Beschreibung einzelner Lerneinheiten (ECTS-Lehrveranstaltungsbeschreibungen) pro Semester

Studiengang: Master Betriebswirtschaft: International Marketing & Sales
Studiengangsart: FH-Masterstudiengang
Berufsbegleitend
Wintersemester 2021

Titel der Lehrveranstaltung / des Moduls Einführung in die Finanzmärkte - Marktstrategie
Kennzahl der Lehrveranstaltung / des Moduls 800101022300
Unterrichtssprache Deutsch / Englisch
Art der Lehrveranstaltung (Pflichtfach, Wahlfach) Wahlfach
Semester in dem die Lehrveranstaltung angeboten wird Wintersemester 2021
Semesterwochenstunden 2
Studienjahr 2021
Niveau der Lehrveranstaltung / des Moduls laut Lehrplan 2. Zyklus (Master)
Anzahl der zugewiesenen ECTS-Credits 3
Name des/der Vortragenden Gunther ROTHFUSS


Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Keine. Die Lehrveranstaltung hat einführenden Charakter. Der Besuch von „Einführung in die Finanzmärkte – Überblick“ ist von Vorteil, aber nicht Voraussetzung.


Lehrinhalte

Das Modul betrachtet die Frage, welche Potentiale und Risiken diverse Assetklassen und Anlagestrategien an den Finanzmärkten bieten und welche Strategien aus Sicht insbesondere von Kleinanlegern das beste Verhältnis von Chance und Risiko haben. Es stellt sich heraus, dass sich die Frage nur sinnvoll beantworten lässt, wenn eine ganze Reihe von Randbedingungen geklärt ist. Die wichtigsten dieser Randbedingungen sind Anlageziele, Anlagehorizont, psychologische Verfassung, Vorwissen und Zeitbudget.

Die Stofffülle ist zu groß für ein Semester. Deswegen wird keine klassische Vorlesung über Finanzmärkte gehalten. Stattdessen beginnt jede Session mit einer Impulsvorlesung über ein bis zwei exemplarische Fragen. Daran schließt sich immer selbständige Teamarbeit zur aktiven Aneignung der Materie an.

Die Studierenden können vor Beginn der Lehrveranstaltung auf die Liste der behandelten Fragen Einfluss nehmen. Die vorläufige Liste lautet:

1.      Alles so schön bunt hier: Möglichkeiten und Versuchungen für Kleinanleger an den Finanzmärkten

2.      Von Ponzi und Madoff zu Hypo Real Estate und Kaupthing Bank:

Wie man nicht auf Finanzmarktbetrügern und Luftschlösser hereinfällt

3.      Wo sind die Jachten der Anleger? Bei komplexen Anlageprodukten sind nur die Kosten sicher

4.      Finanzmärkte als Kopfsache: Finanzanlage als Wetteinsatz (Bigger Fool Theory) oder als verbriefter Anteil am Produktivvermögen

5.      Kenne Dich selbst, bevor Du Geld anlegst: Der Finanzmarkt als die teuerste Methode, einen Selbsterfahrungstrip zu machen

6.      Behavioral Investing: Selbstüberschätzung, Feigheit und Gier als Grund dafür, daß die meisten Anleger deutlich weniger Geld verdienen als der Gesamtmarkt

7.      Über Market Timing, Technische Analyse und Schimpansen mit Dart-Pfeilen: Versuche, den Markt zu schlagen, und die Gründe, warum das so schwierig ist

8.      Vom Front Running über Harry Markowitz bis zu Eugene Famas Five Factors: Wie aus einem manipulierten Kasino ein seriöser, theoretisch gut untersuchter Markt wurde

9.      Von Benjamin Graham bis Howard Marks: Klassiker der Geldanlage und die unschätzbaren Lektionen, die man von ihnen lernen kann

10.  Wenn man mit Tips aus Börsenbriefen reich werden könnte, würden die Schreiber sie für sich behalten: Seriöse, gut informierte Quellen für Finanzmarktinformation

11.  Alles Unheil kommt daher, dass die Menschen nicht in Ruhe in ihrer Kammer sitzen können (Pascal): Plädoyer gegen den Aktionismus sowie Tips für strukturiertes Vorgehen und Beispielportfolios

12.  Glück oder Können, Pech oder Unvermögen? Die Rolle des Zufalls, das Entscheidungsproblem und Risikomanagement als unverzichtbares Werkzeug

13.  Die Dosis macht das Gift: Warum Warren Buffett der drittreichste Mensch der Welt ist und zwei Nobelpreisträger für Finanztheorie beinahe die Märkte gesprengt hätten


Lernergebnisse

Studierende sollen ein wirtschaftswissenschaftliches Grundverständnis entwickeln, das ihnen Chancen, Risiken und erfolgsversprechende Strategien an den Finanzmärkten zu erkennen erlaubt. Außerdem soll das Modul interdisziplinäres Denken gezielt fördern.

Im Einzelnen können die Studierenden in Grundzügen beschreiben, welche Anlagestrategien es gibt, welche Voraussetzungen und Randbedingungen diese Strategien haben und welche dieser Strategien insbesondere Kleinanlegern an Kapitalmärkten offenstehen.

Die Studierenden können in Grundzügen beschreiben, welche Anlagestrategien welche Risiken beinhalten und welche Rolle insbesondere für Kleinanleger solche Faktoren wie Anlageziele, Anlagehorizont, psychologische Verfassung, Vorwissen und begrenzte Ressourcen, insbesondere begrenztes Zeitbudget, spielen.

Die Studierenden können im Grundsatz verschiedene „technische“ Optimierungsstrategien beschreiben und im Grundsatz eine Einschätzung abgeben.

Die Studierenden können wichtige „klassische“ Anlagestrategien für Kleinanleger beschreiben und eine Bewertung im Grundsatz abgeben.

Die Studierenden können in Grundzügen beschreiben, welche besondere Rolle die Intermediation für Kleinanleger an Kapitalmärkten spielt.

Die Studierenden können reflektieren, welche Rolle der Zufall beim Anlageerfolg spielt.

Die Studierenden können sich eigenständig und strukturiert weiter in Anlagestrategien ein- und auf eine realistische Einschätzung der eigenen Voraussetzungen und Ziele hinarbeiten.


Geplante Lernaktivitäten und Lehrmethoden

Jede Session beginnt mit einer Impulsvorlesung über ein bis zwei exemplarische Fragen. Daran schließt sich immer selbständige Teamarbeit an, die vom Dozenten gecoacht wird.

Die Studierenden können vor Beginn der Lehrveranstaltung auf die Liste der behandelten Fragen Einfluss nehmen. Grundlage der Teamarbeit ist ein Reader, der zu Veranstaltungsbeginn zur Verfügung stehen wird.


Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

Immanenter Prüfungscharakter


Kommentar

Keine


Empfohlene Fachliteratur und andere Lernressourcen

Empfohlene Fachliteratur und der Reader für die eigenständige Teamarbeit werden rechtzeitig vor der Lehrveranstaltung bekanntgegeben.


Art der Vermittlung

Präsenzveranstaltung