Wie könnte das Leben auf einem Planeten B aussehen und nach welchen Prämissen sollte es gelebt werden?

Wie könnte das Leben auf einem Planeten B aussehen und nach welchen Prämissen sollte es gelebt werden? Damit beschäftigt sich das diesjährige Ars Electronica Festival, das von 7.-11. September in Linz stattfindet. Der Fachbereich Gestaltung ist mit der Ausstellung „(In)Tangible Future(s) - Evolving Eco-Empathic Infrastructure(s) for the Post-Anthropocene“ dabei.
 
Das Motto des Festivals – „Welcome to Planet B“ – aufgreifend, skizziert die Ausstellung des Fachbereichs Gestaltung eine post-anthropozentrischen Welt, in der ökologische Gerechtigkeit herrscht. Der Mensch gilt schon lange nicht mehr als überlegen, denn alle Arten koexistieren hier gleichberechtigt. Dieses Zukunftsszenario bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung, die einen kritischen Blick auf den „Planeten A“ wirft, aber auch mögliche Lebenswelten auf „Planet B“ erlebbar macht: In einem, in Kooperation mit dem Deisgnforschungsinstitut LIDA des RUN-EU Partners Politécnico de Leiria entwickelten Audiowalk können die Besucher:innen erleben, wie sich speciesübergreifende Empathie anfühlen könnte.  
Ein weiteres Projekt porträtiert - vermittelt durch Mixed Reality - die Vergangenheit des Planeten, wobei der Frage nachgegangen wird, wie sich wohl künftige Generationen an den Planeten A erinnern werden. Zudem werden die auf dem Planeten A vorhandenen, physischen und imaginären Grenzen, aus Perspektive der Psychogeografie ausgelotet, welche die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen einschränkten.    
 
Doch auch ein mögliches, ökologisch und sozial nachhaltiges Zusammenleben auf dem Planeten B wird illustriert: Wie könnte ein Bezugsrahmen aussehen, der als Leitfaden für nachhaltige Entscheidungen auf dem neuen Planeten dient? In einem mehrdimensionalen, interaktiven Mapping können die Besucher:innen die Möglichkeiten der Implementierung der Sustainable Development Goals im Zusammenhang mit verschiedenen politischen Ebenen erfassen.  
 
Im Rahmen eines Workshops wird schließlich der Frage nachgegangen, welche Artefakte, Erfahrungen und Praktiken wir sammeln und für die Zukunft bewahren und zugänglich wollen – wie sieht also das Wunschmuseum der Zukunft aus und wie interagiert es mit seinen Besucher:innen?   
 
Ars Electronica Festival, University of Art and Design Linz (Hauptplatz 8, 4020 Linz)
Zeitraum der Ausstellung: 7. bis 11. September 2022
Workshop: (In)tangible Future(s) - Museum of Artifacts or Practices?, Samstag, 10.9.22  von 14.00 bis 17.00 Uhr
 

 

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