Sasa Milanovic: „Elektrotechnik ist wie Gehirnforschung“

So wie das Gehirn alle menschlichen Funktionen steuert, so steuert die Elektronik und Software das Zusammenspiel einzelnen Komponenten in Maschinen. Und genau das ist es, was Sasa Milanovic an Elektrotechnik so fasziniert: “Ich finde es total spannend, wie zum Beispiel eine Maschine bzw. Anlage in der Größe eines Fußballplatzes funktioniert”, schwärmt der 23-jährige Dornbirner.

Seine Begeisterung für Technik hat Sasa Milanovic schon als Kind ausgelebt: “Damals habe ich aus verschiedenen Legobausätzen neue Konstrukte gebildet.” Nicht verwunderlich also, dass auch seine schulische Laufbahn ihn in diese Richtung führte: “Nach der Fachschule habe ich an der HTL Rankweil den Aufbaulehrgang Elektronik und Informationstechnologie gemacht.” Während des Zivildienstes bewarb sich Sasa Milanovic für den Studiengang Elektrotechnik Dual. “Von meinen Kollegen von der HTL habe ich gehört, dass sie nach der Matura bei der Jobsuche immer wieder Probleme wegen der fehlenden Praxis hatten. Deshalb ist die duale Studienform für mich perfekt. So kann ich neben dem Studium auch Praxiserfahrungen machen und sehe, wie es in einem Betrieb so läuft.”

Sasa Milanovic

Die Studierenden sind schon ab dem dritten Semester bei ihrem Ausbildungsunternehmen angestellt. Die Studierenden beziehen also schon während des Studiums ein monatliches Gehalt!”

Studium und Berufsausbildung

Elektrotechnik Dual kombiniert ein Studium der Elektrotechnik an der FH Vorarlberg mit einer praktischen Ausbildung in einem Partnerunternehmen. Dabei übernehmen sowohl die Hochschule als auch das jeweilige Unternehmen Teile der Ausbildung. Für die Studierenden bedeutet das: Sie sind abwechselnd für einen gewissen Zeitraum an der Hochschule und einen gewissen Zeitraum im Unternehmen. Zu Beginn des Studiums bekommen die Studierenden ein fundiertes Grundlagenwissen vermittelt. Deshalb sind die ersten beiden Semester ganzheitlich an der FH Vorarlberg. Anschließend wechseln sich Studien- und Praxisphasen ab. Dazu bewerben sich die Studierenden bei einem der 38 Partnerunternehmen.

Praxisphasen bei Schelling

Sein besonderes Interesse für Maschinen hat Sasa Milanovic bewogen, sich bei Schelling Anlagenbau in Schwarzach zu bewerben: “Ich habe in der HTL schon CNC-Maschinen programmiert. Darum hat mir ein Kollege die Firma Schelling empfohlen”, erzählt er. Den ersten Praxismonat dort erlebte der Student als sehr informativ: “Ich habe verschiedene Abteilungen kennengelernt. Mir wurde gezeigt, wie die einzelnen Maschinen und Anlagen aufgebaut sind und wie sie funktionieren. Es ist erstaunlich, wie viele Optionen es für eine Standardanlage gibt.”

Für die nächste Praxisphase überlegen sich der Betreuer bei Schelling und die Hochschule, welche Projekte für den Studenten in Frage kommen. “Es wird darauf geachtet, dass es beiden Seiten etwas bringt. Sowohl das Unternehmen als auch ich als Student sollen etwas davon haben”, erklärt 23-Jährige.

Vorteile von Dual

Für Sasa Milanovic liegen die Vorteile des dualen Studienmodells auf der Hand: „Ich habe mit Studienabschluss schon viel Praxiserfahrung und kenne die betrieblichen Abläufe des Unternehmens. "Damit kann ich von meinem Ausbildungsunternehmen nahtlos und ohne Einführungsphase in eine normale Anstellung übernommen werden.“ Denn die Studierenden sind schon ab dem dritten Semester bei ihrem Ausbildungsunternehmen angestellt. Und was ebenfalls wichtig ist: Die Studierenden beziehen schon während des Studiums ein monatliches Gehalt!"

Trotz dieser Vorteile oder vielleicht gerade deswegen ist das Studium Elektrotechnik Dual nicht leicht. Sasa Milanovic beschreibt es so: „Dadurch, dass wir nicht die ganze Zeit an der FH sind, ist der Lernstoff ziemlich geballt. Das heißt, dass es unumgänglich ist, beim Lernen immer dran zu bleiben. Aber wenn man sich für Technik interessiert und man Spaß daran hat, dann ist es perfekt.“

Raphael Feurle: „Ich will noch was lernen“

Nach 4 Jahren im Beruf dachte sich Raphael Feurle: „Das kann doch noch nicht alles gewesen sein!“ Er entschied sich für das Studium Elektrotechnik Dual an der FH Vorarlberg. Nun kann er bei seinem Ausbildungsunternehmen bei wichtigen Projekten mitarbeiten.

Das Interesse für Technik wurde bei Raphael Feurle schon in der Volksschule geweckt: „Wir hatten einem Baukasten mit Drähten und Lampen. Damit konnten wir Schaltkreise bauen. Das fand ich total spannend.“ Da ihm das Lernen leichtfiel, entschied er sich mit 14 für die HTL Bregenz. „Nach der Schule wollte ich jedoch arbeiten gehen und das Gelernte praktisch anwenden.“ Vier Jahre arbeitete er bei der Firma STB Steuerungstechnik. „Das Arbeiten war sehr lehrreich. Ich habe verstanden, wie die Theorie in der Praxis funktioniert. Trotzdem kam irgendwann der Gedanke, dass ich noch mehr lernen möchte. Zufällig bin ich damals auf das Studienangebot Elektrotechnik Dual gestoßen. Das war genau das Richtige für mich. Vor allem, weil ich schon eine eigene Wohnung und ein Auto hatte und ein Vollzeit-Studium finanziell für mich nicht mehr in Frage gekommen wäre.“

Raphael Feurle

Im Job habe ich gelernt, wie die Theorie in der Praxis funktioniert. Trotzdem kam irgendwann der Gedanke, dass ich noch mehr lernen möchte. Der Studiengang Elektrotechnik Dual war genau das Richtige für mich."

Studieren und Geld verdienen

Elektrotechnik Dual kombiniert ein Studium der Elektrotechnik an der FH Vorarlberg mit einer praktischen Ausbildung in einem Partnerunternehmen. Dabei übernehmen sowohl die Hochschule als auch das jeweilige Unternehmen Teile der Ausbildung. Für die Studierenden bedeutet das: Sie sind abwechselnd für einen gewissen Zeitraum an der Hochschule und einen gewissen Zeitraum im Unternehmen. Und was ebenfalls wichtig ist: Die Studierenden sind ab dem dritten Semester bei ihrem Ausbildungsunternehmen angestellt und beziehen ein monatliches Gehalt.

Da diese Ausbildung mit der Firma STB Steuerungstechnik nicht möglich war, entschied sich Raphael Feurle für die Firma Blum als Ausbildungsunternehmen: „Ich hatte mir die Liste der Partnerunternehmen angesehen und mich dann bei Blum beworben. Unter anderem, weil Blum auch Steuerungen für Sondermaschinen entwickelt und somit gut zu meiner beruflichen Vorbildung passt.“

Erste Praxisphase mit betrieblichen Projekten

Nach einem Jahr fundiertem Grundlagenstudium an der FH Vorarlberg hat Raphael Feurle im Sommer zum ersten Mal für drei Monate bei Blum gearbeitet. Der Einstieg dort war sehr einfach für ihn: “Da ich durch meinen früheren Job schon mit Steuerungen zu tun hatte, konnte ich gleich in einem coolen Projekt mitarbeiten.” Damit die Projekte in den Praxisphasen den Vorgaben im Studium entsprechen, wird mit dem Betreuer im Unternehmen ein Dispopapier ausgearbeitet und mit der Hochschule abgestimmt. Die Studierenden bearbeiten in den insgesamt vier Praxisphasen betriebliche Projekte aus den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik, Informatik und Betriebswirtschaft.

Lernen „on the job“

Durch das duale Studienmodell setzen die Studierenden das in der Theorie Gelernte unmittelbar in den Praxisphasen im Unternehmen um. Wie wichtig das ist, weiß Raphael Feurle aus eigener Erfahrung: “In der Praxis spielen sich die Dinge oft anders ab, als man sich das in der Theorie vorgestellt hat. Gleichzeitig verändert sich aber auch das Arbeiten durch das Gelernte. Man löst Aufgaben anders, wenn man weiß, was dahintersteckt.”

Gute Entscheidung

Nun wechselt Raphael Feurle im 3-Monatsrythmus zwischen Studium an der FH Vorarlberg und Praxisphase bei Blum. Im Augenblick ist er wieder in der Studienphase. Diese ist aus seiner Sicht anstrengender als die Praxisphase: “Ich musste mich wieder erst an das Lernen gewöhnen. Vor allem, dass ich auch in der Freizeit noch was für das Studium tun muss.” Trotzdem hat Raphael Feurle seine Entscheidung noch nicht bereut. “Es eröffnet ganz neue Sichtweisen, wenn man die Denkprozesse hinter den Dingen versteht und es macht einfach Spaß, Neues zu lernen.”

Johannes Lang: „Elektrotechnik Dual bringt viele ,Aha-Momente'“

Wissbegierig war Johannes Lang schon immer. Aber auch die praktische Arbeit faszinierte ihn. Darum entschied er sich zuerst für eine Lehre. Doch dann wollte er noch mehr lernen. Nach der Berufsreifeprüfung folgte deshalb das Studium Elektrotechnik Dual. Und mit ihm viele „Aha-Momente“.

Die guten Erfahrungen mit der Dualen Ausbildung brachten Johannes Lang dazu, sich nach der Berufsreifeprüfung für das Hochschulstudium Elektrotechnik Dual zu bewerben: „Ich habe zuerst eine Lehre als Elektroniker gemacht. Während dieser Zeit habe ich verschiedene Abteilungen durchlaufen und dabei viel gelernt.“ Darum entschied sich der 27-Jährige auch beim Studium wieder für eine duale Ausbildung. „Im Studium Elektrotechnik Dual wechseln Studiumsphasen an der FH Vorarlberg mit Praxisphasen bei einem Ausbildungsunternehmen ab. In den Praxisphasen arbeitet man in verschiedenen Abteilungen und Fachbereichen.

Johannes Lang

Durch das Studium habe ich ganz neue Möglichkeiten und neue, spannendere Aufgaben.”

Arbeitgeber bleibt gleich

Da die Firma Omicron eines der 38 Partnerunternehmen von Elektrotechnik Dual ist, kann Johannes Lang seine Ausbildung bei seinem bisherigen Arbeitgeber beginnen. „Ich habe schon während der Berufsreifeprüfung meinen Arbeitgeber informiert, dass ich gerne Elektrotechnik Dual studieren möchte. Das wurde sehr gut aufgenommen. Die Firma hatte dadurch genug Zeit, für meine bisherige Stelle eine Nachbesetzung zu finden.“

Studiumsphase zum Einstieg

Für Johannes Lang änderte sich mit Studienbeginn einiges. Die ersten beiden Semester verbrachte er ganz an der FH Vorarlberg. In diesem Jahr bekommen die Studierenden ein fundiertes Grundlagenwissen vermittelt. Für Johannes Lang, der gewohnt war, neben der Arbeit für die Berufsreifeprüfung zu lernen, eine komfortable Situation: „Da ich nach Abschluss der Prüfungen direkt mit dem Studium begonnen habe, war ich schon im Lernen drin. Trotzdem war der Einstieg nicht einfach. Vor allem Mathematik ist am Anfang ein Knackpunkt und für viele eine ziemliche Herausforderung. Aber man hat auch viele Aha-Momente, weil man plötzlich begreift, warum etwas so ist, wie es ist.“

Praxisphase mit neuen Aufgaben

Ab dem dritten Semester wechseln sich Studienphasen an der FH Vorarlberg und Praxisphasen im Unternehmen ab. Johannes Lang ist damit wieder bei Omicron angestellt, hat aber eine neue Aufgabe: „In den Praxisphasen müssen wir in betrieblichen Projekten komplexe Aufgabenstellungen aus den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik, Informatik und Betriebswirtschaft bearbeiten”, erklärt er. “Dadurch lernen wir verschiedene Abläufe kennen und bekommen ein Verständnis für das große Ganze.”

Neue Möglichkeiten

Johannes Lang möchte auch nach dem Studium bei Omicron bleiben: “Durch das Studium habe ich aber ganz neue Möglichkeiten und neue, spannendere Aufgaben.”

Weitere Informationen zum Studiengang

Kontaktpersonen Elektrotechnik Dual BSc

Bernadette Auer

Bernadette Auer, BEd
Beratung & Anmeldung

 +43 5572 792 5800
elektrotechnik-dual@fhv.at

Patrizia Rupprechter, MA BA
Beratung & Anmeldung

+43 5572 792 5802
elektrotechnik-dual@fhv.at

Details

Franz Geiger

Prof. (FH) DI Dr. techn. Franz Geiger
Studiengangsleiter

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