Abstraktion und Öffentlichkeit: Die vielen Formen der Europaplätze.

Wie wird der öffentlicher Raum gesteuert und bestimmt? Welche Werte werden im städtischen Raum unmittelbar vermittelt? Und wenn man die Stadt nach Lefebvre als lebendiges soziales Gefüge versteht, dass ständig im Wandel ist, wie verflechten sich die Überlagerungen und unterschiedlichen vergangenen, gegenwärtigen und projizierten Interessen?

Mit einem Reisebericht über einer Reihe von städtische Plätze, existierende oder projizierte Europaplätze, in und außerhalb Europas, werden einzelne Situation vorgestellt und analysiert. Dabei werden die Artikulationen von abstrakte Werte und konkrete Situationen vorgestellt. Im Kern geht es um die umkämpfte Verschränkung von demokratische Werte und Frieden im öffentlichen Raum. Gleichzeitig erzähl ich von meinem künstlerischen Vorgehen, das über die letzten 20 Jahren entwickelt hat und sowohl dokumentarische wie interventionistische Methoden einsetzt.

Yves Mettlers Arbeiten zielen darauf ab, einen Sinn für die heutigen globalen Urbanisierungsprozesse zu schaffen. Sein Werk reicht von Interventionen im öffentlichen Raum bis hin zu Klanginstallationen. Die Werke bilden ein narratives Gefüge, das der städtischen Umwelt einen vielstimmigen, emotionalen und oft humorvollen Ausdruck verleiht. Seit 2002 entwickelt er eine Forschungs- und Kunstpraxis rund um urbane Orte, die er "Europe square" nennt, und kultiviert die Räume zwischen urbaner Realität und symbolischen Werten. Seine Arbeiten wurden in der Kaunas Biennal (2021), im Hamburger Bahnhof, Berlin (2017), Bozar, Brüssel (2016), Kunsthaus Langenthal (2012), Bawag Contemporary (2009) gezeigt. 2021 veröffentlichte er Atlas Europe Square beim Verlag Urbanomic. Im Jahr 2010 nahm er am Pilotprojekt Kunst und Politik von Bruno Latour an der Universität Sciences-Po teil. Er hält einen MFA von der Wiener Kunstakademie und einen MA in Kunsttheorie und Sprache, EHESS, Paris.

Copyright: Mindaugas Drigotas, Nanook

Event-Information

Mittwoch, 27. April 2022
18.00 Uhr
Raum W211/212 der FHV - Vorarlberg University of Applied Sciences
Ansprechperson: Hannelore Nagel

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