Im Rahmen des AQUA Forums, das am 29. April 2022 stattfand, setzten sich FHV-Studierende und Mitarbeiter:innen der AQUA Mühle Vorarlberg mit Solidarität auseinander. Doris Böhler und Andrej Nuncic leiteten die Projektwoche im März, die Ergebnisse wurden beim Forum vorgestellt.

Die Vorbereitung der Projektwoche stand aufgrund der Pandemie unter großer Unsicherheit: Was kann in welcher Form durchgeführt werden? Soll es möglich sein, trotz hohen Ansteckungszahlen eine konstante Gruppe vor Ort zusammenzubringen? Was bedeutet Gruppe in dieser Zeit? Welche Regeln gelten an welchen Orten für welche Personengruppen? Ist Nähe möglich?

Schlussendlich kam eine Gruppe von 25 Teilnehmer:innen zustande, die in diesem Jahr ganz speziell und mit hoher Diversität zusammengesetzt war. Sie bestand aus Studierenden der Sozialen Arbeit und der Gestaltung der Fachhochschule Vorarlberg (FHV - Vorarlberg University of Applied Sciences). AQUA Mühle Vorarlberg beteiligte sich mit Mitarbeiter:innen aus Qualifizierungsangeboten, der Öffentlichkeitsarbeit und Teilnehmenden von verschiedenen Angeboten von AQUA Mühle. Die Projektumsetzung fand jeweils an zwei Tagen in Frastanz und in Dornbirn statt.

Das Thema „Solidarität in einer gespaltenen Gesellschaft“ stand in der Vorbereitung zur Projektwoche ganz in Zusammenhang mit der Pandemie. Plötzlich wurde jedoch alles vom Krieg in der Ukraine überlagert. Solidarität wurde in diesen Tagen mit Spenden, Hilfsgütersammlungen und Bildern aus den Nachrichten in Zusammenhang gebracht. Wir mussten uns bemühen, wieder in größeren Zeitabständen zu denken. Was haben wir in unserem Leben erfahren? Wann spürten wir in unserem Leben Solidarität von anderen? Gab es Momente, in denen wir keine Solidarität erfahren haben?

Die Idee der Projektwoche folgt dem Ideal, dass der Weg der Zusammenarbeit bereits das Ziel der Kooperation beinhaltet. Die sichtbaren, verwerteten Ergebnisse sind ein Teil davon, der Großteil verbleibt jedoch in den Austauschbeziehungen der Kleingruppen der Projektarbeit. Dabei lernten Menschen einander kennen, verbrachten gemeinsame Zeit, reflektierten sowohl über ihr eigenes Leben als auch über die Zusammenhänge in der gesamten Gesellschaft. Eine Erweiterung ihrer Perspektiven und auch der Lebensräume stellt eine Besonderheit dieser Arbeit dar.

Insgesamt vier Gruppen haben „Solidarität“ auf ihre Art und Weise umgesetzt und dargestellt. So entstanden ein Film über Vorurteile, eine Präsentation über die Gemeinsamkeit der Menschen, eine erlebbare und vertonte Ausstellung und eine Plakatserie. Die Ergebnisse wurden auch beim AQUA Forum präsentiert.

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