Beschreibung einzelner Lerneinheiten (ECTS-Lehrveranstaltungsbeschreibungen) pro Semester

Studiengang: Master Betriebswirtschaft: Accounting, Controlling & Finance
Studiengangsart: FH-Masterstudiengang
Berufsbegleitend
Sommersemester 2021

Titel der Lehrveranstaltung / des Moduls Performative Interventionen - Selbstdarstellung, Beobachtung, Inszenierung
Kennzahl der Lehrveranstaltung / des Moduls 800101010800
Unterrichtssprache Deutsch
Art der Lehrveranstaltung (Pflichtfach, Wahlfach) Wahlfach
Semester in dem die Lehrveranstaltung angeboten wird Sommersemester 2021
Semesterwochenstunden 4
Studienjahr 2021
Niveau der Lehrveranstaltung / des Moduls laut Lehrplan 2. Zyklus (Master)
Anzahl der zugewiesenen ECTS-Credits 6
Name des/der Vortragenden Edmont GRUBER, Petra Luzia KÜNZLER, Brigitte WALK-SCHÖCH


Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Keine Voraussetzungen. Die Studierenden bringen sich aktiv in den Prozess ein.


Lehrinhalte

Die Studierenden entwickeln mit der Regisseurin ein Theaterstück und setzen es als zeitgenössisches ästhetisches Projekt um. Sie sind gemeinsam und individuell Forscherinnen des Themas, Entwickler von Szenen als Umsetzung von Inhalten, Schauspieler ihrer Szenen und der Themen anderer Studierender.

Theaterarbeit findet parallel auf mehreren Ebenen statt, alle sollen von den Studierenden selbst mitgestaltet werden.

1. Stückentwicklung: Ein Thema wird befragt, im Alltag beobachtet, gemeinsam besprochen, szenisch interpretiert und wieder befragt, mit Bewegung umgesetzt, mit Objekten bespielt, an Orte versetzt, mit Musik/Foto/Bild/Video kontextualisiert und auf historische und mediale Präsenz überprüft. Texte werden geschrieben, aus eigener Erfahrung wird ebenso geschöpft wie Fiktion geschaffen. Eine Materialsammlung entsteht, die sowohl Information wie Wissen, Erfahrung und intuitive Elemente enthält.

2. Regie und Ausstattung entwickeln sukzessive mit den Studierenden aus dem Material szenische Abfolgen, die spielbar sind und das Thema von allen Seiten ästhetisch distinkt, emotional spannend und intellektuell ansprechend fassen. Die Studierenden sind hier SchauspielerInnen und Darsteller, es wird gemeinsam über beide Ebenen reflektiert (innen wie aussen, Gefühl wie Ansicht), die ästhetische Entscheidung liegt bei der Regie, um eine stringente Dramaturgie zu erhalten. Die ästhetischen „Schaumittel“ wie Video, Kostüme, Ort/Bühne/Raum, Musik werden gestaltet unter Anleitung, aber partizipativ mit den Fähigkeiten und Ideen der Studierenden.

3. Die Proben nehmen den Entwicklungsverlauf auf und verdichten und repetitieren mit den Studierenden, das Üben wird wichtig, das Festlegen und Einstudieren.

4. Das Stück wird vor Publikum aufgeführt, damit für einen breiteren Kreis objektivierbar und zum Diskurs freigegeben und gleichzeitig als ästhetisches Ereignis wahrgenommen. Die Studierenden sind Akteure, Gestalter und Personen mit „Differenzerfahrung“: Ich bin ich und kann gleichzeitig ein Anderer sein.

5. Der gesamte Projektverlauf wird reflektiert, Publikumsreaktionen abgefragt, Erlebnisse erzählt und verschriftlicht, ein Bericht erstellt.


Lernergebnisse

Theater spielen bedeutet, sich selbst im Rahmen einer Rolle neu zu erfinden und als Person zu inszenieren. Dabei können wichtige Kompetenzen wie persönliches Auftreten, die Wirkung von Sprache, Gestik, Mimik und Körperhaltung reflektiert und entwickelt werden. Die Studierenden lernen, sich selber und andere zu beobachten, diese Beobachtungen zu verarbeiten.

Sie lernen, einen scheinbar chaotischen und intuitiven Weg zu akzeptieren mit dem Wissen, es läuft auf eine Gestaltung und einen Aufführungstermin hin. Wie das Werk aussehen wird, das sie selbst mit ihren Körpern gestalten, weiss zu Beginn noch niemand. Schlussendlich ist die Gestaltung aber so stark, dass sie von jedem Einzelnen ebenso wie von der Gruppe performiert werden kann.

Mittel werden eingesetzt, aber immer vom Körper des Performenden geführt. Ein gestaltender Wille findet Körper, Raum und Zeit.

Einzelne Momente formen das Kunstwerk im flüchtigen Medium. Diese Momente müssen bedacht, gestaltet, intensiv und rhythmisch spannend gesetzt sein.


Geplante Lernaktivitäten und Lehrmethoden

Coaching, Vortrag, gestütztes und angeleitetes Experimentieren, Feedback.


Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

Individueller Reflexionsbericht (ca. 4-5 Seiten) über den Prozess und den Lernerfolg.


Kommentar

keine


Empfohlene Fachliteratur und andere Lernressourcen

Wird auf ILIAS bereitgestellt.


Art der Vermittlung

Gemeinsam mit einer Regisseurin, Bühnenbildnerin und Maskenbildnerin werden die Studierenden durch den Prozess der Inszenierung eines Theaterstücks geführt. Von der Entwicklung eines Theaterstückes bis zur Aufführung werden die Studierenden begleitet und unterstützt.