"Einen Versuch wagen und dabei scheitern bringt zumindest einen Gewinn an Wissen und Erfahrung. Nichts riskieren dagegen heißt einen nicht abschätzbaren Verlust auf sich nehmen."
Chester Barnard - Manager und bedeutender Management-Theoretiker

Veranstaltungsinfos

Dienstag, 16. Jänner 2018
13:30  -  17:45 Uhr
Raum W2 11/12

Kontakt:
Monika Gmeiner
T +43 5572 792 3500
monika.gmeiner@fhv.at

Anmeldung:
Sie haben die Möglichkeit sich online anzumelden:
veranstaltungen.fhv.at

Anmeldeschluß:
Montag, 8. Jänner 2018


Mathematische Modellierung und Simulation

Wir laden alle Interessierten, insbesondere die Absolventinnen und Absolventen der technischen Studiengänge der FH Vorarlberg, zu dieser Veranstaltung ein.

Der Gedankenaustausch zwischen der regionalen Industrie und der FHV steht wie jedes Jahr bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt.

 

Programm
13:30Registrierung
14:00Begrüßung und Eröffnung
Tanja Eiselen, Rektorin der FH Vorarlberg
14:15 Keynote
14:45Parameter - das Salz in der Suppe?
Mathematische Systemmodellierung und Optimierung im autonomen Lastenmanagement
Peter Kepplinger, FH Vorarlberg
15:15Treffpunkterkennung eines Tennisballes auf einem Tennisschläger
Stefan Mohr, Head Sport AG
15:45Pause
16:15Design und Simulation eines optischen Spektrometers
Dana Seyringer, FH Vorarlberg
16:45Beispiele effizienter Anwendung der Numerik in der Produktentwicklung: Thermosimulation mit Hilfe von CFD
Thomas Zengerle, Tridonic GmbH & Co KG
17:15Dynamische Seilbahnberechnung auf der Basis verteilt parametrischer Systeme
Thomas Lässer, Doppelmayr Seilbahnen GmbH
17:45Ausklang im Cafe Schräg

Peter Kepplinger
Durch autonomes Lastmanagement sollen Geräte im Haushalt wie Warmwasserspeicher, stationäre Batterien, E-Autos, oder auch Geschirrspüler so betrieben werden, dass ihr Einsatz mit einem Überangebot an erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energiequellen zusammenfällt. Das physikalische Verhalten der Geräte wird in mathematische Modelle übersetzt, die als Grundlage für die Formulierung des Optimierungsproblems dienen, das ein optimales Management möglich machen soll. Das im Einzelnen gewählte Modell entscheidet über die Anzahl der freien Parameter, die es zu schätzen gilt. Es hat Auswirkungen über die erreichbare Modellgenauigkeit, die Komplexität der Optimierungsaufgabe und die Anforderungen an die dafür nötige Sensorik. Der Vortrag gibt anhand von praktischen Anwendungsbeispielen Einblick in die dazu durchgeführte Forschungsarbeit am Forschungszentrum Energie der FHV.

Stefan Mohr
Die elektronische Messung des Treffpunktes ist ein wichtiges Instrument zur Entwicklung und Optimierung von Tennisschläger und eröffnet für einen Tennisspieler wichtige Einsichten in seine Spieltechnik. In dem Vortrag wird gezeigt, wie bei der Fa. HEAD ausgehend von ein paar experimentellen Hinweisen in einem Modalanalysespektrum eine Treffpunkterkennung mit erstaunlich geringem elektronischem Messtechnikaufwand realisiert wurde. Die in Zusammenarbeit mit der FHV entwickelte Technologie wurde dabei anfangs als heuristisches Modell entwickelt und erst nach der Realisierungsphase während der Patentierung theoretisch untermauert.

Dana Seyringer
Die optische Kohärenztomographie (OCT) ist ein innovatives, berührungsfreies, bildgebendes, diagnostisches Verfahren, welches in der Ophthalmologie für die Visualisierung der Netzhaut von großer Bedeutung ist. Leider bestehen OCT Geräte bisher aus mehreren teuren Einzelkomponenten wie Interferometer, Spektrometer und Detektor. Angetrieben durch den Bedarf im Gesundheitswesen besteht daher auch ein immenser Wunsch der OCT-Gerätehersteller, eine miniaturisierte, kosteneffiziente und handhaltbare Variante dieses Prinzips anbieten zu können. Im COHESION Projekt werden CMOS-kompatible Fertigungsprozesse entwickelt, mit denen diese Komponenten erstmals auf einem einzigen optischen Siliziumnitridwellenleiterchip integriert werden können. Eine wichtige Komponente auf diesem Chip ist ein Spektrometer, das bis zu 1000 Wellenlängen, im Wellenlängenbereich von 800 nm bis 900 nm, spektral aufteilt. Seine Funktionalität basiert auf dem so genannten Arrayed Waveguide Grating, dessen Design, Simulation, Optimierung und technologische Evaluierung präsentiert wird.

Thomas Zengerle
Simulationen sind ein wichtiges Werkzeug für die Entwicklung von Schaltnetzteilen und LED-Modulen. Mit aktuellen Simulationstechnologien können komplexe Simulationsmodelle schnell und effizient aufgebaut und berechnet werden. Im Vortrag wird anhand eines konkreten Beispiels eine typische Anwendung von Thermosimulationen demonstriert. Zusätzlich werden einige wichtige Aspekte für eine effiziente Nutzung von Simulationen in der Produktenwicklung erläutert.

Thomas Lässer
Im Vortrag wird die dynamische Simulation einer Seilbahn vorgestellt. Die im Vortrag präsentierte Seildynamik ist die Kombination eines Mehrkörpersystems mit dem elastischen Modell des Seils. Um eine echtzeitfähige Simulation erhalten zu können, wurde das Seil ausgehend von der Wellengleichung beschrieben und mittels orthogonaler Ansatzfunktionen approximiert aufbereitet. Diese Näherungslösung ermöglicht ein charakteristisches Gleichungssystem, das vollumfänglich die Dynamik der Seilbahn beschreiben kann. Das der Simulation zugrundeliegende verteilt-parametrische System des Seils soll zukünftig für die Überwachung und die Manipulation der Anlage verwendet werden.