Beschreibung einzelner Lerneinheiten (ECTS-Lehrveranstaltungsbeschreibungen) pro Semester

Studiengang: Master Betriebswirtschaft: International Marketing & Sales
Studiengangsart: FH-Masterstudiengang
Berufsbegleitend
Sommersemester 2021

Titel der Lehrveranstaltung / des Moduls Philosophicum
Kennzahl der Lehrveranstaltung / des Moduls 800101011400
Unterrichtssprache Deutsch
Art der Lehrveranstaltung (Pflichtfach, Wahlfach) Wahlfach
Semester in dem die Lehrveranstaltung angeboten wird Sommersemester 2021
Semesterwochenstunden 4
Studienjahr 2021
Niveau der Lehrveranstaltung / des Moduls laut Lehrplan 2. Zyklus (Master)
Anzahl der zugewiesenen ECTS-Credits 6
Name des/der Vortragenden Jonathan JANCSARY, Peter Michael JANCSARY, Hubert MATT


Voraussetzungen und Begleitbedingungen

In der LV wird Anwesenheit vorausgesetzt. Inhaltliche und kompetenzbasierte Voraussetzungen sind keine spezifischen gegeben.

 


Lehrinhalte

In der Lehrveranstaltung „Philosophicum – Denken&Dialog“ sollen die Studentinnen und Studenten nicht rein philosophiehistorisches Wissen memorieren, sondern mithilfe verschiedener Methoden (beispielsweise einer phänomenologischen und/oder hermeneutischen) aktiv denken, philosophieren und kommunizieren lernen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden theoretische Inputs der Vortragenden mit der individuellen und gemeinsamen Lektüre von Primär- und Sekundärtexten sowie praktischen Übungen (zum Beispiel zu dem Themenkomplex Wahrnehmung, Vermutung und Deutung) verknüpft. Dabei spielt, wie erwähnt, auch das Thema der Kommunikation und des (philosophischen) Dialogs, der sich von Rhetorik und Sophistik abgrenzt, eine große Rolle. Die Lehrveranstaltung macht es sich dabei explizit zum Ziel zu demonstrieren, dass im Berufs- und Alltagsleben kommunikative Fähigkeiten und philosophische Wahrnehmungen und Betrachtungen in Ergänzung zu dem jeweiligen Fachwissen für Kooperation, Problemlösung oder Führung unumgänglich sind.

In der Lehrveranstaltung „Philosophicum - Geistesgegenwart“ wird der Versuch unternommen, die Figuren des philosophischen Denkens in der Geschichte derselben sehen zu lernen. Anhand einer jeweils ausgewählten Figur der Philosophie (Person, System, Denkform) wird eine aktive Bezugnahme zu historischen Figuren und Gegenwartsproblematiken unternommen. Ein Beispiel: Die Frage nach der Veränderung des Renaissance-Humanismus durch die Moderne – die es nach Bruno Latour nie gegeben hat – wird mit den aktuellen Fragen des Posthumanismus konfrontiert, dem Modernebegriff von Foucault oder dem Humanismusbrief von Heidegger. Das Verhältnis zu sich (wichtiges Thema etwa der Stoa), das Verhältnis zu den anderen (dem Mitsein, dem Politischen) und das Verhältnis zur Welt (Natur, Technik, Ökonomie) wird als dynamisches Agens reflektiert. Philosophische Denkfiguren und Begriffe werden als Antworten auf die Probleme der jeweiligen Zeit hinterfragt, und gleichzeitig werden aktuelle Begriffe entwickelt, um die Gegenwart vielleicht besser verstehen und dann auch das Praxisspektrum erweitern zu können.


Lernergebnisse

Die Studierenden kommen einem eigenen Denken näher und können dieses einüben. Sie verstehen es quer zu denken. Begriffe und Figuren des Denkens bzw. der Philosophiegeschichte sind ihnen bekannt und ausgewählte haben sie auch vertieft. Es ist ihnen das dialogische Denken und Dasein ein Begriff und eine geübte Praxis. Sie können sich philosophischen Texten und Diskursen nähern, sie analysieren und auf aktuelle Problemstellungen übertragen. Sie sind ein Stück weiter in ihrer Geistesgegenwärtigkeit gekommen.

 


Geplante Lernaktivitäten und Lehrmethoden

Vorlesung bzw. Vorlesungsanteile, Textanalyse, Themendiskussionen, eigene Erarbeitung von Texten oder Büchern, Diskursanalysen sowie praktische Übungen.

 


Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

Kleine Seminararbeit, Mitarbeit (eventuell Referat) und Prüfungsgespräch.

Kriterien: Mitarbeit, Mitdenken, Eigenes kritisches Denken, Einbringungen von Themen und Perspektiven, Vorbereitung der Lektüre.


Kommentar

Die Lehrveranstaltung wird sich im spezifischen Inhalt immer wieder neu zusammensetzen. Die Grundpfeiler – wie hier beschrieben – bleiben aber erhalten.

 


Empfohlene Fachliteratur und andere Lernressourcen

Die jeweilige Literatur wird zu Beginn der LV bekanntgegeben. Wir orientieren uns je an aktueller und themenspezifischer Literatur. Übersichtswerke über die Philosophiegeschichte oder ein selbst ausgewähltes aktuelles philosophisches Buch zu lesen, kann nicht schaden.

 


Art der Vermittlung

Die LV findet als Vorlesung mit seminaristischen Übungen (zu Beginn) und dann als Block in der zweiten Semesterhälfte statt. Der erste Abschnitt trägt den Titel „Philosophicum – Geistesgegenwart” und wird von Hubert Matt als Vorlesung mit Übungen gehalten. Der zweite Abschnitt „Philosophicum – Denken&Dialog” wird von Peter und Jonathan Jancsary in Blockform gehalten.