Didaktische Überlegungen bei der Gestaltung des Studienplans

Im Zentrum des didaktischen Konzepts der FH Vorarlberg steht Ihre Ausbildung von Kompetenzen mit Hilfe einer studierendenzentrierten Didaktik. Sie entwickeln dabei Fähigkeiten zum selbstorganisierten und reflektierten Handeln in offenen Problem- und Entscheidungssituationen. Um Ihre Entwicklung von personalen, kommunikativ-sozialen, umsetzungsorientierten und fachlich-methodischen Schlüsselkompetenzen sicherzustellen, geht die Fachhochschule Vorarlberg im Bereich der Lehre innovative Wege.

Um den Wissenstransfers in optimaler Qualität zu gestalten, orientiert sich der Masterstudiengang Informatik an folgenden acht Leitprinzipen:

Kompetenzorientierte und transparente Lernergebnisformulierungen und Kohärenz von Lernzielen, Prüfungsformen und Lehr-/Lernformen bilden die Basis. Die Lernziele sind in den Lehrveranstaltungsbeschreibungen formuliert und am Kompetenzprofil des Studiengangs ausgerichtet. Hochschullehrende kennen die Lernziele des gesamten Programms und können ihren Beitrag in das Ganze einordnen und über mehrere Lehrveranstaltungen abstimmen. Prüfungen und Didaktik orientieren sich an diesen Lernzielen und sind aufeinander abgestimmt.

Ein Beispiel dafür ist die Prüfung in der Lehrveranstaltung "Informationssicherheit". Das Lernziel "Studierende können ein Sicherheitskonzept in einem Unternehmen bzw. einer Organisation ausarbeiten" wird durch eine schriftliche Arbeit in Form einer Fallstudie zur Ausarbeitung eines Sicherheitskonzepts für ein Unternehmen bzw. eine Organisation nachgewiesen.

Die besondere Herausforderung einer fachhochschulischen Ausbildung liegt darin, die Absolventinnen und Absolventen sowohl mit einer akademischen als auch mit einer beruflichen Handlungskompetenz auszustatten. Theorie und Praxis werden ausgewogen miteinander verbunden. Hochschullehrende bringen Beispiele aus der Praxis als konkrete Verbindung zur Theorie und zum Entwickeln mentaler Modelle ein, genauso wie Theoriekonzepte und Forschungsergebnisse zum Verständnis von Problemen und Lösungen in der Praxis.

Externe Lehrende und Berufspraktikerinnen und Berufspraktiker werden in die Lehre einbezogen, zum Beispiel wird das Thema Sicherheit in der Geräteentwicklung im Wahlmodul 1 "Internet der Dinge" von einem externen Experten für Softwareentwicklung im Medizintechnikbereich übernommen. Über die Vertiefungsrichtungen werden Studierende in Praxis-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte eingebunden. 

Studierende gewinnen an ausgewählten Fallbeispielen jene Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen, die das Gesetzmäßige und die übergreifenden Zusammenhänge in ihrem Fachgebiet verdeutlichen. Mit einer Sammlung von Fallstudien wird zum Beispiel in der Lehrveranstaltung "Digitale Transformation" gearbeitet, der Einsatz von Informationstechnologie wird sowohl innerhalb der Organisation als auch organisationsübergreifend in einigen wichtigen Bereichen (zum Beispiel Logistik, Gesundheitswesen, Informationstechnologie und Dienstleistungen) betrachtet. In der Lehrveranstaltung "Maschinelles Lernen" werden Aufbau und Operationalisierung einer Anwendung im Bereich Machine Learning exemplarisch anhand von zwei Beispielanwendungen (Textklassifikation/Suchmaschinen bzw. Human Activity Recognition) eingeführt. 

Die Internationalisierungsstrategie der FH Vorarlberg - mit Integration von Gaststudierenden von Partnerhochschulen weltweit, Auslandssemester, Short Term Study Programs, Field Trips usw. - sichert Perspektivenvielfalt, den Erwerb moderner internationaler Wissensinhalte, die Vertiefung der Sprachkenntnisse und den Erwerb von interkulturellen Fähigkeiten. Im Masterstudium Informatik wird dies insbesondere durch das in Englisch unterrichtete (optionale) Austauschsemester im 2. oder 4. Semester und Field Trips über das Kontextstudium erreicht. Darüber hinaus können Studierende aktiv an internationalen, vor allem EU-geförderten Forschungsprojekten mitarbeiten, zum Beispiel in den Vertiefungsrichtungen, die gemeinsam mit den Forschungszentren der FH Vorarlberg angeboten werden oder über einen Forschungsschwerpunkt im Kontextstudium. 

Der Dialog von Lehrenden mit Studierenden steht im Zentrum. Die Lehr- und Lernformen zielen daher auf eine intensive Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden und auf die verstärkte Kooperation zwischen den Studierenden selbst ab. Feedback stiftet Nutzen und ist ein Dialog auf Augenhöhe zwischen den Beteiligten. Agile Softwareentwicklungsprozesse für das projektbasierte Lernen in allen Vertiefungsrichtungen sind ein gutes Beispiel dafür. Als Coaches in diesen Prozessen geben Lehrende den Studierenden systematisch und regelmäßig Feedback über ihre Studienleistungen und Lernfortschritte. Andererseits geben die Studierenden den Lehrenden Feedback über die Lehrveranstaltungen sowie Hinweise für die Verbesserung der Didaktik. Dazu dienen verschiedene Maßnahmen der Lehrevaluation und des institutionellen Qualitätsmanagements.

Für alle Studiengänge ist ein angemessener Methoden-Mix vorgesehen. Lehrmethoden werden so eingesetzt, dass sie für den jeweiligen Lernkontext und das jeweilige Lernziel passen. Vielfältige Lehr- und Lernmethoden sind zentral in der Lehre, da lernpsychologisch notwendig. Unterschiedliche Lerntypen müssen bedient werden, um Lernen zu initiieren. Hochschullehrende beziehen die Heterogenität und Vielfalt der Studierenden, gerade auch in den Vertiefungsrichtungen mit unterschiedlichen Zugängen wertschätzend in die Gestaltung der Themen im Curriculum und in den verwendeten Methoden mit ein. Schwerpunkt in den Vertiefungen ist projektbasiertes Lernen, im Wahlmodul 2 "Modellieren, Simulieren und Optimieren" wird im abschließenden Projekt im 3. Semester eine wissenschaftliche Simulations- und Optimierungsstudie durchgeführt und dokumentiert, in den Wahlmodulen 1 "Internet der Dinge" und 4 "Big Data" werden jeweils komplexe Softwareprojekte entworfen und umgesetzt. Die Lehrveranstaltung "Führungsqualitäten" setzt bei der Vermittlung der Lernziele auf Impulsvorträge, Lehrgespräche, Übungen, Reflexionen- und Feedbackgruppen sowie Transferaufgaben. In der Lehrveranstaltung "IT-Recht" findet auch eine Exkursion mit Teilnahme an einer Gerichtssitzung statt. 

"Scheitern" wird nicht bestraft sondern gefordert und gefördert, um Innovation, neue Erkenntnisse und Lernen zu generieren. Dementsprechend schaffen Lehrende eine fehlerfreundliche Lernwelt, in der Studierende den Mut haben, Risiken einzugehen, innovative Ideen und Lösungswege auszuprobieren und ggf. dabei Fehler zu machen. Das Wahlmodul 3 "User Experience" ist so aufgebaut, dass das zweite Semester der "Entwicklung alternativer Benutzer- und Benutzerinnenschnittstellen" gewidmet ist. Die Projektergebnisse aus dem zweiten Semester werden dann im dritten Semester evaluiert und über einen Re-Design-Prozess verbessert. Im Kontextstudium soll es auch die Möglichkeit geben, die zwei Semester zur gemeinsamen Ausarbeitung einer Idee für ein Business-Startup zu nutzen und erste Erfahrungen zu sammeln. 

Pures E-Learning findet an der FH Vorarlberg bewusst nicht statt. Mediale Unterstützung wird aber überall dort eingesetzt, wo sie den Lernerfolg verbessert und die Studierbarkeit unterstützt. In der Lehrveranstaltung "Datenorganisation" findet die Einführung zum Thema WEKA (ein Werkzeug zur Datenauswertung) mit Hilfe eines MOOC der University of Waikato statt.

Kontaktpersonen Informatik MSc

Prof. (FH) Dipl.-Ing. Dr. Regine Kadgien

+43 5572 792 5101
regine.kadgien@fhv.at

W1 04

Lebenslauf

Regine Kadgien, geb. Bolter studierte Telematik an der Technischen Universität Graz und promovierte 2001 im Bereich digitale Bildverarbeitung. Sie ist seit 2003 Studiengangsleiterin für Informatik an der FH Vorarlberg, aktuell für den FH-Bachelorstudiengang Informatik – Software and Information Engineering und den FH-Masterstudiengang Informatik sowie Mitglied des FH-Kollegiums und seit 2012 Vorsitzende der Beschwerdekommission des FH-Kollegiums. In diesen Funktionen hat sie mehrere Curriculumsentwicklungen nach der Bologna Studienarchitektur erfolgreich geleitet. Als Vizerektorin für Lehre (2006 bis 2011) war sie unter anderem maßgeblich an der Entwicklung der Prüfungsordnung nach dem FHStG beteiligt. 

In der Lehre ist sie in den Bereichen Computerarchitektur und Computernetzwerke; Wissenschaftliches Arbeiten; Computergrafik und Bildverarbeitung; Betreuung von Berufspraktika, Bachelor- und Masterarbeiten tätig.

Regine Kadgien wurde auf Vorschlag der Österreichischen Fachhochschul-Konferenz von der Europäischen Kommission im Juli 2009 zur Nationalen Bologna Expertin bestellt, und übte diese Funktion, ab 2014 unter dem neuen Namen nationale Expertin für den Europäischen Hochschulraum, bis Ende 2018 aus. 2012 – 2015 wurde sie vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung als österreichische Vertreterin in die Arbeitsgruppe der Europäischen Kommission zur Weiterentwicklung des ECTS-Users-Guide entsandt.

Seit 2018 ist Regine Kadgien als Fachexpertin im Bereich Informatik für die Zertifizierung nach dem neuen Ingenieurgesetz (IngG 2017) tätig.

Lehre

Computerarchitektur und Computernetzwerke
Wissenschaftliches Arbeiten

Prof. (FH) Dipl.-Ing. Dr. Regine Kadgien

+43 5572 792 5101
regine.kadgien@fhv.at

W1 04

Lebenslauf

Regine Kadgien, geb. Bolter studierte Telematik an der Technischen Universität Graz und promovierte 2001 im Bereich digitale Bildverarbeitung. Sie ist seit 2003 Studiengangsleiterin für Informatik an der FH Vorarlberg, aktuell für den FH-Bachelorstudiengang Informatik – Software and Information Engineering und den FH-Masterstudiengang Informatik sowie Mitglied des FH-Kollegiums und seit 2012 Vorsitzende der Beschwerdekommission des FH-Kollegiums. In diesen Funktionen hat sie mehrere Curriculumsentwicklungen nach der Bologna Studienarchitektur erfolgreich geleitet. Als Vizerektorin für Lehre (2006 bis 2011) war sie unter anderem maßgeblich an der Entwicklung der Prüfungsordnung nach dem FHStG beteiligt. 

In der Lehre ist sie in den Bereichen Computerarchitektur und Computernetzwerke; Wissenschaftliches Arbeiten; Computergrafik und Bildverarbeitung; Betreuung von Berufspraktika, Bachelor- und Masterarbeiten tätig.

Regine Kadgien wurde auf Vorschlag der Österreichischen Fachhochschul-Konferenz von der Europäischen Kommission im Juli 2009 zur Nationalen Bologna Expertin bestellt, und übte diese Funktion, ab 2014 unter dem neuen Namen nationale Expertin für den Europäischen Hochschulraum, bis Ende 2018 aus. 2012 – 2015 wurde sie vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung als österreichische Vertreterin in die Arbeitsgruppe der Europäischen Kommission zur Weiterentwicklung des ECTS-Users-Guide entsandt.

Seit 2018 ist Regine Kadgien als Fachexpertin im Bereich Informatik für die Zertifizierung nach dem neuen Ingenieurgesetz (IngG 2017) tätig.

Lehre

Computerarchitektur und Computernetzwerke
Wissenschaftliches Arbeiten

Sie wünschen eine persönliche Beratung? Wir freuen uns über Ihre Fragen!

Unsere Service-Zeiten:
Montag bis Freitag 9:30 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr
(oder individuelle Terminvereinbarung)