Beschreibung einzelner Lerneinheiten (ECTS-Lehrveranstaltungsbeschreibungen) pro Semester

Studiengang: Master Mechatronics
Studiengangsart: FH-Masterstudiengang
Vollzeit
Sommersemester 2021

Titel der Lehrveranstaltung / des Moduls Phasenübergänge in komplexen Systemen
Kennzahl der Lehrveranstaltung / des Moduls 800101012000
Unterrichtssprache Deutsch
Art der Lehrveranstaltung (Pflichtfach, Wahlfach) Wahlfach
Semester in dem die Lehrveranstaltung angeboten wird Sommersemester 2021
Semesterwochenstunden 4
Studienjahr 2021
Niveau der Lehrveranstaltung / des Moduls laut Lehrplan 2. Zyklus (Master)
Anzahl der zugewiesenen ECTS-Credits 6
Name des/der Vortragenden Jonathan JANCSARY, Hubert MATT, Oskar MÜLLER


Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Interesse und Neugierde bzgl. eigener Fragestellungen. Interesse und Offenheit gegenüber Fragen von Gruppenmitgliedern. Fähigkeit zur Selbstorganisation und zum eigenständigen Arbeiten.


Lehrinhalte

Umbrüche in Systemen, in denen neue Regeln oder Werte gültig werden. Fragen zu diesen Transformationen öffnen ein weites Feld für transdisziplinäre Untersuchungen. Wir finden solche Übergänge in Technik, Natur und Biologie genauso, wie in Gesellschaft und Kultur, in Biografien von Menschen und in der Geschichte von Organisationen.

 


Lernergebnisse

Die Studierenden beantworten eine transdisziplinäre Fragestellung durch eigenständige  Untersuchungen. Zusätzlich zur Antwort auf diese Querschnittsfrage in einem dokumentierten Werk zählt zu den Lernergebnissen:

  • Die Studierenden können ihr (fachliches) Wissen in einen größeren Kontext einbetten und erkennen Bezüge zu disziplinübergreifenden Fragestellungen. 
  • Die Studierenden haben aktiv eigene Beiträge zu einer fachübergreifenden Fragestellung geleistet, ihre Ergebnisse für die Gruppe dargestellt und mit ihr diskutiert. Dabei haben sie einige Fragestellungen, Argumentationen oder Herangehensweisen aus der Sicht anderer Disziplinen kennengelernt. 

  • Schaffung von Bewusstsein für Argumentation und Konsistenz. 

  • Erleben von Ausprobieren, Handeln, Scheitern und Neuanfang. Die Studierenden gewinnen Selbsterfahrung durch Übung in freier Ideenfindung, in der Interaktion mit Anderen, im Sich-selbst-Organisieren und in der Erprobung von Ideen und Anwendungen. 


Geplante Lernaktivitäten und Lehrmethoden

Aktivierung: Studierenden wird der Spielraum eröffnet, eigene Fragen und Herangehensweisen einzubringen.

Handlungsorientierung: Gemeinsames Planen des Weges und ev. erforderlicher Methoden und Literatur. Formulierung der Anforderungen und Erwartungen an die Arbeitsweise der Studierenden aus fachlicher Sicht.

Umsetzung: Festlegung der Rahmenbedingungen und Verhaltensweisen, die für ein geordnetes und erfolgsversprechendes Erbringen der Leistungsanforderung Voraussetzung sind. Dazu gehört das Vereinbaren von gemeinsamen Regeln und Erwartungen zur Zusammenarbeit, aber auch zur Leistungserbringung und Leistungsbeurteilung. 

Die eigene Arbeit wird getragen von einer selbständige Herangehensweise und Auseinandersetzung mit Zugängen aus anderen Disziplinen sowie Ausprobieren eigener Wege und Ansätze. Die eigene Forschungsarbeit geht einher mit einem transdisziplinären Diskurs sowie einem konstruktiven Umgang mit eventuellem Scheitern bzw. mit Kritik. 


Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

In die Beurteilung fließen ein:

  • Ergebnis der vereinbarten Arbeit der/des Studierenden.
  • Engagement und Einbringen von Ansätzen in den disziplinübergreifenden Gruppendiskurs.
  • Einhalten der vereinbarten Zwischenziele.
  • Abschlusspräsentation.

Kommentar

Dieses Modul kann von einzelnen Studierenden sowohl im Sommer- als auch im Wintersemester gebucht werden, wenn von diesen eine tiefergehnde Bearbeitung eines Themas gewünscht wird.


Empfohlene Fachliteratur und andere Lernressourcen

Abhängig von der vereinbarten Fragestellung und in Absprache mit den betreuenden Lernbegleitern.


Art der Vermittlung

Die Studierenden werden angeregt, eigene Fragen, Überlegungen und Beiträge in den Lern- und Erkenntnisprozess einfließen zu lassen. Während die Lehrenden die Rolle von Lernbegleitern einnehmen, bekommen die Teilnehmenden im Diskurs mit der Gruppe Gelegenheit, neue Standpunkte, Haltungen und Blickwinkel einzunehmen, Zusammenhänge zu entdecken und neu zu ordnen sowie Neuland zu betreten. Dabei dürfen die Studierenden eigenwillig und neugierig sein, eigenen drängenden Fragen nachgehen und Selbstverständliches infrage stellen.

Die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Thema zielt auf einen bewussten Dialog mit disziplinärer Grenzüberschreitung ab, mit dem Potenzial einer Veränderung der Sprache, der Bilder und des Verständnisses von Zusammenhängen. Das Arbeitsergebnis wird dokumentiert und stellt einen potentiellen Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen in den Folgesemestern dar.