Christl Baur
Humanizing Technology through Arts

Wo stehen wir und wie sind wir hierher gekommen? Welche Art von digitaler Gesellschaft streben wir an? Wie können wir dorthin gelangen und wie können wir den größten Irrtum der letzten vierzig Jahre revidieren? Wie können wir einer Handvoll Konzerne, die Milliardengewinne machen, die Kontrolle über unsere Zukunft entreißen? Es ist an der Zeit, dass wir unsere Rolle als bloße Konsumenten und datengenerierende Maschinen aufgeben. Wir müssen die Verantwortung für unsere Zukunft selbst übernehmen. 

Wie kann Europa auf den "Datenkapitalismus" der IT-Monopolisten und den "Datentotalitarismus" autoritärer Regime reagieren? Oder, mit anderen Worten: Ist es möglich, eine digitale Gesellschaft zu schaffen, die den Wettbewerb fördert, Gewinne generiert und gleichzeitig die europäischen Werte widerspiegelt? Der Erfolg neuer digitaler Dienste hängt zunehmend von der Glaubwürdigkeit der Anbieter und dem Vertrauen der Nutzer ab, und es gibt gute Gründe für die Annahme, dass diese Vision Realität werden könnte.  

Christl Baur stellt künstlerische Projekte vor, die uns dabei helfen können, eine neue Realität zu gestalten und welche im Rahmen des Festivals präsentiert wurden. 

Christl Baur ist Head des Ars Electronica Festival, Forscherin mit interdisziplinärem Hintergrund in Kunstgeschichte, Kulturmanagement und Naturwissenschaften. Sie interessiert sich besonders für die Verbindung von ästhetischen und sozialen Praktiken, die sich um Kollaboration und Experimentieren drehen und soziale, politische und wirtschaftliche Protokolle herausfordern. Ihr Forschungsgebiet umfasst Themen wie Videokunst, Neue Medientechnologien, Computerkunst, Biotechnologie und Interaktive Kunst und sie arbeitet an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. In den letzten Jahren hat sie umfangreiche Ausstellungen und Performances, Forschungs-, Residenz- und Publikationsprojekte entwickelt, co-produziert und realisiert – zuletzt in Kooperation mit Universitäten und wissenschaftlichen Verbänden wie Google Arts & Culture, Microsoft, Hyundai wie auch der Chinese University of Art Beijing. Sie arbeitet eng mit KünstlerInnen zusammen, deren Praxis an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie liegt.  

Ars Electronica analysiert und kommentiert die digitale Revolution seit 1979. Im Mittelpunkt stehen dabei immer aktuelle Entwicklungen und mögliche Zukunftsszenarien und die Frage, wie diese unser Leben verändern werden. Ars Electronica ist eine weltweit einzigartige Plattform für Kunst, Technologie und Gesellschaft.  

Humanizing Technology through Arts

23. Juni 2021
18.00 Uhr
Online-Event (via MS-Teams)

Ansprechperson: Hannelore Nagel

OpenIdea 2021

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Veranstaltungsreihe OpenIdea