weiterdenken“ der Fachhochschule Vorarlberg (FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences) diskutierten dieses Mal Expert:innen und Praktiker:innen über die Professionalisierung in der Pflege. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis stand im Zentrum von Impulsvorträgen und Podiumsdiskussionen.

Florence Nightingale wirkte im 19. Jahrhundert, sie analysierte und professionalisierte damalige Pflegestandards und gilt als Begründerin der modernen Krankenpflege. Der Frage, welche Rolle die Professionalisierung der Gesundheits- und Krankenpflege in der heutigen Zeit spielt, widmete sich FORWARD – gemeinsam weiterdenken an der FHV. Es diskutierten Wissenschaftler:innen, Expert:innen, führende Pflegefachkräfte und Student:innen. Unter den Gästen waren unter anderem Landesrätin Katharina Wiesflecker, Andreas Stieger (Leiter Personalmanagement KHBG) und connexia-Geschäftsführer Martin Hebenstreit.

FHV-Hochschullehrer Hubert Jocham führte mit seinem Vortrag „Pflege gestern und heute – ein Bericht aus den 80ern“ mit anschaulichen Beispielen aus seinem persönlichen Werdegang in das Thema ein. Ob Wissenschaft im pflegerischen Alltag Mehrwert oder Mehrbelastung ist, war die zentrale Frage beim Talk am Campus. Antworten und Einblicke in Praxis und Studium lieferten junge Expert:innen: Melissa Marte (LKH Rankweil), Lena Antoni (Wissenschaftliche Mitarbeitern FHV, LKH Hohenems), Julia Wolf (LKH Hohenems) und Peter Terplan (GKP-Student im 4. Semester an der FHV). Die Professorin für Pflegewissenschaft Irene Müller (FHV) sprach über zukünftige Herausforderungen der Pflege. Einblicke in die Praxis gaben die Pflegedienstleiterin Ruth Weiskopf (Heime der Stadt Dornbirn), Heim- und Pflegeleiterin Ursula Fischer-Gruber (Benefit Sozialzentrum Alberschwende), Pflegedirektor Bertram Ladner (KH Stadt Dornbirn) und Pflegedirektor Arno Geiger (LKH Hohenems).

Dynamische Weiterentwicklung der akademischen Ausbildung
Für Michael Himmer, Fachbereichsleiter für Soziales und Gesundheit an der FHV, ist die erfolgreiche Zusammenarbeit von Wissenschaft, Forschung, Technik und Praxis ein zentraler Schlüssel für die Bewältigung der zukünftigen Anforderungen. „Gute Zusammenarbeit baut auf Respekt und Vertrauen, Professionalisierung sucht nach den besten Lösungen. Diesem Verständnis sind wir als Hochschule verpflichtet“, so Himmer. Die FHV baut den Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege im Auftrag des Landes Vorarlberg dynamisch aus. Die Zahl der Studienplätze ist vom ersten Jahrgang 2018 bis dato von 25 auf 90 Anfänger:innen-Studienplätze gestiegen. Lehre und Praxis sind mit je 50% im Bachelor die Säulen der Ausbildung und damit untrennbar miteinander verschränkt. Zudem trägt die enge Verknüpfung von Lehre, Praxis und Forschung an der Fachhochschule zur hohen Qualität und Zukunftsorientierung der Ausbildung bei.

Über FORWARD – gemeinsam weiterdenken
„FORWARD – gemeinsam weiterdenken“ ist ein Event-Format der FHV. Aktuelle wirtschafts- und gesellschaftspolitische Themen werden aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und kontrovers diskutiert. Dazu treffen Wissenschafter:innen, Expert:innen und Vordenker:innen im Herzen der Bodenseeregion – am Standort der Fachhochschule in Dornbirn – zusammen. Der abwechslungsreiche Mix aus Keynotes, Diskussionsrunden und Praxisbeispielen steht für Inspiration, neue Ideen und zukünftige Chancen.

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