Beschreibung einzelner Lerneinheiten (ECTS-Lehrveranstaltungsbeschreibungen) pro Semester

Studiengang: Bachelor Soziale Arbeit verlängert berufsbegleitend
Studiengangsart: FH-Bachelorstudiengang
Verlängert berufsbegleitend
Sommersemester 2021

Titel der Lehrveranstaltung / des Moduls Wahlhandlungsfeld Straffälligenhilfe
Kennzahl der Lehrveranstaltung / des Moduls 04856134
Unterrichtssprache Deutsch
Art der Lehrveranstaltung (Pflichtfach, Wahlfach) Pflichtfach
Semester in dem die Lehrveranstaltung angeboten wird Sommersemester 2021
Semesterwochenstunden 2
Studienjahr 2021
Niveau der Lehrveranstaltung / des Moduls laut Lehrplan 1. Zyklus (Bachelor)
Anzahl der zugewiesenen ECTS-Credits 2
Name des/der Vortragenden Beate FOLIE-WOHLGENANNT, Stefan THALER


Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Recht für die Soziale Arbeit, Recht Handlungsfeld Gesundheit


Lehrinhalte

In der Lehrveranstaltung werden die Definition und die wichtigsten Ansätze zur Erklärung von Kriminalität, die Besonderheiten von Jugendkriminalität und die aktuellen statistischen Zahlen vorgestellt.

Die Lehrveranstaltung bietet einen Überblick über die soziale Landschaft im Bereich der Straffälligenhilfe. Ausführlich werden dabei die Arbeit von Bewährungshilfe, Tatausgleich, Jugendgerichtshilfe, Antigewalttraining und elektronisch überwachtes Hausarrest vorgestellt.

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit den Besonderheiten der Arbeit im Zwangskontext und geht auf die Bedeutung der Beziehungsarbeit ein. Ebenfalls thematisiert werden Verhaltensregeln im Umgang mit aggressiven Personen, Techniken zur Deliktbearbeitung und die Auswirkungen von Freiheitsentzug. Zentraler Bestandteil der Lehrveranstaltung ist die Bearbeitung von konkreten Fallbeispielen.

Die notwendigen theoretischen Inhalte werden soweit wie möglich mit Praxisbeispielen verknüpft.

Rechtsteil: In dieser Lehrveranstaltung erwerben die Studierenden die für die Sozialarbeit wichtigen und erforderlichen rechtlichen Grundlagen für straffällige Menschen.

Dazu gehören die Grundzüge des österreichischen Strafrechts und der Strafprozessordnung, insbesondere die Regelungen des außergerichtlichen Tatausgleichs sowie die Bestimmungen über und die Aufgaben der Bewährungshilfe.


Lernergebnisse

Die Studierenden können den Begriff Kriminalität definieren. Sie kennen die wichtigsten Erklärungsansätze für die Entstehung von Kriminalität im Allgemeinen und die Besonderheiten von Jugendkriminalität im Speziellen.

Die Studierenden sind in der Lage Kriminalstatistiken angemessen zu interpretieren und haben eine Vorstellung von der zahlenmäßigen Entwicklung von Anzeigen, Verurteilungen und Haftzahlen in Österreich und im internationalen Vergleich.

Die Studierenden sind über die bestehenden Angebote der Straffälligenhilfe informiert. In den Bereichen Bewährungshilfe, Tatausgleich, Jugendgerichtshilfe, Antigewalttraining und elektronisch überwachter Hausarrest verfügen die Studierenden über ein vertieftes Wissen.

Die Studierenden haben eine Vorstellung von der Bedeutung der Beziehungsarbeit und den damit verbundenen, persönlichen Herausforderungen.

Die Studierenden können die Bedeutung des Zwangskontexts für eine Arbeitsbeziehung reflektieren und mit ihrer eigenen Rolle und Person in Verbindung setzen.

Die Studierenden kennen Verhaltensregeln im Umgang mit aggressiven Klienten, Techniken der Deliktverarbeitung und mögliche Auswirkungen von Freiheitsentzug.

Die Studierenden können Fallbeispiele aus der Lebenswelt kompetent einordnen, bearbeiten und das Ergebnis von Interventionen kritisch reflektieren.

Rechtsteil:

Die Studierenden kennen den Aufbau einer Straftat ebenso wie deren Unrechtsfolgen.

Sie haben einen Überblick über das Strafprozessrecht aber auch über die Zielsetzung und Aufgaben des außergerichtlichen Tatausgleichs sowie der Bewährungshilfe.

Die Studierenden kennen die Besonderheiten des Jugendstrafrechts.


Geplante Lernaktivitäten und Lehrmethoden

integrierte Lehrveranstaltung, Vorlesung, Diskussion und Fallbearbeitung


Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

schriftliche Prüfung (Stefan Thaler) mündiche Prüfung (Beate Folie)

Die Bewertung der Prüfung erfolgt additiv. Jede Teilprüfung muss positiv sein.


Kommentar

nicht zutreffend


Empfohlene Fachliteratur und andere Lernressourcen

Conen Marie-Luise, Cecchin Gianfranco (2007); Wie kann ich Ihnen helfen, mich wieder loszuwerden? Therapie und Beratung im Zwangskontext: Carl-Auer-Systeme-Verlag, Heidelberg. Dollinger, Bernd (Hg.)(2009): Handbuch Jugendkriminalität, Kriminologie und Sozialpädagogik im Dialog. 1. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Garland, David (2008):Kultur der Kontrolle. Verbrechensbekämpfung und soziale Ordnung in der Gegenwart. Frankfurt, New York, NY: Campus-Verl. Online verügbar unter worldcat.org/oclc/244036942. Lamnek Siegfried (2008): Theorien abweichenden Verhaltens I und II: 3. Auflage, UTB, München Mücke, Klaus (1998): Probleme sind Lösungen. Systemische Beratung und Psychotherapie: Systeme Verlag, Potsdam. Rauchfleisch Udo (2008): Begleitung und Therapie straffälliger Menschen: Vandenhoeck. Mayer Klaus, Schildknecht Huldreich (Hg.)(2009): Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität. Ein Handbuch für die interdisziplinäre Arbeit: Schulthess, Zürich. Weidner, Jens (Hg.) (2001): Gewalt im Griff. Band 1: Beltz Weinheim und Basel Weidner, Jens (Hg.) (2003): Gewalt im Griff. Band 3: Beltz Weinheim und Basel

Rechtsliteratur: KODEX, Strafrecht, 44. Auflage, Stand 1.2.2016, Lexis-Nexis Verlag LODERBAUER, Recht für Sozialberufe, 4. Auflage, 2015, Lexis-Nexis Verlag KIENAPFEL/HÖPFEL/KERT, Grundriss des Strafrechts, 14. Auflage, 2012, Manz Verlag MALECZKY, Strafrecht Allgemeiner Teil II, 17. Auflage, 2015, facultas.wuv Verlag SEILER, Strafrecht Allgemeiner Teil II, 5. Auflage, 2015, Verlag Österreich SEILER, Strafprozessrecht, 14. Auflage, 2015, facultas.wuv Verlag


Art der Vermittlung

Präsenzunterricht