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Kleine Kinder, große digitale Medienwelt

28.09.2026
Neues Forschungsprojekt stärkt Familien im Umgang mit frühkindlicher Mediennutzung.

 

Key Takeaways:

Digitale Kindheit begleiten: Digitale Medien gehören bereits im Kleinkindalter zum Alltag vieler Familien.

Kompetenzen statt Verbote: FHV-Forschungsprojekt TraFam stärkt Eltern und Fachpersonen in ihrer Handlungssicherheit im Umgang mit digitalen Medien.

Gemeinsam entwickelt: Familien, Fachpersonen und Forschende gestalten das Lehrformat im Co-Creation-Prozess gemeinsam.

Wissen weitergeben: Eltern und Fachpersonen werden als Multiplikator:innen qualifiziert und tragen ihr Wissen nachhaltig in die Region.

 

Smartphones, Tablets und Streaming-Angebote gehören längst zum Familienalltag. Gleichzeitig fragen sich viele Eltern: Wie viel Bildschirmzeit ist sinnvoll? Wie kann Mediennutzung altersgerecht gestaltet werden? Und wie gelingt das im oft herausfordernden Familienleben?

Genau hier setzt das im Juni 2026 gestartete und vom Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee mit Mitteln des Programms Interreg VI Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein geförderte Forschungsprojekt TraFam (Transformationskompetenzen für eine reflektierte Mediennutzung in Familien mit Kleinkindern) an. Gemeinsam entwickeln Forschende der Forschungsgruppe Empirische Sozialwissenschaften an der FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences und der Pädagogischen Hochschule St. Gallen mit Eltern, Fachpersonen und regionalen Praxispartner:innen ein neuartiges Lehrformat, das Familien im Umgang mit digitalen Medien stärken soll.

 

Gemeinsam Lösungen für den digitalen Familienalltag entwickeln

Das Besondere dabei: Eltern und Fachpersonen werden nicht nur als Zielgruppen verstanden, sondern gestalten das Format von Beginn an aktiv mit. Wissenschaftliche Erkenntnisse, Erfahrungen aus der Familienarbeit und das Alltagswissen von Familien werden in einem Co-Creation-Prozess zusammengeführt. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die wissenschaftlich fundiert sind und gleichzeitig im Familienalltag funktionieren.

„Die Frage ist heute nicht mehr, ob Kinder mit digitalen Medien aufwachsen, sondern wie wir sie dabei altersgerecht begleiten können. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Familien praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die sich gut in den Familienalltag integrieren lassen“, betont Sarah Kühne, Projektleiterin der Forschungsgruppe Empirische Sozialwissenschaften an der FHV.

 

Von Familien für Familien: Wissen, das weiterwirkt

TraFam geht dabei einen Schritt weiter als klassische Informations- oder Präventionsangebote. Eltern und Fachpersonen erwerben nicht nur Wissen und Handlungskompetenzen, sondern werden als Multiplikator:innen qualifiziert. In Weiterbildungs- und Peer-to-Peer-Formaten geben sie ihre Erfahrungen und Strategien an andere Familien weiter. So entsteht ein nachhaltiger Wissenstransfer, der weit über die unmittelbaren Projektteilnehmenden hinauswirkt.

„In unserer Arbeit erleben wir, dass Eltern Orientierung suchen und oft zwischen unterschiedlichen Empfehlungen verunsichert sind. Das Projekt schafft Räume für Austausch auf Augenhöhe und unterstützt Familien dabei, individuelle und alltagstaugliche Wege im Umgang mit digitalen Medien zu finden“, erklärt Fabienne Lunardi, Projektverantwortliche des Praxispartners SUPRO.

Langfristig soll das Lehrformat in bestehende regionale Angebote der Elternbildung integriert werden. Gemeinsam mit Partner:innen in Vorarlberg und im Kanton St. Gallen entsteht damit ein grenzüberschreitendes Netzwerk, das Forschung, Familienarbeit und Bildungsangebote verbindet und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis nachhaltig stärkt.

 

 

Kontakt:

Mitarbeiterfoto von Kühne Sarah | © FHV


Dr.in Sarah KÜHNE, MSc BSc
Scientist

+43 5572 792 3220
sarah.kuehne@fhv.at